Epstein-Fall spaltet Republikaner
Trump: Veröffentlichung von Epstein-Akten sei “feindselige Handlung”
Trump warnt republikanische Abgeordnete vor einem parteiübergreifenden Anlauf, die Epstein-Akten zu veröffentlichen. Der Druck der Opfer steigt.
Washington, DC – US-Präsident Donald Trump droht republikanischen Abgeordneten des Repräsentantenhauses, die für eine Veröffentlichung der sogenannten Epstein-Akten mit demokratischen Parlamentsmitgliedern zusammenarbeiten. „Thomas Massie und den liberalen Demokraten bei ihrem Streben nach Aufmerksamkeit zu helfen, während das Justizministerium die Bemühungen des Aufsichtsausschusses um eine umfassendere Freigabe von Akten voll unterstützt, würde als sehr feindselige Handlung gegenüber der Regierung angesehen werden“, gab das Weiße Haus auf eine Anfrage von CNN an.
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Der republikanische Abgeordnete Massie steht an der Spitze einer parteiübergreifenden Gruppe von Abgeordneten, die sich für eine vollumfängliche Freigabe der Ermittlungsunterlagen zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein einsetzen. Hintergrund ist der Verdacht, dass Führungsfiguren aus der Politik tiefer als bislang bekannt in den Fall verstrickt sind – darunter auch Donald Trump, der mit Epstein befreundet war.
Epstein prahlte mit seiner Freundschaft zu Trump
Das Justizministerium hatte zuletzt Teile der Akte veröffentlicht. Die sollen aber bereits vorher zugänglich gewesen sein, kritisierte Robert Garcia, ranghöchstes Mitglied des Ausschusses für Aufsicht und Regierungsreform in einer Presseerklärung. „An das amerikanische Volk: Lasst euch davon nicht täuschen. Es gibt keinen Hinweis auf eine Kundenliste oder irgendetwas, das die Transparenz oder Gerechtigkeit für die Opfer verbessert.“
Rückendeckung erhalten die Abgeordneten durch die Opfer von Epstein. Die setzen sich immer lauter für Aufklärung ein und wollen durch eine Veröffentlichung der Akten die Hinterleute der Sexualstraftaten enttarnen. „Die Wahrheit ist, dass Epstein einen Freifahrtschein hatte. Er prahlte mit seinen mächtigen Freunden, darunter auch unser derzeitiger Präsident Donald Trump“, sagte Chauntae Davies gegenüber Medien vor dem Kapitol. Die Schauspielerin soll laut eigener Aussage auch mit dem ehemaligen Präsidenten Bill Clinton nach Afrika geflogen sein. „Warum vertuschen wir weiterhin sexuelle Übergriffe? Für wen vertuschen wir das?“
Republikaner kriegen Druck von Donald Trump
Donald Trump und seine Regierung bringen in der Zwischenzeit die republikanischen Abgeordneten in Stellung, um die Forderungen aus dem Kongress zu ersticken. „Das ist ein demokratischer Schwindel, der niemals endet“, sagte Trump am Mittwoch im Weißen Haus. Vor seiner Amtszeit hatten viele seiner Parteifreund:innen selber Spekulationen rund um Epstein angeheizt und eine Herausgabe der Akten gefordert. Inzwischen halten sich die meisten aber zurück – offenbar aus Angst, dass ihre parteiinternen Vorwahlen zur Kampfkandidatur werden, wenn Trump loyalere Politiker:innen aus den Wahlbezirken unterstützt.
„Derzeit gibt es eine massive Druckkampagne seitens des Weißen Hauses und auch seitens des Sprechers, aber ich glaube, dass es genügend Republikaner gibt, die ihren Wählern zuhören und sich um diese Opfer kümmern, sodass wir die erforderlichen 218 Unterschriften zusammenbekommen werden“, sagte der republikanische Abgeordnete Thomas Massie.
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