Operation „Südlicher Speer“
Karibik-Krise: Trump-Minister kündigt Militäroperation an – „Amerikas Nachbarschaft schützen“
Der Konflikt in der Karibik spitzt sich zu. Die US-Regierung will mit „Southern Spear“ eine neue Mission zur intensiven Bekämpfung des Drogenschmuggels beginnen.
Washington – Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump hat eine neue Militäroperation in lateinamerikanischen Gewässern gestartet. Pentagon-Chef Pete Hegseth verkündete auf der Plattform X den Beginn der Mission „Southern Spear“ (südlicher Speer), die nach seinen Worten „das Heimatland verteidige und die USA vor Drogen schütze“. Die Ankündigung folgt auf eine Reihe von Angriffen auf mutmaßliche Drogenschmuggler-Boote in der Karibik und im Pazifik, bei denen bereits Dutzende Menschen ums Leben kamen.
„Präsident Trump hat Taten gefordert – und das Kriegsministerium liefert“, schrieb Hegseth in seinem Beitrag. Die neue Militäroperation wird von einer gemeinsamen Taskforce und dem US-Südkommando geleitet, dessen Zuständigkeitsbereich das Karibische Meer sowie die an Mittel- und Südamerika angrenzenden Gewässer umfasst. Konkrete Angriffsziele oder Einsatzorte nannte der US-Minister bislang nicht.
US-Regierung startet neue Militäroperation in der Karibik – Südamerika sieht sich bedroht
Für Aufsehen sorgte bereits die kürzlich erfolgte Verlegung des weltgrößten Flugzeugträgers „USS Gerald R. Ford“ in die Region. Das imposante Kriegsschiff wurde vom Mittelmeerraum abgezogen und erreichte vor wenigen Tagen das Operationsgebiet des US-Südkommandos. Das militärische Vorgehen der USA stößt international auf erhebliche Kritik, unter anderem weil die US-Regierung keine rechtliche Grundlage für die tödlichen Angriffe auf Boote in internationalen Gewässern nennt. Die Trump-Administration rechtfertigt ihre verstärkte Militärpräsenz mit dem Kampf gegen organisierte Kriminalität und Drogenschmuggel.
Die zunehmenden Spannungen zwischen Washington und Caracas nähren Spekulationen über den wahren Zweck der Militäroperation. Die US-Regierung beschuldigt Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro, in den Drogenschmuggel in die USA verwickelt zu sein. Die autoritäre venezolanische Regierung, Kolumbien und Brasilien interpretieren die Truppenverstärkung in der Karibik hingegen als Drohgebärde. Venezuela hatte daraufhin ebenfalls aufgerüstet.
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Die Situation verschärfte sich weiter, als Trump kürzlich bestätigte, verdeckte Einsätze des US-Auslandsgeheimdienstes CIA in Venezuela autorisiert zu haben. Diese Entwicklung deutet auf eine mögliche Eskalation der amerikanischen Aktivitäten in der Region hin, die offiziell dem Kampf gegen Drogen dienen sollen. (Quellen: dpa, X) (no)
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