Harter Kurs gegen Karibikstaat

Trump erwartet baldiges Ende Maduros – Washington erwägt militärische Schritte gegen Venezuela

Das US-Militär zieht zusätzliche Einheiten in der Karibik zusammen. Laut Berichten werden Optionen gegen Venezuela vorbereitet.

Washington, D. C. – US-Präsident Donald Trump geht von einer baldigen Entmachtung des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro aus. Die US-Regierung soll einem Medienbericht zufolge militärische Szenarien für ein mögliches Vorgehen gegen Venezuela ausgearbeitet haben. Wie die New York Times unter Berufung auf mehrere Regierungsquellen berichtet, prüfen enge Berater von Präsident Donald Trump demnach konkrete Optionen, um die Regierung von Nicolás Maduro zu stürzen.

US-Präsident Donald Trump und Venezuelas Machthaber Nicolás Maduro verkörpern zwei gegensätzliche Weltanschauungen.

Zu den diskutierten Plänen zählen laut Bericht unter anderem gezielte Angriffe auf venezolanische Militäreinheiten sowie Operationen zur Sicherung strategisch wichtiger Ölfelder. Das Weiße Haus habe zudem das Justizministerium gebeten, neue rechtliche Leitlinien zu erstellen, die eine militärische Intervention auch ohne Zustimmung des Kongresses rechtfertigen könnten.

Trumps Berater drängen auf härteren Kurs gegen Venezuela

Unter den Befürwortern eines härteren Kurses werden Außenminister Marco Rubio sowie Stephen Miller, Trumps stellvertretender Stabschef und Heimatschutzberater, genannt. Beide sollen sich intern für einen Machtwechsel in Caracas ausgesprochen haben.

Eine endgültige Entscheidung sei jedoch bislang nicht gefallen. Trump selbst zögere laut dem Bericht, einen militärischen Einsatz zu genehmigen, der amerikanische Soldaten gefährden oder in einem politischen Desaster enden könnte. Über die Pläne berichtete zunächst der Nachrichtensender ntv unter Berufung auf die New York Times.

Donald Trumps Skandale, Fehltritte und Eklats in der Übersicht

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Donald Trump und Ivana Trump in den späten 1980er Jahren.
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Donald Trump und Melania Trump gemeinsam in New York
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Trump schließt Krieg mit Venezuela aus, verschärft jedoch Anschuldigungen gegen Maduro

Noch vor Kurzem hatte Trump betont, er rechne nicht damit, dass die USA in einen Krieg mit Venezuela ziehen würden. Auf eine entsprechende Frage in einem Interview des TV-Senders CBS News sagte der Republikaner: „Das bezweifle ich. Ich glaube nicht.“ Auf eine weitere Frage, ob die Tage von Nicolás Maduro als venezolanischer Präsident gezählt seien, sagte Trump hingegen: „Ich würde sagen, ja. Ich denke schon, ja.“

Trumps Regierung beschuldigt den von Maduro autoritär geführten Karibikstaat, in den Drogenschmuggel in die USA verwickelt zu sein. Das US-Militär hat deswegen zusätzliche Schiffe und Einheiten in die Region verlegt und greift immer wieder Boote an, die angeblich Drogen schmuggeln. Dutzende Menschen wurden dabei getötet. Aus Sicht von UN-Menschenrechtsexperten verstößt die US-Regierung damit gegen das Völkerrecht. 

USA verlegen Flugzeugträger in die Karibik – Trump bestätigt geheime CIA-Einsätze in Venezuela

Zuletzt wurde zudem bekannt, dass die USA auch den größten Flugzeugträger der Welt in die Region verlegen, die „USS Gerald R. Ford“. Nicht nur die venezolanische Regierung betrachtet das Zusammenziehen zusätzlicher Militäreinheiten in der Karibik als Drohgebärde. Jüngst bestätigte Trump außerdem, dass er verdeckte CIA-Einsätze in Venezuela freigegeben hat.

In dem CBS-Interview klagte Trump, Venezuela habe die USA „sehr schlecht behandelt“, sowohl in Bezug auf Drogen als auch durch die Entsendung von Hunderttausenden Migranten in die Vereinigten Staaten. (Quellen: dpa, New York Times, CBS News, ntv) (jal)

Rubriklistenbild: © JIM WATSON FEDERICO PARRA/AFP

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