„Tödlichste Kampfplattform der Welt“

Nach Befehl der Trump-Regierung: Fotos zeigen US-Flugzeugträger auf dem Weg in die Karibik

Trumps Regierung schickt einen Flugzeugträger in die Karibik: Der Gerald R. Ford soll laut Pentagon die bestehende US-Schlagkraft vor Ort verstärken.

Der amerikanische Flugzeugträger USS Gerald R. Ford wurde gesichtet, als er Kroatien verließ, nachdem das Pentagon den Befehl erteilt hatte, Kurs auf die Karibik zu nehmen – vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen mit Venezuela.

Trumps Regierung schickt einen Flugzeugträger in die Karibik. (Symbolbild)

Verteidigungsminister Pete Hegseth hat den Befehl erteilt, die Carrier Strike Group in den Zuständigkeitsbereich des US Southern Command umzugruppieren, um Operationen zur Zerschlagung grenzüberschreitender krimineller Organisationen und zur Bekämpfung des Narkoterrorismus zu unterstützen, wie das Pentagon mitteilte. Die Ständige Vertretung Venezuelas bei den Vereinten Nationen in New York hat auf eine schriftliche Anfrage um Stellungnahme bisher nicht unmittelbar reagiert.

Trump-Regierung erhöht Druck auf Venezuela – US-Flugzeugträger auf dem Weg in die Karibik

Die Gerald R. Ford wird sich zu weiteren bereits in der Karibik stationierten US-amerikanischen Militärressourcen gesellen, während Washington den Druck auf den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro im Zusammenhang mit Drogenschmuggel weiter erhöht. Das Pentagon hat zudem Angriffe auf mutmaßliche Drogenschiffe durchgeführt.

Die verstärkte militärische Präsenz folgt auf die Feststellung von Präsident Donald Trump, dass die USA in einen bewaffneten Konflikt mit als unrechtmäßige Kombattanten eingestuften Drogenkartellen verwickelt sind – was eine militärische Konfrontation zwischen den USA und Venezuela möglich erscheinen lässt.

Von Trump bis Washington: alle US-Präsidenten in der Übersicht

Donald Trump
Joe Biden
Donald Trump und Melania Trump
Obama
Von Trump bis Washington: alle US-Präsidenten in der Übersicht

Die Verlegung der Gerald R. Ford, die ursprünglich nach Europa entsandt wurde, um die kollektive Abschreckung sowie das Bekenntnis zur Verteidigung der NATO-Verbündeten gegen „feindliche Handlungen“ zu stärken, stellt eine erhebliche Veränderung in der amerikanischen Militärpräsenz an dieser Seite des Atlantiks dar.

Carrier Strike Group der Gerald R. Ford: Hubschraubergeschwader und mindestens fünf Zerstörer

Die Gerald R. Ford, von der US-Marine als das „fähigste, anpassungsfähigste und tödlichste Kampfplattform der Welt“ bezeichnet, verließ am Sonntag Split in Kroatien. Dies geht aus einem Foto hervor, das über die Social-Media-Plattform X veröffentlicht wurde. Der Flugzeugträger war am Mittwoch angekommen.

Es wird erwartet, dass die Gerald R. Ford die Straße von Gibraltar passieren wird, die den Atlantik mit dem Mittelmeer verbindet, bevor sie zu ihrem neuen Einsatzgebiet in die Karibik aufbricht. Laut U.S. Naval Institute News wird die transatlantische Überfahrt mindestens eine Woche dauern.

Zur Carrier Strike Group der Gerald R. Ford gehören neben neun an Bord stationierten Marineflieger- und Hubschraubergeschwadern mindestens fünf Zerstörer. Zwei davon, die USS Forrest Sherman und die USS Mitscher, operieren derzeit im Nahen Osten. Es bleibt unklar, ob die beiden Zerstörer dem neuen Befehl folgen und das Rote Meer bzw. das Arabische Meer verlassen werden, um sich dem Rest der Carrier Strike Group anzuschließen.

Pentagon: Gerald R. Ford soll die bestehende US-Schlagkraft in der Karibik verstärken

Nach Angaben von MT_Anderson, einem Open-Source-Geheimdienstanalysten auf X, verteilten sich die übrigen Zerstörer auf das Mittelmeer, wie Satellitenbilder zeigen. Sie und der Flugzeugträger sollen sich demnach vor dem Transit durch die Straße von Gibraltar zusammenfinden.

Am Sonntag lag die USS Winston S. Churchill demnach am Kai in Souda Bay in Griechenland, die USS Bainbridge befand sich in Civitavecchia, Italien. Die USS Mahan wurde nach ihrem Einlaufen ins Mittelmeer am 13. Oktober in keinem Hafen der Region mehr gesichtet. Derzeit sind laut U.S. Naval Institute News mindestens drei US-amerikanische Zerstörer – die USS Jason Dunham, USS Gravely und USS Stockdale – in der Karibik im Einsatz, dazu kommen ein Kreuzer, ein Littoral Combat Ship, ein U-Boot und drei amphibische Kriegsschiffe.

In einer Pressemitteilung vom Juni zur Stationierung der Gerald R. Ford erklärte die US Second Fleet, die Carrier Strike Group gebe amerikanischen Kommandeuren und zivilen Führungspersonen mehr Schlagkraft, um die Sicherheit der USA zu stärken und Gegner abzuschrecken. Laut Pentagon wird die Gerald R. Ford die bestehende amerikanische Schlagkraft in der Karibik verstärken, um gezielt gegen den Drogenhandel und transnationale kriminelle Organisationen vorzugehen. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsweek.com)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Mcs Alyssa Joy/U.S. Navy

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare