Video-Kolumne „USA ungefiltert“
Trumps irre Drohungen: Ist der US-Präsident nur „anders“ oder „psychisch krank“?
Donald Trumps wilde Äußerungen im Iran-Krieg erschrecken mittlerweile sogar Hardliner. Für Kolumnistin Sandra Navidi drängt sich eine brisante Frage auf.
Ein Social-Media-Post von Donald Trump über den Iran hat Amerika schockiert. „Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht unwiederbringlich ausgelöscht werden“, polterte er am Dienstag. Dabei waren wir ja schon einiges gewohnt, denn bereits zum Osterfest hatte er gepostet: „Macht die verdammte Meeresenge auf, ihr verrückten Bastarde. Gepriesen sei Allah“. Allerdings hatte er sich auf wesentlich vulgärere Art und Weise ausgedrückt, die ich hier nicht wiederholen kann und möchte.
Die Reaktionen waren Ungläubigkeit und Entsetzen, selbst im eigenen Lager. Sogar die ultrarechte ehemalige QAnon-Abgeordnete Marjorie Taylor-Greene twitterte: „Trump ist verrückt geworden“. Eines war schnell klar: Hier geht es um mehr als Politik. Es geht um die geistige Verfassung des mächtigsten Mannes der Welt.
Trump droht Iran Völkermord und Kriegsverbrechen an – nicht nur sein Geisteszustand beunruhigt
Denn wenn ein US-Präsident Völkermord und Kriegsverbrechen androht, Anspielungen auf den Einsatz von Atomwaffen macht und irrational und unverantwortlich handelt, drängt sich eine brisante Frage auf: Ist der Mann einfach nur anders oder psychisch krank im klinischen Sinne?
Trumps blutrünstige und zum Teil mordlüsterne Kommentare gegenüber dem Iran sind keine bloßen rhetorischen Entgleisungen mehr, sondern Teil eines gefährlichen Musters. Nämlich Größenwahn, Rachsucht, völlige Enthemmtheit und Kontrollverlust. Angesichts der Risiken für die gesamte Welt ist Trumps Geisteszustand keine Privatsache, sondern eine Frage globaler Sicherheit.
Experten haben schon früh vor Trump gewarnt. Zwar sollten Psychiater seit der Gold-Border-Rule von Anfang der 70er-Jahre keine Ferndiagnosen mehr bei öffentlichen Personen stellen. Trotzdem veröffentlichten 2017 27 Fachleute eine Warnung in dem Band „The Dangerous Case of Donald Trump“, weil sie in seinem erratischen Verhalten eine systemische Bedrohung erkannten. Fachleute sehen bei ihm bösartigen Narzissmus, antisoziale Züge, hypermanisches Temperament und eine Impulskontrollstörung. Außerdem häufen sich zunehmend mehr Hinweise auf kognitiven Verfall und Demenz.
Ich meine: Wir sehen doch alle mit eigenen Augen, dass der Mann nicht mehr alle Tassen im Schrank hat und uns damit alle gefährdet. Der Kaiser hat keine Kleider. Die amerikanische Demokratie bettet die Präsidentschaft zwar in institutionelle Kontrollen ein, aber wie wir gesehen haben, hat Trump es geschafft, diese Kontrollen zu einem großen Teil auszuhebeln.
Mindestens genauso beunruhigend wie Trumps Geisteszustand ist die Tatsache, dass ihm niemand Grenzen setzt. Das zeigt, dass nicht nur mit dem Präsidenten etwas nicht stimmt, sondern mit dem gesamten System, das ihn hervorgebracht hat – und das ihn weiterhin trägt. (Sandra Navidi)
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