Stimmung in den USA
Mit Blick auf die Midterms: Trumps Umfragewerte rauschen weiter in den Keller
Trumps Zustimmungswerte erreichen einen neuen Tiefstand. Neben der Ablehnung seiner Migrationspolitik gibt es noch mehr Faktoren der Frustration.
Washington, D.C. – Eine neue Umfrage von The Economist und YouGov zeigt einen besorgniserregenden Trend für die Trump-Administration: Die Zustimmungswerte für den US-Präsidenten Donald Trump in seiner zweiten Amtszeit sind auf ein historisches Tief gesunken. Die am Dienstag veröffentlichten Ergebnisse könnten weitreichende Folgen für die politische Handlungsfähigkeit der Regierung haben und bereits jetzt die Weichen für die Zwischenwahlen (Midterms) 2026 stellen.
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Laut der Erhebung, die zwischen dem 12. und 15. September unter 1.567 erwachsenen US-Bürgern durchgeführt wurde, befürworten nur noch 39 Prozent der Amerikaner Donald Trumps Amtsführung. Die Ablehnungsrate erreichte mit 57 Prozent einen neuen Höchstwert. Die Fehlerquote der Umfrage liegt bei 3,6 Prozent.
Donald Trump verliert an Rückhalt: Umfrage zeigt historischen Tiefstand
Allen Houston, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit bei YouGov, bestätigte gegenüber Newsweek die historische Dimension dieser Zahlen: „Die 39 Prozent der Amerikaner, die Trump gutheißen, sind der niedrigste Wert, der in einer wöchentlichen Economist/YouGov-Umfrage in Trumps zweiter Amtszeit erreicht wurde.“ Houston fügte hinzu: „Die 57 Prozent, die dies ablehnen, sind die höchsten Werte in Trumps zweiter Amtszeit.“
Besonders beunruhigend für das Weiße Haus dürfte sein, dass der Rückgang der Zustimmung vor allem auf schwindende Unterstützung bei unabhängigen Wählern und in der hispanischen Bevölkerung zurückzuführen ist. Die Umfrage zeigt laut Newsweek, dass Trumps Zustimmungswerte auch bei zentralen Themen wie Arbeitsplätzen und Wirtschaft, Inflation und Preisen, Einwanderung, Bürgerrechten, Kriminalität und Waffen unter dem Boden liegen.
USA in der Polarisierung: Trumps Kernthemen verlieren an Zugkraft
Politische Experten sehen in diesen Zahlen ein Spiegelbild der zunehmenden gesellschaftlichen Polarisierung. Die Verunsicherung wächst besonders bei Wählern außerhalb der republikanischen Kernbasis des Präsidenten. Noch in der Vorwoche lag Trumps Zustimmungsrate bei 41 Prozent, während ihn 54 Prozent ablehnten.
Für politische Strategen sind solche Umfragewerte wichtige Indikatoren, um die Bereitschaft der Öffentlichkeit für politische Veränderungen einzuschätzen. Sie beeinflussen maßgeblich die Mittelbeschaffung, Kandidatenrekrutierung und kommunikative Ausrichtung im Vorfeld von Wahlen.
Umfrage-Trend in den USA: Mögliche Auswirkungen auf Trumps Präsidentschaft
Bemerkenswert ist, dass es sich hierbei um die erste Erhebung des Meinungsforschungsinstituts zur öffentlichen Zustimmung für Trump seit der Ermordung des konservativen Aktivisten Charlie Kirk handelt. Ob und inwieweit dieses Ereignis die Umfragewerte beeinflusst hat, bleibt offen.
Die sinkenden Zustimmungswerte könnten Donald Trumps politischen Spielraum in den kommenden Monaten erheblich einschränken und die Strategie seiner Partei für die Midterms 2026 maßgeblich beeinflussen. Politische Beobachter werden die Entwicklung der Umfragewerte in den USA genau verfolgen, um frühe Anzeichen für mögliche Kursänderungen der Regierung zu erkennen. (Quellen: Newsweek, The Economist, YouGov) (lm)
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