Rollhockey

Klimacamp im Lippepark: Fans von Germania Herringen müssen für zweites Finale umplanen

Das Klimacamp im Lippepark hat Auswirkungen auf das am Samstag anstehende zweite Finale von SK Germania Herringen um die Rollhockey-Meisterschaft.

Wenn der SK Germania Herringen am Samstag, 30. Mai, (16 Uhr) in der Glückauf-Sporthalle gegen den RSC Cronenberg das zweite Finalspiel in der „Best of three“-Serie um die Deutsche Rollhockey-Meisterschaft bestreitet, ist das aufgrund der sportlichen Wertigkeit der Partie per se schon eine Ausnahmesituation. Im konkreten Fall aber sorgt die für Samstag von 12 bis 16 Uhr angekündigte Klima-Demonstration in Hamm (mehr zum Klimacamp und zur Groß-Demo in Hamm hier im Liveticker auf wa.de) für weitere besondere Umstände, die Auswirkungen auf die Sportveranstaltung haben.

Die Polizei zeigte am Rande des Lippeparks bereits am Mittwoch Präsenz, als die Teilnehmer allmählich ins dort eingerichtete Klimacamp einzogen.

Zwar soll der eigentliche Demonstrationszug von einem Standort nahe des Gersteinwerks in Richtung Bockum-Hövel führen. Doch im Lippepark, quasi parallel zur Glückauf-Halle, beziehen seit Mittwoch in einem Klimacamp Aktivisten aus ganz Europa Quartier. Die Polizei zeigte dort bereits deutlich Präsenz. Eine Sprecherin der zuständigen Dortmunder Polizei erklärte am Mittwochmittag auf Anfrage, dass das Camp bis zum 2. Juni – also kommenden Dienstag – geplant sei und mit einer Teilnehmerzahl im vierstelligen Bereich gerechnet werde.

SKG will Schachtstraße für Anreise nicht öffnen

Es wird also voll rund um die Halle, in der der SK Germania am Samstag – und im Falle eines Sieges auch am Sonntag, 31. Mai, (16 Uhr) an gleicher Stelle im entscheidenden dritten Spiel – um seinen achten Meistertitel in Folge kämpft. Selbstverständlich müssen die Herringer Verantwortlichen um den Germania-Vorsitzenden Michael Brandt die Auswirkungen des Klimacamps in ihren Überlegungen mit berücksichtigen.

Denn im Normalfall würde wohl der Großteil der SKG-Zuschauer über die Schachtstraße, die genau zwischen dem Hallengelände und dem Lippepark verläuft, anreisen. Das möchten die Herringer am Samstag und bei Bedarf auch am Sonntag jedoch vermeiden. Die Pläne des Clubs sehen Brandts Erläuterungen zufolge in Absprache mit der Stadt darum vor, die Schachtstraße für die An- und Abreise der Zuschauer gar nicht erst zu öffnen.

Der Vorlauf müsste ruhig ablaufen, weil die Demo parallel zu unserem Spiel läuft.

Michael Brandt, Vorsitzender des SK Germania

Stattdessen soll das Rollhockey-Publikum von der Dortmunder Straße aus auf den Schulhof der Jahnschule geleitet werden. Dort soll laut Brandt auch Personal zur Verfügung stehen, um die Fans auf entsprechenden Parkplätzen einzuweisen. Zudem sind Beschilderungen vorgesehen, die auch den Weg Richtung Halle weisen sollen. „Der Vorlauf müsste ruhig ablaufen, weil die Demo parallel zu unserem Spiel läuft“, erklärte der Germania-Vorsitzende.

Polizei plant keine Sperrung der Schachtstraße

Eine Sperrung der Schachtstraße seitens der Polizei ist zunächst nicht angedacht, erklärte die Sprecherin. Je nach Lage kann diese aber kurzfristig dennoch erfolgen. Die Straße für die Zuwegung zum Rollhockey-Spiel gar nicht erst freizugeben, bezeichnet Brandt indes als die „sicherere Variante“. Generell handele es sich um eine „nicht einzuschätzende Lage“, fügte der Club-Chef mit Blick auf mögliche weitere Unwägbarkeiten hinzu, die sich durch das Klimacamp im Lippepark ergeben könnten.

Die Polizeisprecherin merkte an, es könne durchaus zu „kurzfristigen Störungen“ kommen. Grundsätzlich habe ihre Behörde das Sportevent „auf dem Schirm“, es sei „in die Vorbereitungen einbezogen“ worden. Eine Verlegung der Rollhockey-Partie aus Rücksicht auf die Besonderheiten des Klimacamps war aber offenbar kein Thema. „Wir werden dafür sorgen, dass das alles so stattfinden kann“, betonte die Sprecherin.

Sollte es am Sonntag zum entscheidenden dritten Spiel um die Meisterschaft kommen – die erste Begegnung hatte der SK Germania in Wuppertal am 16. Mai mit 1:2 verloren –, „werden wir von der Sicherheitslage genauso verfahren wie am Samstag“, ergänzte Brandt. In diesem Fall hätten die Herringer die Ausnahmesituation ja bereits einmal durchgespielt – im besten Fall ohne Zwischenfälle.

Rubriklistenbild: © Andreas Rother

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare