Demo gegen Gaskraftwerke

„Zum Schutz der Teilnehmenden“: Unwetter in Hamm stellte Klima-Camp auf die Probe

Eine Groß-Demo und ein Klima-Camp sorgen für einen der größten Polizeieinsätze in der Geschichte von Hamm. Alle Entwicklungen von Freitag.

Dieser Live-Ticker ist beendet. Die neuesten Entwicklungen rund um das Klima-Camp und die Großdemonstration am Samstag lesen Sie in unserem neuen Ticker.

Update vom 29. Mai, 22.49 Uhr: Die positiven Nachrichten für die Menschen im Klima-Camp bestätigen sich. Ein Zelt musste zwar abgebaut werden, ansonsten sind die Aufräumarbeiten aber schon im Gange. Es gab ein gemeinsames Abendessen und alle sind nach wie vor gut gelaunt. Es sieht so aus, als würden die meisten im Camp bleiben.

Update vom 29. Mai, 21.09 Uhr: Es gibt gute Nachrichten. Das Gröbste ist wohl durchgestanden. Die Wetterwarnungen, die der Deutsche Wetterdienst (DWD) schon im Vorfeld des Unwetters abgab, wurden mittlerweile heruntergestuft. Das Gröbste haben die Camp-Teilnehmer wohl überstanden. Auch die beorderten Busse machen wieder kehrt.

Die Stadtwerke in Hamm stellten Busse bereit.

Update vom 29. Mai, 20.50 Uhr: Derweil vermelden die Aktivisten: „Es ist super, dass wir alle in den Zelten sitzen. Hier werden wir abwarten, bis das Gewitter vorbei ist. Das kann gut noch bis 21 Uhr dauern. Wir sind in engem Kontakt mit der Feuerwehr und geben dann Entwarnung, wenn das Gewitter vorbei ist.“

Update vom 29. Mai, 20.14 Uhr: Trotz des trüben Himmels, ist die Stimmung in den Zelten weiter hell. Die Aktivisten scheinen sich nicht unterkriegen zu lassen. Es werden Lieder in den Zelten geschmettert. Die Aktivisten werten den heutigen Protesttag als Erfolg, also gibt es aus ihrer Sicht trotz der dunklen Wolken keinen Anlass, Trübsal zu blasen. Auch die Zelte halten aktuell – wenn auch mit Mühe.

Update vom 29. Mai, 19.54 Uhr: Die Lage am Klimacamp spitzt sich derzeit zu. Aufgrund des Unwetters sind zwei Busse der Stadtwerke vor Ort. Wie die Polizei mitteilt, stellt die Feuerwehr Hamm gemeinsam mit der Stadt Hamm einen Bustransfer zur Turnhalle in der Stefanstraße bereit – die Benutzung dieses Services ist freiwillig. Dies erfolge „zum Schutz der Teilnehmenden“. Die Camp-Bewohner werden über Lautsprecherdurchsagen gewarnt. Auch im weiteren Stadtgebiet kommt es derzeit zu weiteren Unwettereinsätzen der Feuerwehr.

Update vom 29. Mai, 19.05 Uhr: Ein immenses Polizeiaufgebot steht am Gersteinwerk in Werne. Ein gerichtliches Tauziehen zwischen der Polizei und den Klimaaktivisten sorgt nach aktuellem Stand dafür, dass mindestens fraglich ist, ob vor den Toren des Gaskraftwerks am Samstag demonstriert werden darf. Die Polizei ist besorgt über mögliche Störer, die womöglich direkt auf das Gelände gelangen könnten, und wappnet sich augenscheinlich bereits.

Update vom 29. Mai, 17.13 Uhr: Am morgigen Samstag berichten wir auf wa.de live von der Groß-Demo in Hamm. Los geht es um 11.30 Uhr. Auch einen Live-Ticker wird es geben.

Update vom 29. Mai, 16.25 Uhr: Die nächste Aktion! Eine „kletteraffine Bezugi“, wie es Ende Gelände schreibt, habe einem Standort des Energiekonzerns E.ON in Essen einen Besuch abgestattet und dort ein Banner mit der Aufschrift „defend system change in rojava – fight climate change worldwide“ („Verteidigt den Systemwandel in Rojava – bekämpft Klimawandel weltweit“) ausgebreitet.

Klimaaktivisten verteilen Infomaterial an Passanten.

Klima-Protest in Hamm: Alle Infos zur Groß-Demo am Samstag

Update vom 29. Mai, 16.19 Uhr: Während die Stör-Aktionen weiterlaufen, rüstet sich Hamm bereits für die Groß-Demo am Samstag. Wir haben die wichtigsten Informationen dazu zusammengetragen.

Update vom 29. Mai, 16.16 Uhr: Die Aktivisten, die heute Morgen und Vormittag in Hamm unterwegs waren, harren weiter am Kraftwerk in Voerde aus. Das teilt Ende Gelände mit. „Die Aktivisti freuen sich über Support und Wasser.“

Klima-Protest in Hamm: Teilnahme von Greta Thunberg unklar

Update vom 29. Mai, 15.50 Uhr: Unklar bleibt derweil, ob Greta Thunberg an den heutigen Aktionen teilgenommen hat. Gesichtet wurde die weltbekannte Klimaaktivistin nicht. Die Schwedin war am Donnerstag zum Klima-Camp im Lippepark gereist.

Update vom 29. Mai, 15.42 Uhr: Auch auf dem Bahnhofsvorplatz haben sich Aktivisten positioniert. Sie verteilen Prospekte und Infomaterial an Passanten.

Klima-Protest in Hamm: Blockade in Gelsenkirchen hält an

Update vom 29. Mai, 15.22 Uhr: Laut Polizei sind rund 200 Personen gegen 10.35 Uhr auf das Kraftwerk Scholven in Gelsenkirchen eingedrungen. Der Einsatz vor Ort läuft weiterhin. „Die Polizei Gelsenkirchen gewährleistet mit starken Kräften die Sicherheit von Beteiligten und Unbeteiligten vor Ort. Dies gilt insbesondere für Objekte der kritischen Infrastruktur wie das Kraftwerk Scholven und die von ihnen ausgehenden Gefahren für die öffentliche Sicherheit“, heißt es in einer Mitteilung. Da es sich um eine nicht angemeldete Versammlung sowie um ein unbefugtes Eindringen handele, werde derzeit geprüft, welche Verstöße und Straftaten vorliegen.

Klima-Camp Hamm 2026: Demo in der Innenstadt

Klima-Camp Hamm 2026: Demo in der Innenstadt
Klima-Camp Hamm 2026: Demo in der Innenstadt
Klima-Camp Hamm 2026: Demo in der Innenstadt
Klima-Camp Hamm 2026: Demo in der Innenstadt
Klima-Camp Hamm 2026: Demo in der Innenstadt

Update vom 29. Mai, 15.14 Uhr: In Hamm ist die Lage derweil weiterhin ruhig. Sowohl am Gersteinwerk, als auch im Lippepark und am Hauptbahnhof ist nicht allzu viel Trubel zu sehen.

Klima-Protest in Hamm: Aktivisten blockieren Kraftwerk in Dinslaken

Update vom 29. Mai, 14.56 Uhr: Jetzt ist das Reiseziel der Aktivisten, die aus Hamm mit dem Zug weggefahren sind, klar: Sie sind in Dinslaken angekommen. Dort blockieren sie laut Ende Gelände die Zufahrtsstraße zum Kraftwerk Voerde. Dort plant RWE ein Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk mit einer Kapazität von rund 850 Megawatt.

Update vom 29. Mai, 14.53 Uhr: Im Klima-Camp im Lippepark befinden sich aktuell „geschätzt circa 100 bis 150 Menschen“, wie ein WA-Reporter vor Ort berichtet. Viele weitere sind weiterhin in Mülheim an der Ruhr und Gelsenkirchen unterwegs.

Das Klima-Camp im Lippepark ist am Freitagnachmittag deutlich geleert.

Klima-Protest in Hamm: Ende Gelände spricht von verletzten Aktivisten

Update vom 29. Mai, 14.31 Uhr: Sonne und Hitze machen den Aktivisten am Kraftwerk Scholven in Gelsenkirchen zu schaffen. Nach Angaben von Ende Gelände sind zwei Personen durch die Hitze verletzt. Man wolle die Aktion beenden, die Polizei kessele die Gruppe jedoch ein. Offiziell bestätigt sind diese Angaben bislang nicht.

Update vom 29. Mai, 14.20 Uhr: Der Zulauf zur Mahnwache in der Nähe des Gersteinwerks hält sich aktuell in Grenzen. Fünf Aktivisten haben sich dort versammelt. Die Polizei hat alle Wege zum Werk abgesperrt.

Ein paar Aktivisten haben sich in der nähe des Gersteinwerks zu einer Mahnwache zusammengefunden.

Klima-Protest in Hamm: WA berichtet live von Groß-Demo

Update vom 29. Mai, 14.01 Uhr: Es ist zu erwarten, dass die Groß-Demonstration am Samstag noch einmal deutlich größer wird als der Aufzug am Freitag. Der WA berichtet ab 11.30 Uhr live vom Ort des Geschehens.

Update vom 29. Mai, 13.28 Uhr: Ein Teil der Aktivisten, die an den Blockadeaktionen beim Panzerbauer KNDS in Mülheim an der Ruhr beteiligt waren, macht sich nun nach eigenen Angaben zurück auf den Weg nach Hamm. Begleitet von Polizisten befinden sie sich auf dem Weg zum Bahnhof. Das berichtet die WAZ.

Klima-Camp: RWE nimmt Stellung zur Groß-Demo

Update vom 29. Mai, 13.15 Uhr: RWE nimmt auch zur morgigen Demonstration des Klimabündnisses aus BUND, Campact, Fridays for Future und Greenpeace Stellung. „Die Meinungsfreiheit und das Recht auf friedliche Demonstrationen sind hohe Güter unserer Gesellschaft, die wir voll und ganz unterstützen“, teilte ein Unternehmenssprecher mit. „Wir teilen die Forderung nach einem schnellen Ausbau der Erneuerbaren Energien. RWE investiert selbst viele Milliarden Euro in Windkraft- und Solaranlagen sowie Speicher. Für Zeiten, in denen Sonne und Wind nicht ausreichend liefern können, braucht es aber auch Gaskraftwerke, damit bei jedem Wetter Strom aus der Steckdose kommt.“

Update vom 29. Mai, 13.13 Uhr: Die Dortmunder Polizei nimmt vorerst keine Bewertung des „Ende-Gelände“-Aufzugs in Hamm vor. Die Versammlung sei um 12.14 Uhr beendet worden, sagte ein Sprecher. Mehr könne man derzeit nicht sagen. Die Aktivisten, die mit einem Zug in Fahrtrichtung Köln unterwegs sind, würden von der Polizei begleitet. Zu möglichen Fahrtzielen äußerte sich der Sprecher nicht.

Klima-Camp in Hamm: Droht den Campern der Unwetter-Gau?

Update vom 29. Mai, 13.08 Uhr: Bei RWE sieht man die „Mahnwache“ von „Ende Gelände“ vor dem Gersteinwerk gelassen. „Der Anlagenbetrieb im Gersteinwerk ist bislang nicht beeinträchtigt“, sagte ein Unternehmenssprecher.

Update vom 29. Mai, 12.55 Uhr: Droht dem Klima-Camp der Unwetter-Gau? Ab Freitagnachmittag könnte sich die Wetterlage drehen, der Deutsche Wetterdienst hat eine Vorabinformation zu einem möglichen schweren Gewitter veröffentlicht. Die Camper sind in Sorge. Mehr dazu lesen Sie hier.

Klima-Protest in Hamm: Tumultartige Szenen unter Eisenbahnbrücke

Update vom 29. Mai, 12.52 Uhr: Fridays for Future hat die Beschwerde beim OVG in Münster bestätigt. Die Klima-Organisation rechnet mit einer Entscheidung im Laufe des Abends.

Update vom 29. Mai, 12.46 Uhr: Unter der Eisenbahnbrücke an der Wilhelmstraße kam es offenbar am Vormittag zu tumultartigen Szenen. Dutzende – teils maskierte – Klimaaktivisten rannten an den Polizeikräften vorbei, rempelten diese teilweise auch zur Seite und ignorierten Aufrufe, stehen zu bleiben. Das ist einem Video zu entnehmen, das unserer Redaktion vorliegt. Die Polizei kündigte anschließend Maßnahmen an und stellte klar: „Sie haben grob gegen die Versammlungsvereinbarung verstoßen. [...] Somit ergibt sich für Sie, dass das Versammlungsgesetz für Sie nicht mehr greift. [...] Nur Sie alleine sind dafür verantwortlich, dass die Polizei Maßnahmen gegen Sie ergreifen muss.“

Klima-Protest in Hamm: Mahnwache am Gersteinwerk angekündigt

Update vom 29. Mai,12.30 Uhr: Ende Gelände hat gerade weitere Neuigkeiten gepostet. Es gibt in der Region mehrere Mahnwachen, die sich Unterstützer wünschen. Eine befindet sich am Gersteinwerk an der Hammer Straße/Ecke Lausbach.

Beim Röhrenhersteller Europipe in Mülheim hat indes die Räumung der Gleise begonnen.

Update vom 29. Mai, 12.18 Uhr: Fridays for Future hat beim Oberverwaltungsgericht Münster Beschwerde gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichtes Gelsenkirchen über ein Versammlungsverbot vor dem Gersteinwerk eingelegt. Dort wollen die Klima-Aktivisten am Samstag ihre Demonstration beginnen. Die Dortmunder Polizei hatte den Auftaktpunkt zum Lausbach verlegt, weil sie das Kraftwerksumfeld für zu gefährlich hält. Die Gelsenkirchener Richter hatten dies bestätigt.

Die Beschwerde sei am Vormittag in Münster eingereicht worden, sagte ein Gerichtssprecher. Sie werde aller Voraussicht nach noch heute entschieden.

Klima-Protest in Hamm: Busse fahren wieder normal

Update vom 29. Mai, 12.03 Uhr: Seit 10.45 Uhr sind nach Angaben von Ende Gelände hunderte Aktivisten auf das Gelände des Gaskraftwerks in Gelsenkirchen-Scholven vorgedrungen. Weitere Gruppen seien unterwegs. Dort sei der Neubau eines Kraftwerkblocks geplant.

Update vom 29. Mai, 12.01 Uhr: Die Busse der Stadtwerke Hamm verkehren derweil wieder nach der normalen Linienführung. Am Stadtwerke-Haus ist es derweil friedlich geblieben. Schäden gebe es nicht, erklärt Sprecher Simon Schliewe.

Klima-Protest in Hamm: Aktivisten fahren mit der Regionalbahn

Update vom 29. Mai, 11.56 Uhr: Der Zug ist mitsamt der Aktivisten tatsächlich abgefahren. Ein kleiner Teil befindet sich weiterhin im Hauptbahnhof in Hamm – und singt lautstark. Laut einem Polizeisprecher werden die Verbliebenen wohl zurück in Richtung Camp laufen.

Ein kleiner Teil der Klimademonstranten befindet sich weiterhin im Hauptbahnhof.

Update vom 29. Mai, 11.51 Uhr: Nach und nach steigen die Aktivisten in den RE6 in Richtung Köln/Bonn Flughafen ein. „Der Zug wird sehr, sehr voll“, berichtet ein WA-Reporter vor Ort.

Klima-Protest in Hamm: Aktivisten steigen in Zug

Update vom 29. Mai, 11.36 Uhr: Zugriff im Hauptbahnhof.

Die Polizei muss im Hauptbahnhof durchgreifen.

Klima-Protest in Hamm: Demo-Zug läuft in Bahnhof

Update vom 29. Mai, 11.30 Uhr: Der Demonstrationszug bewegt sich wieder – schnurstracks in den Hauptbahnhof.

Der Demo-Zug ist im Hauptbahnhof.

Update vom 29. Mai, 11.22 Uhr: Immer wieder sind vermummte Personen im Demonstrationszug zu sehen. Die Polizei hat den Zug deshalb nun gestoppt. In einer „letzten Aufforderung“ machen die Kräfte darauf aufmerksam, dass alle Maskierungen entfernt werden sollen. Sonst werde man gezielt Personen herausziehen und andere polizeiliche Maßnahmen einleiten. Teilnehmer reagierten mit „Ihr seid die einzigen Vermummten“- und „Eure Kinder werden so wie wir“-Rufen.

Die Polizei hat den Zug gestoppt, um die Aktivisten aufzufordern, ihre Maskierungen abzulegen.

Klima-Protest in Hamm: Demo-Zug setzt sich in Bewegung

Update vom 29. Mai, 11.13 Uhr: Der Demo-Zug setzt sich wieder in Bewegung, dieses Mal Richtung Hauptbahnhof. Wohin es anschließend geht, ist unklar.

Die Klimaaktivisten setzen sich wieder in Bewegung.

Update vom 29. Mai, 11 Uhr: Nach der Blockadeaktion beim Rüstungskonzern KNDS in Mülheim an der Ruhr hat die Polizei ein entsprechendes Strafverfahren eingeleitet. Das teilt die Behörde mit. Bis zuletzt hielt die Blockade demnach weiter an, so auch bei der Aktion auf dem Gelände der Europipe GmbH.

Update vom 29. Mai, 10.39 Uhr: Ende Gelände hat den nächsten Standort für ihre Aktionen verkündet: das Kraftwerk Scholven in Gelsenkirchen. Es gehört dem Energiekonzern Uniper (ehemals Teil des Eon-Konzerns) und soll auf Gasbetrieb umgestellt werden. Die Anlage ist mit ihren mehr als 300 Meter hohen Schornsteinen symbolträchtig. „Ende Gelände“ hatte das Kraftwerk bereits 2024 blockiert.

Klima-Protest in Hamm: Weitere Demonstranten am Stadtwerke-Haus angekommen

Update vom 29. Mai, 10.26 Uhr: Auch für die zuvor festgesetzten Aktivisten am Hauptbahnhof geht es nun weiter.

Auch für den zuvor festgesetzten Demonstranten am Hauptbahnhof geht es weiter.

Update vom 29. Mai, 10.22 Uhr: Im Klima-Camp im Lippepark ist derweil alles ruhig. Es laufen diverse Workshops, zudem gibt es eine weitere Zeltstadt zwischen dem SVF-Gelände und den Tennisplätzen.

Klima-Camp in Hamm 2026: Der Donnerstag

Klima-Camp in Hamm 2026: Der Donnerstag
Klima-Camp in Hamm 2026: Der Donnerstag
Klima-Camp in Hamm 2026: Der Donnerstag
Klima-Camp in Hamm 2026: Der Donnerstag
Klima-Camp in Hamm 2026: Der Donnerstag

Update vom 29. Mai, 10.18 Uhr: Aufgrund der Demonstration werden der Bereich rund um den Hauptbahnhof sowie der Hammer Westen derzeit nicht mehr vom Linienbusverkehr bedient. Das teilen die Stadtwerke mit.

Klima-Protest: Aktivist aus Hamm übt Kritik an Vorgehen der Polizei

Update vom 29. Mai, 10.14 Uhr: Jürgen Blümer vom Hammer Klimabündnis hat im Gespräch mit wa.de nochmals betont, dass das Klima-Camp im Lippepark eine Anlaufstelle für alle ist, die friedlich gegen die Klimapolitik aus Berlin demonstrieren wollen. Es handele sich um einen Sammelpunkt für die Groß-Demo am Samstag, entsprechend rechne man dauerhaft mit Zulauf. „Heute Morgen jedoch hatte die Polizei sämtliche Zufahrtsstraßen blockiert“, erklärte Blümer. „Wir haben unseren Unmut darüber zum Ausdruck gebracht. Weder Busse noch Autos kamen zu uns, das war unverhältnismäßig!“ Mittlerweile sei die Lage in Herringen wieder entspannter. 

Update vom 29. Mai, 10.11 Uhr: Eine Sprecherin von Ende Gelände hat sich zu den Blockadeaktionen des Panzerbauers KNDS und eines Werkes eines Pipeline-Herstellers in Mülheim an der Ruhr geäußert: Stahl werde mit Unmengen von Kohle und Gas hergestellt – er sollte nicht für Panzer, sondern für Windräder oder Eisenbahn-Schienen genutzt werden, heißt es. Wer auf fossile Energie setze, setze auf die Abhängigkeit von Autokraten, die mit den Einnahmen Kriege finanzierten. „Hier, wo bis vor einigen Jahren noch Rotornaben für Windräder vom Produktionsband liefen, wird nun wieder voll auf Panzerstahl gesetzt, und zwar mit Unmengen von fossilem Gas.“

Klima-Protest in Hamm: Demo-Zug bei den Stadtwerken angekommen

Update vom 29. Mai, 10.04 Uhr: Die ersten Aktivisten sind am Stadtwerke-Haus angekommen. Hier ist eine Mahnwache unter dem Titel „Exit Gas: Wärmewende in Hamm lokal gestalten“ angemeldet. Die Protestanten schreien den Anti-Kapitalismus-Slogan „Eat the Rich“.

Update vom 29. Mai, 9.59 Uhr: Auch im Bereich der Commerzbank gab es kleinere Krawalle. Die Polizei wollte, dass die Demonstranten von der Straße gehen, die haben sich allerdings lieber dort hingesetzt. In der Folge gab es kleinere Rangeleien. Mittlerweile befindet sich der Zug allerdings wieder in Bewegung.

Die Grünen-Landtagsabgeordnete Dorothea Deppermann mit Polizeisprecher Hendrik Heine und Polizeipräsident Thomas Kubera am Bahnhof.

Im Bereich des Bahnhofs sind einige Aktivisten von der Polizei festgesetzt worden. Ende Gelände dazu: „Am Bahnhof Hamm ist gerade viel los: Der pinke Finger ist an verschiedenen Stellen von der Polizei eingekesselt. Lasst die Leute gehen!“

Update vom 29. Mai, 9.53 Uhr: Es werden nicht nur Klima-Rufe geschrien. Auch Pro-Palästina-Slogans sind zu hören.

Update vom 29. Mai, 9.51 Uhr: Die Polizei hat sich jetzt erstmals zu den Klima-Aktionen geäußert. In Hamm sind demnach rund 500 Teilnehmer beim Demonstrationszug unterwegs. An der Blockade des Rüstungskonzerns KNDS (ehemalige Friedrich-Wilhelms-Hütte) in Mülheim an der Ruhr beteiligen sich rund 120 Personen, beim Röhrenhersteller Europipe in Mülheim an der Ruhr sind es um die 100 Aktivisten. Bei beiden Blockaden seien Strafverfahren eingeleitet worden.

Ob die Polizei von den Blockaden im westlichen Ruhrgebiet überrascht wurde, ist unklar. Ein Sprecher des zuständigen Dortmunder Präsidiums konnte nicht sagen, ob an den beiden betroffenen Werken in Mülheim an der Ruhr zuvor Beamte postiert gewesen waren. „Ende Gelände“ hatte in den vergangenen Tagen Protestaktionen im östlichen Ruhrgebiet angekündigt. Weitere Aktionen sind der Polizei bisher nicht bekannt.

Klima-Protest in Hamm: Steinewürfe am Hauptbahnhof

Update vom 29. Mai, 9.31 Uhr: Im Bereich des Hauptbahnhofs Hamm wurde mit Steinen geworfen. Der Demozug steht. Es laufen polizeiliche Maßnahmen. Unter der Eisenbahnbrücke an der Wilhelmstraße haben sich einige Aktivisten auf den Boden gesetzt.

Die Polizei führt am Bahnhof Maßnahmen durch.

Klima-Protest in Hamm: Viele Polizeikräfte am Stadtwerkehaus

Update vom 29. Mai, 9.07 Uhr: Am Stadtwerkehaus rund um den Südring haben die Beamten mit etwa 12 bis 15 Einsatzwagen Stellung bezogen. Die Belegschaft der Stadtwerke wartet auf die Demonstranten. „Wir setzen und vertrauen darauf, dass friedlich demonstriert wird und die Leute sich an die Absprachen mit der Polizei halten“, sagte ein Stadtwerkesprecher auf WA-Nachfrage.

Update vom 29. Mai, 8.54 Uhr: Zahlreiche Aktivisten sind aktuell in der Stadt unterwegs. Greta Thunberg – die Schwedin war am Donnerstag im Klima-Camp angekommen – ist am Freitag noch nicht gesichtet worden.

Klima-Protest in Hamm: Offiziell geht es Richtung Stadtwerke

Update vom 29. Mai, 8.51 Uhr: Offiziell ist der Demo-Zug auf dem Weg zum Stadtwerkehaus in der Innenstadt. Dort findet eine Mahnwache statt: „Exit Gas: Wärmewende in Hamm lokal gestalten“. Diese ist von 8 bis 12 Uhr angemeldet. Zahlreiche Einsatzkräfte der Polizei sind bereits vor Ort. Ob sich die Teilnehmer, etwa einige 100, immer an den vorgegebenen Weg halten, scheint fraglich. Fakt ist: Bislang verläuft alles friedlich. Teilweise muss der Zug angehalten werden, wenn es den Anschein gibt, dass sich einzelne Protestler vermummen. Danach geht es weiter.

Update vom 29. Mai, 8.28 Uhr: Offenbar ziehen die Demonstranten doch nicht in Richtung der Stadtwerke, zumindest nicht direkt. Die Aktivisten sind von der Dortmunder Straße auf die Lange Straße und weiter auf den Bonifatiusweg abgebogen.

Klimaaktivisten ziehen durch Hamm.

Update vom 29. Mai, 8.09 Uhr: Der Demonstrationszug bewegt sich weiter über die Dortmunder Straße. Es ist möglich, dass die Aktivisten Richtung Stadtwerke ziehen. Pressesprecher Simon Schliewe hatte gestern angekündigt, dass das Service-Center des Stadtwerke-Hauses wegen einer kurzfristig angekündigten Versammlung an diesem Freitag geschlossen bleibt.

Klima-Protest: Demo-Zug sorgt für Sperrungen

Update vom 29. Mai, 7.52 Uhr: Mehrere Hundert Demonstranten sind aktuell auf der Dortmunder Straße Richtung Innenstadt. Derzeit befinden sie sich auf Höhe des dortigen Subway. Vor Ort kommt es zu Verkehrseinschränkungen. Wie die Stadtwerke mitteilen, ist die Dortmunder Straße ab der Kamener Straße bis zum Herringer Markt gesperrt. In die andere Richtung ist ab Herringer Markt bis Schmiedestraße gesperrt worden. Dadurch kommt es zu Einschränkungen und Verspätungen auch im Busverkehr. Betroffen sind die Linien 1, 3, 7 und 9.

Die Polizei ist mit zahlreichen Kräften im Einsatz.

Update vom 29. Mai, 7.20 Uhr: Die Polizei hat sich mit zahlreichen Kräften der Hundertschaft auf der Dortmunder Straße in Herringen versammelt. Die rund 400 Demonstranten stehen alle bereit im Lippepark und warten, dass es losgeht. Über Lautsprecher gibt die Polizei Anweisungen, dass der Demozug erst starten kann, wenn die Demonstranten ihre Vermummungen abgelegt haben, andernfalls handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit.

Hunderte Klimaaktivisten sind am Freitag in Herringen.

Die Dortmunder Straße ist zwischen der Ludwig-Isenbeck-Straße und der Schachstraße voll gesperrt.

Klima-Proteste: Aktivisten blockieren Schienen und Werkstor

Update vom 29. Mai, 6.20 Uhr: Die nächste Aktion der Aktivistengruppe „Ende Gelände“, wieder in Mülheim an der Ruhr: 200 Aktivisten blockieren die Schienen von Europipe, einem der größten Produzenten von Pipelines.

Update vom 29. Mai, 6.10 Uhr: Die Polizei ist seit etwa 5.30 Uhr am Kraftwerk in Werne-Stockum im Einsatz. Die Technische Einsatzeinheit (TEE) baut derzeit Absperrungen vor dem Kraftwerk auf, um die Zufahrten zu sperren. Hierbei kommt es zeitweise zu Verkehrsbehinderungen. Auch an vielen anderen Orten im Hammer Stadtgebiet stehen zahlreiche Fahrzeuge der Einsatzhundertschaft. 

„Ende-Gelände“-Aktionen in Hamm und Umgebung: Die Polizei ist am frühen Freitagmorgen am Kraftwerk in Werne-Stockum im Einsatz.

Update vom 29. Mai, 5.45 Uhr: Nicht nur Hamm steht heute im Fokus der Klimaaktivisten. Die Aktivistengruppe „Ende Gelände“ kündigte für den heutigen Freitag Aktionen an mehreren Standorten in Hamm und Umgebung an.

Die Bewegung „Ende Gelände“ gibt den Hinweis, dass die erste Blockade in Mülheim an der Ruhr stehen soll. Die Arbeiter der nächsten Schicht fangen so langsam an, wieder nach Hause zu gehen, heißt es. Wie die Polizei auf Nachfrage von wa.de mitteilt, ist es in Hamm bislang noch ruhig.

Update vom 29. Mai, 5.10 Uhr: Wie „Ende Gelände“ am frühen Morgen mitteilt, ist der Regenbogen-Finger schon auf den Beinen und blockiert das Werkstor der Friedrich-Wilhelms-Hütte in Mülheim an der Ruhr. Die Fabrik gehört zum Rüstungsunternehmen Krauss-Maffei Wegmann. Im Werk ist Schichtwechsel, die Arbeiter, die ihre Schicht beenden, werden herausgelassen.

Klima-Protest mit Greta Thunberg in Hamm: Gericht lehnt Eilantrag ab

Update vom 28. Mai, 19.50 Uhr: Die Klima-Demonstration wird am Samstag wohl nicht vor dem Gersteinwerk beginnen. Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hat am Donnerstag einen Eilantrag von Fridays for Future gegen ein Demonstrationsverbot vor dem Kraftwerk abgelehnt.

Die Richter begründeten ihre Entscheidung mit den Aufrufen der Bewegung „Ende Gelände“ zu Störaktionen an Gaskraftwerken. Die Veranstalter der Demonstration, darunter Fridays for Future und Greenpeace, hatten dem Gericht gegenüber zwar den friedlichen Charakter ihrer Veranstaltung betont. Die Richter sahen es aber als wahrscheinlich an, dass sich Störer unter die friedlichen Demonstranten mischen und eine gegen das Kraftwerk gerichtete Aktion beginnen könnten.

Die Polizei geht in ihrer Einschätzung davon aus, dass Aktivisten versuchen werden, über den nur zwei Meter hohen Zaun des Kraftwerks zu klettern. Die Richter halten das für nachvollziehbar. Sie sehen auch die Gefahr, dass unbeteiligte Demonstranten bei einem Gedränge vor dem Kraftwerk zu Schaden kommen könnten. Zudem hätten die Demo-Veranstalter keine Vorkehrungen gegen die Teilnahme von „Ende-Gelände“-Aktivisten getroffen, obwohl diese ihre Absichten seit einiger Zeit deutlich artikulieren.

Der Beschluss ist noch nicht rechtskräftig. Fridays for Future kann das Oberverwaltungsgericht in Münster anrufen. 

Greta Thunberg im Gespräch mit Aktivisten im Klima-Camp in Hamm.

Klima-Camp und Groß-Demo in Hamm: Live-Ticker zeigt neueste Entwicklungen

Rund um das Klima-Camp in Hamm ist die Polizei seit Donnerstag deutlich sichtbar präsent. Hintergrund sind angekündigte Stör-Aktionen am Freitag sowie die Großdemonstration „Zukunft statt Gas“ am Samstag. Der Protest richtet sich gegen Pläne der Bundesregierung, neue Gaskraftwerke zu bauen – womöglich auch in Hamm. Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte der Besuch von Greta Thunberg, die – zumindest für Außenstehende – überraschend im Camp im Lippepark auftauchte.

Groß-Demo und Klima-Camp in Hamm: Stör-Aktionen angekündigt

Der genaue Ablauf der Großdemonstration ist weiter offen. Ein Eilverfahren vor dem Verwaltungsgericht betrifft unter anderem die Route und Auflagen für Banner. Fest steht der Start um 12 Uhr, entweder am Gersteinwerk oder an der Müllverbrennungsanlage. Der Demonstrationszug soll zur Radrennbahn auf dem ehemaligen Zechengelände führen, wo symbolisch das größte menschliche Windrad der Welt entstehen soll.

Für Anwohner hat das Folgen: Der Wertstoffhof in Bockum-Hövel bleibt am Samstag geschlossen, zudem kann es zu Problemen bei der Müllabfuhr kommen.

Rubriklistenbild: © Stefan Gehre

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