„Internierungslager“
„32 Häftlinge pro Käfig“: Abgeordnete entsetzt über „Alligator Alcatraz“
Das neu errichtete Abschiebegefängnis „Alligator Alcatraz“ steht in der Kritik. Demokratische Abgeordnete erhielten erstmals Zugang zur Haftanstalt.
Everglades – Es ist umgeben von Sümpfen voller gefährlicher Alligatoren und ganz nach dem Geschmack von US-Präsident Donald Trump: Das Abschiebegefängnis „Alligator Alcatraz“. Trump besuchte die Einrichtung in seiner Wahlheimat Florida am Dienstag. Beim Rundgang über das abgeschottete Gelände zeigte sich Trump angetan. Hier gebe es „viele Polizisten in Gestalt von Alligatoren“, sagte der Präsident. Den Reptilien müsse man „nicht so viel bezahlen“.
Trump hatte Anfang Mai behauptet, er wolle Alcatraz gut 60 Jahre nach der Schließung wieder in Betrieb nehmen und dort Migranten einkerkern lassen. Bei einem ersten Besuch berichtete Bundes- und Landesabgeordnete in Florida am Samstag von 750 Migranten, die dort in Käfigen untergebracht seien. Einige von ihnen bezeichneten die Einrichtung als ein „Internierungslager“, berichtete elDiario.
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Abgeordnete erhalten eingeschränkten Zugang zu umstrittener Haftanstalt „Alligator Alcatraz“
Die Haftanstalt steht wegen ihrer Zustände in der Kritik. Zwei Tage nach der Klageeinreichung gegen Floridas Gouverneur Ron DeSantis wegen der verweigerten Zugangserlaubnis zu der Hafteinrichtung erhielten Abgeordnete und Regierungsvertreter am Samstag erstmals einen eingeschränkten Rundgang. Wie CNN berichtete, fand der Besuch unter strengen Auflagen statt. In einer gemeinsamen Erklärung warfen sie den Behörden zuvor vor, den Zugang absichtlich zu blockieren, um die Zustände hinter den Toren zu verschleiern.
Trumps Abschiebegefängnis: „Unmenschliche“ Haftbedingungen in Alligator Alcatraz
Während einer Pressekonferenz im Anschluss an ihren Rundgang sagte die Abgeordnete Debbie Wasserman Schultz: „Sie sind praktisch in Käfige gepfercht, Wand an Wand Menschen, 32 Häftlinge pro Käfig“. Beim Rundgang berichteten die Abgeordneten, dass ihnen der Zugang zu den aktuell belegten Bereichen verwehrt worden sei. Stattdessen habe man ihnen lediglich ungenutzte Zellen gezeigt.
Inhaftierte sprachen bereits von „unmenschlichen“ Haftbedingungen und Folter in dem Gefängnis. Ein Inhaftierter sagte gegenüber CBS: „Sie respektieren unsere Menschenrechte nicht. Wir sind Menschen. Wir sind keine Hunde. Wir sind wie Ratten in einem Experiment.“ (jal/dpa)
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