Krieg schadet US-Wirtschaft
Iran-Quittung für Trump: Krieg feuert Inflation an – Bevölkerung reagiert enttäuscht
Donald Trumps Angriff auf den Iran hat Auswirkungen auf die gesamte Weltwirtschaft. Auch im Inland scheint der Krieg Schaden anzurichten: So ist etwa die Inflation im Land sprunghaft angestiegen.
Im Iran-Krieg ist die Inflation in den USA sprunghaft gestiegen. Die Verbraucherpreise legten im März um 3,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu, wie das Arbeitsministerium am Freitag (10. April) in Washington mitteilte. Das waren 0,9 Prozentpunkte mehr als im Februar. Hauptgrund sind die durch den Krieg massiv erhöhten Öl- und Gaspreise.
Treibstoff verteuerte sich demnach zwischen Februar und März für die US-Verbraucher um 21,2 Prozent, die Energiepreise stiegen um 10,9 Prozent. Lebensmittel verteuerten sich dagegen nur leicht um 0,2 Prozent. Die zugrunde liegende Kerninflation ohne die schwankenden Preise für Lebensmittel und Energie lag im März bei 2,6 Prozent.
Trump unter Druck: Zustimmung zu Politik des Präsidenten schwindet
Die Lebenshaltungskosten stehen in den USA seit Monaten im Mittelpunkt der politischen Debatte. Hintergrund sind Umfragen, aus denen eine stark gesunkene Zustimmung zur Wirtschaftspolitik von Präsident Donald Trump hervorgeht. Der Iran-Krieg hat die Kritik auch im Lager des Präsidenten verschärft.
Vor Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar hatte der Präsident einen Wirtschaftsboom und „rapide“ fallende Preise für Benzin und Lebensmittel in Aussicht gestellt. Im November finden in den USA die Zwischenwahlen zum Kongress statt, die als bisher wichtigster Stimmungstest für Trump gelten. Zudem könnte ein demokratisch dominierter Kongress den Präsidenten politisch stärker eindämmen als bisher. Auch deshalb versucht Trump bereits jetzt, durch ein neues Wahlgesetz seine Macht zu festigen. (afp, lf)
Rubriklistenbild: © Mark Schiefelbein / dpa
