Fridays for Future
Klima-Aktivistin zu Gaskraftwerken: „Wir zerstören unseren Planeten"
Linda Kastrup ist Sprecherin von Fridays for Future Deutschland. Sie sagt: „Jedes Gaskraftwerk ist ein Schritt in die falsche Richtung.“
© Andreas Rother / Julien Krasniqi
Die Fridays-for-Future-Sprecherin ruft für den 30. Mai zu einer Demonstration am Gersteinwerk auf. Auch ein Klimacamp in Hamm findet statt.
Linda Kastrup ist Klimaaktivistin und Sprecherin von Fridays for Future Deutschland.
Werden Sie beim Hammer Klimacamp dabei sein?
Aktivistinnen und Aktivisten von Fridays for Future werden auch im Hammer Klimacamp übernachten und dort am Programm teilnehmen. Organisiert ist dieses jedoch von ehrenamtlichen Personen, die zu keiner politischen Gruppe oder Organisation gehören. Fridays for Future ruft für den 30. Mai gemeinsam mit Greenpeace, Campact und dem BUND zu einer Demonstration am Gersteinwerk auf.
Wie viele Gaskraftwerke braucht Deutschland?
Jedes Gaskraftwerk ist ein Schritt in die falsche Richtung. Katherina Reiche fährt hier derzeit die Philosophie von „Je mehr Gaskraftwerke, desto besser zerstören wir unseren Planeten“ – und das kann wahrhaftig nicht die Lösung für ein zukunftsgewandtes Deutschland sein. Stattdessen brauchen wir den massiven Ausbau von Wind- und Sonnenenergie sowie große Batterien und Speicher für die Zeiten, in denen das Wetter nicht mitspielt.
Was hat für Sie Priorität? Klimaschutz oder Versorgungssicherheit?
Klimaschutz und Versorgungssicherheit müssen Hand in Hand gehen. Langfristig gewinnen wir in Deutschland nur, wenn wir jetzt die erneuerbaren Energien ausbauen und aufhören, uns von fossilen Energieträgern wie Gas abhängig zu machen. Damit nehmen wir unsere Versorgungssicherheit wieder in die eigene Hand und sind frei von der Willkür anderer Länder.
Grüne und Gaskraftwerke – passt das zusammen?
Die Frage ist nicht, ob Grüne und Gaskraftwerke zusammen passen, sondern ob der Erhalt unserer Lebensgrundlage mit dem Ausbau von Gaskraftwerken einhergehen kann. Die Antwort ist ein klares Nein. Die schwarz-rote Bundesregierung muss auf Zukunft statt Gas setzen – und dafür werden wir nächste Woche mit der Klimabewegung ein gemeinsames Zeichen nach Berlin senden.