Hamm stark betroffen

Hagel, Starkregen und Gewitter sorgen für Chaos in NRW – Prognose für Samstag

Die sonnigen und trockenen Tage in NRW sind ab dem Wochenende vorbei. Unwetter und Gewitter ziehen auf. Welche Regionen es härter treffen könnte.

Update vom 30. Mai, 7.30 Uhr: Von der Eifel bis zum Siebengebirge kann es am Samstagmorgen laut Deutschem Wetterdienst (DWD) noch einzelne Gewitter mit Starkregen geben. Bis 8.30 Uhr gilt im Süden von NRW weiter eine Gewitterwarnung. Im Rest des Landes ist es am Samstagmorgen ruhig. Doch laut den Wetter-Experten kündigt sich ab dem Nachmittag wieder schlechteres Wetter an: „Im Südwesten erneut zunehmende Gewittergefahr mit Starkregen um 20 l/qm in einer Stunde, kleinkörnigem Hagel und starken bis stürmischen Böen zwischen 65 und 80 km/h (Bft 8-9). Lokal Unwetter durch heftigen Starkregen um 30 l/qm nicht völlig ausgeschlossen“, so der DWD in seine Prognose.

Die Meteorologen erklären, dass eine Luftmassengrenze quer über NRW liege. „Sie trennt warme und feuchte Luft im Süden von etwas kühlerer Luft im Norden.“ Bedeutet: Der Norden von NRW, über den am Freitagabend heftige Unwetter zogen, wird wohl am Samstag verschont bleiben, während es im Süden einmal mehr durch die feuchte Luft knallen kann. Die Höchstwerte werden laut DWD zwischen 24 und 29 Grad liegen.

Ein Auto blieb in Rheine in einer überfluteten Unterführung stecken.

Die Bilanz zu Freitagabend: Bäume stürzten um, Keller liefen voll, Straßen wurden überflutet, Fernzüge mussten in Bahnhöfen warten und Ruderer wurden aus einem Fluss gerettet. Oft lagen Bäume auf Bahngleisen. In Münster musste die Feuerwehr einen entwurzelten Baum aus einer Bahnoberleitung holen. In der Stadt hatte die Feuerwehr binnen zwei Stunden mehr als 120 Einsätze.

Im Kreis Soest waren am Abend nach Angaben der Feuerwehr rund 350 Einsatzkräfte unterwegs. In Geseke brannte eine Scheune nach einem Blitzeinschlag.

Hagel, Starkregen und Gewitter sorgen für Chaos in NRW

Update vom 29. Mai, 22.20 Uhr: Nachdem es vorwiegend im nördlichen Teil NRWs vielerorts schwere Unwetter gab, hat sich die Lage weitestgehend beruhigt. Die Warnkarte des DWD zeigt nunmehr nur noch im Osten des Bundeslands eine Warnlage an. Diese warnt auf der Stufe 2 von 4 vor Gewittern, Starkregen und Hagel.

Update vom 29. Mai, 20.35 Uhr: In Münster hat das Unwetter erste handfeste Auswirkungen. Konzertgänger, die sich auf das Konzert von Bunt gefreut hatten, wurden enttäuscht. Aus Sicherheitsgründen wurde die Show abgesagt. „Wir müssen das Event heute abbrechen“, so heißt es in einer Instagram-Story des Musikers. In einem TikTok ist die Rede davon, dass die Zuschauer „kaum eine Minute“ da waren, da mussten sie schon wieder das Gelände verlassen. Unterschlupf fand man im Parkhaus nahe des Cineplex-Kinos. Doch das angereiste Publikum ließ sich die Laune nicht verderben und trällerte munter unter anderem „Mr. Brightside“ in einem Parkhaus (siehe eingebettetes TikTok-Video).

@kitaraphael Dann halt im Parkhaus #erzieher #party #fürdich #fyp ♬ Originalton - Kita Raphael

Update vom 29. Mai, 19.44 Uhr: Die Unwetterereignisse in Westfalen ziehen die ersten starken Spuren nach sich. Eine Birke etwa kippte auf ein Wohnhaus in der Straße An der Mattenbecke in Hamm. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand. Die Bewohner kamen mit einem Schrecken davon. Auch das Klimacamp, das im Lippepark läuft, droht unterzugehen.

Eine Birke krachte in ein Wohnhaus in Hamm.

Update vom 29. Mai, 19.26 Uhr: Aktuell sind Westfalen und Ostwestfalen stark vom Unwetter betroffen. Der DWD warnt amtlich auf der zweithöchsten Warnstufe: 3 von 4. Das Gebiet, in dem das Unwetter gerade besonders stark wütet, erstreckt sich vom Norden des Ruhrgebiets östlich bis nach Bielefeld.

Während es im Norden NRWs sowie in einem Zipfel im Süden scheppert. Bleibt die Region Rheinland und auch weite Teile des Ruhrgebiets bisher von den angekündigten Unwettern verschont.

Ab Freitagnachmittag ziehen Gewitter und Schauer über NRW hinweg.

Update vom 29. Mai, 18.01 Uhr: Und da sind die angekündigten Unwetter. Aktuell ist das Münsterland nördlich von Münster betroffen. Der DWD warnt auf der zweithöchsten Warnstufe vor Starkregen, Hagel und Gewittern. Es ist aktuell davon auszugehen, dass ganz NRW mehr oder weniger von der Wetterlage betroffen sein wird. Südlich von Münster, vom Niederrhein bis zum Ruhrgebiet, gilt die Warnstufe 2 von 4.

Update vom 29. Mai, 8.30 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am Freitagmorgen eine Vorabinformation zum Unwetter und schweren Gewittern in NRW herausgegeben. Diese gilt von Freitag, 15 Uhr, bis Samstag, 0 Uhr. Die meisten Teile NRWs sind davon betroffen. Lediglich ein paar südliche Kreise und Städte wie Bonn und Aachen erhalten vom DWD keine Vorabwarnung.

„Ab dem Nachmittag ziehen von Nordwesten vermehrt kräftige Gewitter auf, die sich am Abend voraussichtlich zu einer Linie organsieren. Dabei treten Sturmböen bis 85 km/h (Bft 9) Starkregen bis 25 l/qm und Hagel auf. Regional besteht erhöhte Unwettergefahr durch schwere Sturmböen oder orkanartige Böen zwischen 90 und 110 km/h (Bft 10-11), heftigem Starkregen um 30 l/qm und lokalem Hagel mit 2 bis 4 cm Korndurchmesser“, heißt es in der Warnung.

Die Vorabinformation soll die rechtzeitige Vorbereitung von Schutzmaßnahmen ermöglichen, erklärt der DWD. „Gewitter mit den genannten Begleiterscheinungen treten typischerweise sehr lokal auf und treffen mit voller Intensität meist nur wenige Orte. Genauere Angaben zu Ort, Gebiet und Zeitpunkt des Ereignisses können erst mit der Ausgabe der amtlichen Warnungen erfolgen“, schreiben die Experten.

Unwetter und Gewitter ziehen nach NRW – diese Regionen sind besonders betroffen

[Erstmeldung vom 28. Mai] Viele Menschen dürfte es freuen: Der Sommer ist endlich da, die Sonne zeigt sich wieder und die Temperaturen steigen bis zur 30-Grad-Marke. Trockene und heiße Tage locken die Menschen nach draußen, um im Freibad zu schwimmen, ein Eis zu essen oder eine ausgiebige Radtour zu machen. Doch fürs letzte Mai-Wochenende sieht die Prognose der Wetter-Experten nicht mehr so rosig aus. Ein Tief strömt zum Ende der Woche über die Nordsee und erreicht Nordrhein-Westfalen am Freitag, 29. Mai. Die Folge: Unwetter.

Die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) rechnen am Freitag zum Nachmittag und Abend mit teils kräftigen Gewittern mit Starkregen sowie kleinkörnigem Hagel und starken bis stürmischen Böen. Lokal sei auch ein Unwetterpotential durch heftigen Starkregen um 25 l/qm, größeren Hagel und Sturmböen bis 85 km/h (Bft 9) nicht völlig ausgeschlossen.

Gewitter und Unwetter in NRW: Welche Regionen sind betroffen?

Niklas Weise, Meteorologe von WetterOnline, gibt im Gespräch mit wa.de eine erste Prognose zum anstehenden Unwetter – und wo es möglicherweise heftiger knallen könnte. „Am Freitag ziehen von den Niederlanden her Gewitter rein. „Als Erstes sind möglicherweise das Münsterland und die Region Niederrhein betroffen“, erklärt Weise. Grundsätzlich sei es immer etwas schwierig, vorherzusagen, wo Gewitter am kräftigsten herunterkommen. Aktuell sehe es aber danach aus, dass die Nordhälfte NRWs am Freitag etwas stärker betroffen sei – und die Region um die Eifel etwas weniger.

In Deutschland selten, aber möglich: Die faszinierendsten Wetterphänomene

Eine Superzelle am Himmel.
Katastrophale Unwetter sind in den Nachmittagsstunden über das Erzgebirge hinweg gezogen
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Unwetter-Alarm in Deutschland: Sturmtief Jitka ist im Anmarsch. Der DWD warnt vor einer „ausgewachsenen Sturmlage“ am Mittwoch (24. Januar).
In Deutschland selten, aber möglich: Die faszinierendsten Wetterphänomene

Das Gewitter soll dann durch NRW durchziehen und auch in der Nacht zu Samstag kann es weiter gewittern. Grundsätzlich bleibe des Unwetter- und Gewitterrisiko am Wochenende weiter bestehen. Laut Weise könnte am Samstag und Sonntag dann die Südhälfte NRWs etwas mehr von Gewittern betroffen sein. Am Freitag bleibt es laut aktuellem Stand weiterhin heiß – bei Temperaturen bis 31 Grad. Samstag seien Temperaturen bis 28 Grad drin. „Die erste kleine Abkühlung kommt am Sonntag, da sind es dann nur noch 23 bis 25 Grad“, erklärt Weise. „Insgesamt ein turbulenteres Wochenende.“

„Turbulenteres Wochenende“: Es wird stürmisch in NRW

Und einen wichtigen Ratschlag hat der Experte noch. Denn aufgrund der vielen trockenen und sonnigen Tage könnten Garten- und Balkonbesitzer diverse Gegenstände draußen stehen haben. „Das sollte man mal checken, denn es kann am Wochenende auch Sturmböen geben“, erzählt Weise. Die Gewitter und der Wind könnten teils kräftig sein – und sollten nicht unterschätzt werden, so der Experte.

Rubriklistenbild: © Bernd März/extremwetter.tv/dpa

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