Entscheidungen für 2030

Entsetzen in der Kombination, Freude im Biathlon – Olympia ändert Programm

Der zweifache Olympiasieger Vinzenz Geiger wird 2030 nicht an den Start gehen können.
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Der zweifache Olympiasieger Vinzenz Geiger wird 2030 nicht an den Start gehen können.

Im Biathlon wird es bei Olympia 2030 eine zusätzliche Disziplin geben. Eine traditionelle Sportart wurde hingegen gestrichen. Das Internationale Olympische Komitee gab am Dienstag richtungsweisende Entscheidungen bekannt.

Biathlon ist eine der wichtigsten Sportarten bei Olympischen Winterspielen. Bei den Wettbewerben in Mailand und Cortina d‘Ampezzo, die in Antholz ausgetragen wurden, gab es elf Medaillenentscheidungen. Bei den kommenden Spielen wird eine weitere Disziplin in den olympischen Kalender aufgenommen. Eine traditionelle Sportart wird hingegen fehlen. Die Nordische Kombination wurde aus dem Programm gestrichen.

Wie die Internationale Biathlon Union (IBU) am Dienstag mitteilte, wird künftig auch die Single-Mixed-Staffel Teil des olympischen Programms im Biathlon sein. Das relativ junge Format ergänzt die etablierten Disziplinen Sprint, Staffel, Verfolgung, Massenstart, Einzel und Mixed-Staffel.

Biathlon: Verband begrüßt Entscheidung – „Eine Anerkennung für das packende Format“

„Die Exekutive des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) gab heute bekannt, dass die Single-Mixed-Staffel bei den Spielen ‚Alpes 2030‘ in Frankreich erstmals ins olympische Programm aufgenommen wird – eine Anerkennung für das packende Format und die große Beliebtheit dieses Wettbewerbs“, schrieb der Biathlon-Weltverband.

Olympia 2030: Nach über 100 Jahren – Nordische Kombination fliegt aus dem Programm

Entsetzen herrscht hingegen bei den nordischen Kombinierern. Nach über 100 Jahren wurde der traditionelle Wintersport, bestehend aus Skispringen und Langlaufen, aus dem Programm für die Winterspiele 2030 in den französischen Alpen gestrichen.

Wie die Deutsche Presseagentur ‚dpa‘ schreibt, sei die Nordische Kombination laut Studien beim Publikum die unbeliebteste Sportart der vergangenen vier Winterspiele gewesen, begründete das IOC seine Entscheidung. Darüber hinaus konzentriere sich die Sportart zu sehr auf nur wenige Länder. Nur fünf unterschiedliche Nationen hatten bei den vergangenen vier Winterspielen Medaillen gewonnen.

Für die Kombination ist es ein schwerer Schlag. Jahrelang hatte die Sportart für einen Verbleib bei Olympia gekämpft. Hätte sich das IOC für einen Erhalt der Sportart im Programm entschieden, wären 2030 wohl auch erstmals die Frauen dabei gewesen. Die Kombination war seit der erstmaligen Austragung im Jahr 1924 fester Bestandteil der Winterspiele. Frauen waren in diesen 102 Jahren nie dabei. Es war bis zu diesem Jahr die letzte Sportart der Winterspiele, in der Frauen kein Startrecht haben. (Quelle: chiemgau24.de, truf mit Material von dpa)

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