„Wollen vollständige Transparenz“
Epstein-Skandal: Republikaner veröffentlichen 33.000 geheime Seiten – Trump unter Druck
In den Fall Epstein soll jetzt mehr Transparenz kommen. Für US-Präsident Donald Trump ist der Umgang mit der Causa heikel.
Washington D.C. – Ein Ausschuss des US-Repräsentantenhauses hat über 33.000 Seiten Dokumente zum Fall Jeffrey Epstein veröffentlicht. Das Justizministerium stellte die Unterlagen dem Aufsichtsausschuss zur Verfügung. Ob die Dokumente neue Informationen enthalten, blieb zunächst unklar. Laut der Washington Post sollen weitere Veröffentlichungen folgen.
Die lange Liste Jeffrey Epsteins: Donald Trump, Prinz Andrew und viele mehr




Der Fall belastet die Republikaner und Präsident Donald Trump. Parteiübergreifend fordern Politiker vollständige Transparenz. Trump steht unter Druck, da er im Wahlkampf eine Offenlegung aller Akten versprochen hatte.
Akten im Fall Epstein: „Wir laden die Dokumente so schnell wie möglich hoch“
Mitte August kündigte die US-Regierung an, Epstein-Dokumente an den Kongress zu übergeben. Der republikanische Ausschussvorsitzende James Comer erklärte, das Justizministerium werde schrittweise Unterlagen bereitstellen. „Es wird einige Zeit dauern, bis alle Unterlagen vorliegen und die Identifizierung der Opfer sowie sämtliches Material über sexuellen Kindesmissbrauch geschwärzt sind“, so Comer. Das Ministerium folgte damit seiner Anordnung von Anfang August.
„Wir sind dabei, diese Dokumente hochzuladen, um für vollständige Transparenz zu sorgen, damit jeder in Amerika diese Dokumente einsehen kann“, so Comer. Die Dokumente würden so schnell wie möglich hochgeladen. „Wir möchten, dass sie so schnell wie möglich veröffentlicht werden.“
US-Präsident Trump lässt die Epstein-Affäre nicht los – Justizministerin Bondi laviert
Trumps Justizministerin Pam Bondi hatte zunächst von einer Liste prominenter „Kunden“ Epsteins gesprochen, deren Existenz Anfang Juli dann aber bestritten. Um den darauf folgenden Aufruhr seiner Anhänger zu beruhigen, hatte Trump die Offenlegung juristischer Dokumente in dem Fall in Aussicht gestellt.
Fall Epstein: Spekulationen über Tod des Mannes, der in High Society verkehrte
Epstein hatte jahrelang systematisch Minderjährige missbraucht und soll Mittelpunkt eines Missbrauchsrings mit Dutzenden Opfern gewesen sein. 2019 wurde der 66-Jährige verhaftet und angeklagt. Nach offiziellen Angaben beging er noch im selben Jahr in seiner Gefängniszelle Suizid. Sein Tod führte zu Spekulationen, da Epstein Kontakte zur amerikanischen High Society hatte. Prominente und Milliardäre verkehrten bei ihm - auch Trump verbrachte Zeit mit Epstein, wie Party-Videos belegen. (frs/dpa/afp)
Rubriklistenbild: © In Bredouille: US-Präsident Donald Trump soll mehrfach in den Epstein-Akten vorkommen.
