Es geht um Milliarden

Um Putins Ukraine-Krieg zu finanzieren: Bericht über drastische Steuererhöhung in Russland

Das Moskauer Regime muss offenbar Steuern in Russland deutlich erhöhen, um Wladimir Putins Ukraine-Krieg finanzieren zu können. Die Steuerart ist besonders heikel.

Moskau - Das Blutvergießen geht weiter. Kreml-Chef Wladimir Putin führt seinen brutalen Ukraine-Krieg immer weiter - samt immenser Verluste für Russland. Weil die russische Armee in der Ukraine militärisch festgefahren ist, steigen auch die Kosten für Waffen und Material ungebremst. Wie die oppositionelle unabhängige russische Online-Nachrichtenseite Meduza berichtet, hat das Moskau-Regime deshalb die Steuern erhöht.

Moskau-Machthaber: der russische Autokrat Wladimir Putin.

Konkret: Dem Bericht nach habe die Regierung unter Präsident Putin den Haushalt der Russischen Föderation für die Jahre 2026 bis 2028 verabschiedet. Das Finanzministerium habe demnach verlautbaren lassen, dass für das kommende Jahr Steuern über 1,2 Billionen Rubel oder 14,4 Milliarden US-Dollar eingeplant sind. Dies entspricht rund 12,3 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Laut Statistischem Bundesamt lagen die deutschen Steuereinnahmen im Jahr 2024 bei 947,7 Milliarden Euro.

Auch wegen Wladimir Putins Ukraine-Krieg: Russland hebt die Mehrwertsteuer an

Wie Meduza weiter berichtet, habe das russische Finanzministerium angekündigt, dass ab dem 1. Januar 2026 die Mehrwertsteuer in Russland von 20 auf 22 Prozent angehoben wird. Lebenswichtige Güter wie Lebensmittel und Medikamente seien davon ausgenommen, für sie würde ein Steuersatz von zehn Prozent gelten. Zwischen 2026 und 2028 seien so Steuereinnahmen von bis zu 4,4 Billionen Rubel (oder 52,8 Milliarden US-Dollar) geplant.

In dem Bericht wird betont, dass ein erhebliches Budget davon für Putins Ukraine-Krieg eingeplant sei, während die russischen Luftangriffe wieder für Alarmstarts der NATO in Polen gesorgt haben. Wegen dieser russischen Aggression rüstet auch Deutschland seine Bundeswehr weiter auf, wie etliche andere Mitglieder aus der Verteidigungsallianz NATO es bei ihren Streitkräften tun. Verhandlungen über eine mögliche Waffenruhe im russischen Angriffskrieg gegen das Nachbarland kommen derzeit nicht voran.

Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite Russlands

Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger Staaten
Alexander Lukaschenko und Wladimir Putin
Kim Jong-un und Wladimir Putin
russischer Soldat, der eine Gruppe nordkoreanischer Kameraden einweist
Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite Russlands

Aufrüstung im Ukraine-Krieg: Wladimir Putins Regime plant wohl hunderte Milliarden ein

Die genannten russischen Steuereinnahmen dürften indes bei Weitem nicht ausreichen, um Putins Imperialismus zu finanzieren. Ein Beispiel: Wie das Online-Portal Defense Express (DE) vor einem Jahr im Oktober 2024 berichtete, hat das russische Regime für die Jahre 2025 bis 2027 rund 394,6 Milliarden US-Dollar für die Aufrüstung seiner Streitkräfte und das Militärbudget eingeplant.

Sehr viel von diesem Geld soll aus den Öl-Exporten mit der sogenannten Schattenflotte kommen. Laut der im Januar 2025 veröffentlichten ZDF-Dokumentation „Putins geheime Schattentanker – Wie Russland Sanktionen umgeht“, flossen alleine im Oktober 2024 pro Tag geschätzt 210 Millionen Euro durch den Verkauf von Rohöl über den Seeweg in den russischen Staatshaushalt. (Quellen: Meduza, Defense Express, ZDF, Statistisches Bundesamt) (pm)

Rubriklistenbild: © IMAGO / SNA

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