Rollhockey-DM gegen Cronenberg

„Die eine oder andere Fehlentscheidung“: SKG Herringen sieht sich im ersten Final-Spiel klar benachteiligt

[Foto: Reiner Mroß]  HammSK Germania Herringen - RSC Cronenberg 6:1SKG zum 7. Mal Deutscher MeisterLiam Hages
+
Liam Hages sah kurz vor dem Abpfiff die Rote Karte und ist im zweiten Playoff-Finale gesperrt.

Der Titelverteidiger hadert mit mehreren Schiedsrichterentscheidungen beim ersten Finalspiel. Zudem fehlt nun Leistungsträger Liam Hages gesperrt.

Ein nicht gegebenes Tor für den SK Germania Herringen, ein nach Meinung von Torwart Timo Tegethoff irregulärer Gegentreffer und eine Rote Karte für Liam Hages, der damit für das zweite Playoff-Spiel um die deutsche Rollhockey-Meisterschaft gesperrt ist – es lief am Samstag alles andere als optimal für den Titelverteidiger bei der 1:2 (1:1)-Niederlage beim RSC Cronenberg. „Das ist super ärgerlich. Wir hatten definitiv die Chance, in dieser Finalserie mit 1:0 in Führung zu gehen“, meinte Tegethoff. „Es gab viele Situationen, in denen wir zu viel Pech hatten, so dass ich der Meinung bin, dass nicht die stärkere, sondern die glücklichere Mannschaft gewonnen hat. Es gab leider die eine oder andere Fehlentscheidung.“

Der Treffer von Liam Hages zählt nicht

Vor 310 Zuschauern war der SKG nach einem Schuss von Liam Hages eigentlich in Führung gegangen, als der Ball von der Innenlatte wieder aus dem Tor heraussprang, die Unparteiischen dem Treffer aber die Anerkennung verwehrten. „Das haben die Schiedsrichter einfach nicht gesehen“, kritisierte Tegethoff. „Selbst ein Trainer von Cronenberg kam hinterher zu uns und hat gesagt, dass der drin war.“

Als Lucas Karschau dann in der 22. Minute – auch nach Meinung der Unparteiischen Thomas Ulrich und Michael Brosien – regulär traf, war es das 1:0, aber eben nicht das 2:0. Umso bitterer, dass Cronenberg nur eine Minute später durch Thomas Köhler der Ausgleich gelang (23.). „Das war ein Absprachefehler zwischen mir und Lucas. Das nehme ich auf meine Kappe“, sagte der SKG-Keeper zum 1:1 kurz vor dem Halbzeitpfiff. Doch damit nicht genug. Auch der 2:1-Siegtreffer für den RSC war heiß diskutiert, denn nach Meinung der Herringer beförderte Köhler den Ball mit dem Fuß ins Herringer Tor. „Das war kein reguläres Tor“, echauffierte sich Tegethoff, gab aber zu: „Jammern hilft ja nichts. Wir haben auch schon oft das Glück gehabt, wo es dann vielleicht für uns kein reguläres Tor war.“

Liam Hages sieht die Rote Karte

Zu allem Überfluss sah dann noch Liam Hages 40 Sekunden vor der Schlusssirene nach einem Foul an der Bande die Rote Karte und wird am 30. Mai im zweiten Finalspiel nur zuschauen können. Der Herringer hatte 2:40 Minuten vor dem Ende die Blaue Karte gesehen, so dass er nach Ablauf der zweiminütigen Zeitstrafe wieder mitwirken durfte. „Die Damen und Herren an der Zeitnahme haben uns aber klar zu verstehen gegeben, dass er 42 Sekunden vor Schluss wieder aufs Feld darf. Er ist dann wieder drauf – und die Schiedsrichter haben abgepfiffen und ihm Rot gezeigt, weil er angeblich zwei Sekunden zu früh wieder auf dem Feld war“, sagte Tegethoff. „Das ist für mich absolut nicht vertretbar, wenn die Zeitnahme uns das so sagt. Es gibt nämlich kein Schiedsrichterkommando, dass der Spieler wieder drauf darf, sondern das passiert von der Zeitnahme aus.“

Der SKG Herringen gibt noch nicht auf

Aber noch ist im Kampf um den achten Titel in Folge trotz allen Ärgers für die Herringer nichts verloren. „Liam ist natürlich einer unserer Dreh- und Angelpunkte im Spiel. Er wird uns sehr fehlen“, sagt Tegethoff. „Aber wir werden versuchen, all diese Emotionen in die richtigen Bahnen zu lenken.“

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare