Experte gibt Prognose

Gewitter nehmen wieder Kurs auf NRW – dann kommt der Temperatursturz

Die neue Woche startet in Nordrhein-Westfalen noch recht freundlich, doch dann kippt die Lage. Es droht ein Temperatursturz – auch Gewitter sind möglich.

Update vom 10. Juni, 8 Uhr: Das Wetter in NRW kommt auch am Mittwoch nicht zur Ruhe. Zwar lässt sich gelegentlich die Sonne blicken, der Deutsche Wetterdienst rechnet jedoch im Tagesverlauf gebietsweise mit Schauern und örtlichen Gewittern. Die Höchstwerte liegen zwischen 15 und 19 Grad, im Hochsauerland sind sogar nur maximal 11 Grad drin.

Sommer-Wetter ist in NRW vorerst nicht in Sicht (Symbol).

Update vom 9. Juni, 19.45 Uhr: Die Gewitterzelle, die den Dienstagabend, 9. Juni, besonders im Norden von NRW noch einmal aufgemischt hat, zieht sich zurück. Laut DWD sind zum Dienstagabend sowie „eingangs der Nacht zum Mittwoch besonders im Norden noch kurze Gewitter mit Windböen bis 60 km/h“ möglich – doch in der Nacht klingt die Lage ab, gebietsweise klart es auf, und der Niederschlag lässt nach. Die Temperaturen sinken auf 9 bis 5 Grad.

Sogar blauer Himmel war am Dienstagabend über NRW zu erkennen.

Der Mittwoch bringt dann die nächste Runde: Der DWD erwartet „im Tagesverlauf gebietsweise Gewitter mit starken bis vereinzelt stürmischen Böen zwischen 60 und 70 km/h aus West bis Nordwest sowie Starkregen um 15 l/qm in kurzer Zeit.“ Die Höchstwerte liegen zwischen 15 und 19 Grad, im Hochsauerland nur um 11 Grad. Auch in der Nacht zum Donnerstag bleibt es nach DWD-Angaben unruhig: „abschwächende, aber nicht gänzlich nachlassende Gewittertätigkeit“ ist zu erwarten.

Wetter am Donnerstag bringt Beruhigung

Der Donnerstag bringt zumindest im Westen etwas Beruhigung – für den äußersten Osten schließt der DWD „vereinzelte Gewitter mit Windböen bis 60 km/h aus West nicht komplett aus“. Am Abend zieht dann von Westen neuer Regen auf, der in die Nacht zum Freitag hinein anhält. Das Wochenende deutet sich ähnlich wechselhaft an: Für Freitag kündigt der DWD „wechselnd bis stark bewölkt und zeitweise schauerartigen Regen“ an, bei Höchstwerten zwischen 17 und 21 Grad und „mäßigem, teils stark böigem Wind aus West“.

Update vom 9. Juni, 15 Uhr: Für einige Kreise und Städte NRWs hat der Deutsche Wetterdienst amtliche Warnungen vor starkem Gewitter herausgegeben. Auch kleinkörniger Hagel sei möglich. Die Warnung gilt in vielen Kreisen – darunter unter anderem der Kreis Höxter und Paderborn – bis 15.45 Uhr. Für andere Regionen wie den Kreis Coesfeld und Münster warnen die Experten bis 15.30 Uhr vor starkem Gewitter. Die Experten raten dazu, den Aufenthalt im Freien zu vermeiden oder Schutz in Gebäuden zu suchen. Freistehende Objekte sollten gesichert werden.

Bedrückende Bilder: Wetterextreme der vergangenen Jahre in NRW

Orkantief Kyrill NRW Wilmsdorf Wald
Sturmschäden nach dem Orkan Kyrill im Jahr 2007, Meinerzhagen
Baum ist auf ein parkendes Auto gestürzt, Schäden durch das Sturmtief Ela am 09.06.2014
Sturmschäden im Schellenberger Wald oberhalb des Baldeneysee verursacht nach einem schweren Sturm
Bedrückende Bilder: Wetterextreme der vergangenen Jahre in NRW

Update vom 9. Juni, 9.12 Uhr: Am Morgen wurde es in Teilen von Nordrhein-Westfalen bereits ungemütlich. Für den Kreis Borken gab der Deutsche Wetterdienst kurzzeitig sogar eine amtliche Warnung vor Gewittern heraus. Laut den Experten soll es heute vor allem im Norden NRWs kurze Gewitter mit starken bis stürmischen Böen zwischen 60 und 70 km/h geben. Lokal sei auch Starkregen nicht ausgeschlossen. Auch am Mittwoch soll sich die Wetterlage laut der aktuellen Prognose erst einmal nicht beruhigen – Gewitter seien dann vor allem am Nachmittag weiterhin Thema.

Gewitter nehmen Kurs auf NRW

[Erstmeldung vom 8. Juni, 18 Uhr] Das Wetter zeigt sich derzeit nicht von seiner besten Seite. Es ist bewölkt und die Temperaturen lassen nicht gerade vermuten, dass der Sommer nach meteorologischer Einteilung bereits am 1. Juni begonnen hat. Und Besserung ist vorerst nicht in Sicht. Nordrhein-Westfalen steht ein Temperaturwechsel bevor.

In den nächsten Tagen kann es in NRW wieder gewittern. „Richtige Unwetter werden es nicht“, informiert Meteorologe Niklas Weise von Wetteronline im Gespräch mit wa.de. Ganz so ungemütlich wie zuletzt an Fronleichnam wird es also nicht. Aber: „Es wird recht wechselhaft“, prognostiziert der Wetter-Experte. Hin und wieder könnte sich nach kurzen Gewittern auch die Sonne zeigen.

Gewitter nehmen Kurs auf NRW: Wetter-Experte prognostiziert kühle Tage

Hinzu kommt ein Temperatursturz. „Wir werden die nächsten Tage nicht mehr die 20-Grad-Marke knacken“, so Niklas Weise. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagt für Dienstag, 9. Juni, Höchsttemperaturen von 16 bis 19 Grad vorher. Mittwoch und Donnerstag seien ebenfalls maximal 19 Grad drin. Laut DWD seien in den nächsten Tagen auch starke Windböen möglich.

Doch es gibt einen kleinen Lichtblick. „Es könnte zum Wochenende wieder schöner werden“, berichtet Niklas Weise. „Man sieht einen leichten Aufwärtstrend.“ Sowohl was die Temperaturen als auch die Sonnenstunden angeht, geht es also langsam bergauf. „Die Wolkenlücken werden größer, die Schauer weniger“, prognostiziert der Wetter-Experte. Dabei seien wieder etwa 20 bis 25 Grad möglich.

Kurzum: Nach dem warmen Mai ist es in NRW plötzlich wieder deutlich kühler. Regen, Gewitter und Sturmböen passen zu einem bekannten Frühsommer-Phänomen – der Schafskälte.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Rolf Poss

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