Klimaprotest in Hamm

Demo gegen Gaskraftwerke: Der Fahrplan für den Samstag

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Das Ziel vor Augen: die Türme des Gesteinwerks über dem Klima-Camp im Lippepark.

Mehrere Tausend Teilnehmer werden am Samstag, 30. Mai, in Hamm erwartet. Die Polizei befürchtet, dass Störer aufs Kraftwerksgelände stürmen könnten.

Die Klimaproteste in Hamm sollen am Samstag, 30. Mai, mit einer Demonstration am Gersteinwerk und auf der Zeche Radbod ihren Höhepunkt erreichen. Es werden mehrere Tausend Teilnehmer erwartet. Polizeieinheiten aus ganz Nordrhein-Westfalen sichern die Versammlung. In den westlichen und nördlichen Stadtteilen ist mit starken Verkehrsbehinderungen zu rechnen.

Wer demonstriert?
Nachdem am Freitag die Bewegung „Ende Gelände“ mit Störaktionen im gesamten Ruhrgebiet auf sich aufmerksam machte, soll am Samstag friedlich gegen den Bau neuer Gaskraftwerke demonstriert worden. Zur Demo haben der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), Fridays for Future, Greenpeace und die Kampagnen-Organisation Campact aufgerufen.
Unterstützt wird der Aufruf von rund 30 weiteren Organisationen, darunter die Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft, die Bürgergemeinschaft gegen die Zerstörung der Weetfelder Landschaft und die Evangelische Kirche von Westfalen.
Wann und wo geht es los?
Um 12 Uhr in Bockum-Hövel, und zwar an der Kreuzung von „Am Lausbach“, Janssen- und Wittekindstraße. Die Organisatoren wollten eigentlich vor das Gersteinwerk. Die Polizei befürchtet jedoch, dass sich dort Störer unter die Demonstranten mischen und aufs Kraftwerksgelände stürmen könnten. Deshalb wurde die Auftaktkundgebung zum Lausbach verlegt.
Wie kommt man zur Demo?
Die Veranstalter wollen für kostenlose Shuttle-Busse vom Hauptbahnhof aus sorgen. Vom Lippepark aus geht es für die Aktivisten unter Polizeibegleitung zu Fuß.
Wo werden Straßen
gesperrt?
Im gesamten Umfeld der Demonstration. Details konnte die Polizei am Freitag noch nicht mitteilen, weil die Entscheidung des OVG über den Auftaktort ausstand. Mit umfangreichen Sperrungen und Verkehrsproblemen in Herringen und Bockum-Hövel ist aber auf jeden Fall zu rechnen.
Ist der Wertstoffhof
geöffnet?
Nein, die Anlieferung am Lausbach ist für Privatleute am Samstag nicht möglich. Die Annahmestelle an den Zentralhallen ist jedoch regulär von 8.30 bis 16 Uhr geöffnet. Durch den zusätzlichen Andrang dürfte es hier voll werden. Und: Hier werden nicht alle Stoffe angenommen, die man am Lausbach abgeben kann.
Welchen Weg nimmt der Demonstrationszug?
Es geht ab 13 Uhr über die Wittekind- und die Strackstraße zur Zeche Radbod, und zwar auf die Radrennbahn. Dort wollen die Teilnehmer sich gegen 14 Uhr zu einem überdimensionalen Windrad formieren. Die Veranstalter hoffen auf ein eindrucksvolles Foto mit symbolträchtigem Hintergrund: in die eine Richtung mit Gersteinwerk, in die andere mit den Radbod-Fördertürmen. In Tübingen machten bei einer solchen Aktion kürzlich 1 200 Menschen mit, in Hamm hofft man auf mehr.
Wo ist der Abschluss?
Ab 15 Uhr auch auf Radbod. Geplant sind Redebeiträge unter anderem von Carla Reemtsma (Fridays for Future) und Jürgen Blümer als Vertreter der regionalen Klimabewegung. Die Kundgebung soll gegen 16 Uhr enden; dann geht es mit Shuttle-Bussen oder zu Fuß wieder zurück.
Und wie geht es mit dem Klima-Camp weiter?
Das ist dann praktisch vorbei. Die meisten Teilnehmer werden am Samstag vermutlich nach der Demonstration abreisen. Im Lippepark stehen abends noch zwei Diskussionsrunden und ein Konzert auf dem Programm. Am Sonntag beginnt um 10 Uhr der Abbau der Zeltstadt. Bis zum Dienstag soll der Park sauber an die Stadt zurückgegeben werden.

Aktuelles zu den Klimaprotesten gibt es im Live-Ticker auf WA.de. Dort berichten wir am Samstag auch im Live-Stream.

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