Klimacamp in Hamm

Viel Polizei beim Klimacamp: Lippepark wird zum sichersten Ort in Hamm

Klimacamp Polizei Bilder vom Tag 26.05.2026 Im Lippepark
+
Mehrere Mannschaftswagen waren am Tag vor Beginn des Klimacamps am und im Lippepark im Einsatz.

Einen Tag vor Beginn des Klimacamps im Lippepark ist die Polizei mit etwa zwölf Fahrzeugen im Einsatz. Rund 80 Helfer bauen Zelte und Waschgelegenheiten auf.

Der Lippepark ist in diesen Tagen der am besten bewachte Ort in Hamm: Einen Tag vor Beginn des Klimacamps an diesem Mittwoch war dort viel Polizei unterwegs: Rund ein Dutzend Mannschaftswagen, verteilt im Park selbst und auf Zufahrtsstraßen wie der Heinrich-Schmidt-Straße, waren dort am Dienstagmittag unterwegs. Eine Aufgabe der Beamten war es, besorgte Parkbesucher und Bürger über das Event aufzuklären. Zu Straßensperrungen kam es noch nicht.

Im Camp selbst herrschte ebenfalls rege Betriebsamkeit. Rund 80 Helfer bauten kleine und große Zelte und die – sehr spartanischen – Waschgelegenheiten auf. Zuvor waren Dutzende Dixiklos sowie große Müllcontainer angeliefert worden. Man werde aber auch noch eigene Müllsammelstellen einrichten, widersprachen Benny und Esra vom Aufbauteam der Befürchtung vieler Herringer, dass der Lippepark am Ende des Camps einer Müllhalde gleichen werde. Mehrere Helfer seien im Umfeld des Parks unterwegs gewesen, um die Anwohner und Einrichtungen wie die Moschee über das Camp zu informieren und sie zu den Veranstaltungen einzuladen. Die Flyer seien in deutscher und türkischer Sprache verteilt worden.

Klimacamp: Bis zu 500 Teilnehmer aus dem Ausland

Auf dem Klimacamp kommen Menschen aus ganz Deutschland und internationale Gäste zusammen, um über Energie, soziale Gerechtigkeit, die Klimakrise und die Zukunft der Region zu diskutieren – und gemeinsam gegen den geplanten Ausbau fossiler Gasinfrastruktur aktiv zu werden. Allein aus dem Ausland werden bis zu 500 Teilnehmer erwartet. Das Programm wird von ehrenamtlichen Aktivisten sowie lokalen Initiativen gestaltet.

Aufbau Klimacamp in Hamm

 Aufbau Klimacamp in Hamm
 Aufbau Klimacamp in Hamm
 Aufbau Klimacamp in Hamm
 Aufbau Klimacamp in Hamm
Aufbau Klimacamp in Hamm

Am Dienstagabend trafen die Teilnehmer von zwei Fahrradkorsos im Lippepark ein. Sie waren zuvor in Hamburg und in Rotterdam gestartet. Auch unterwegs wurde protestiert – unter anderem in Osnabrück und vor dem dortigen VW-Werk. Beide handelten gegen die Zukunftsperspektiven, heißt es in einer Mitteilung der veranstaltenden Initiative „Ohne Kerosin nach Berlin“. Mit Sprechchören, Gesang und Performance habe man „auf die Planungen der fossilen Infrastrukturen und auf Missstände in der Energiepolitik aufmerksam gemacht“.

Klimacamp: Hiesige Bündnisse als Unterstützer

Eine der unterstützenden Gruppen ist das „Klimabündnis Kreis Warendorf“ um Jürgen Blümer, das sich am Dienstag vor Ort traf, um Plakate für das Camp und die Groß-Demo zum 30. Mai anzufertigen. Auch die „Rote Hand“, seinerzeit von den Fracking-Gegnern entworfen, werde wieder zum Einsatz kommen, sagte Blümer.

Im Umfeld des Camps plant die linke Initiative Ende Gelände mehrere Aktionen.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare