US-Botschaft in Caracas

Maduro meldet Anschlag in Venezuela: „Provokation“ der Trump-Regierung

Die Spannungen mit den USA wachsen: Venezuelas Präsident erhebt jetzt schwere Vorwürfe. Laut einem Bericht gibt es aber keinen Austausch mit dem US-Präsidenten mehr.

Caracas – Die Stimmung zwischen Venezuela und den USA ist angespannt. Ein Vorfall könnte nach Ansicht der dortigen Regierung jetzt als Vorwand für eine Eskalation dienen: Das südamerikanische Land hat nach eigenen Angaben einen Anschlag auf die US-Botschaft in der Hauptstadt Caracas vereitelt.

Nicolás Maduro ist seit 2013 Präsident Venezuelas und führt das Land autoritär.

Der Anschlag habe als Provokation dienen sollen, um eine Eskalation der Gewalt gegen Venezuela auszulösen, zitierte die Nachrichtenagentur AVN Staatspräsident Nicolás Maduro. Die mutmaßlichen Verantwortlichen befänden sich noch im Lande und würden nun gesucht. 

Spannungen zwischen Venezuela und den USA – Trump in der Kritik

Die Spannungen zwischen Venezuela und den USA waren zuletzt auch wegen des mutmaßlichen Drogenschmuggels in die USA gewachsen. Das US-Militär hatte in den vergangenen Wochen nach Angaben von Präsident Donald Trump in der Karibik mehrfach mutmaßlich mit Drogen beladene Boote angegriffen. Bei den Angriffen sollen bisher mehr als 20 Menschen getötet worden sein. Das Vorgehen sorgte für viel Kritik, auch weil die US-Regierung zunächst keine Angaben dazu machte, auf welcher rechtlichen Grundlage sie handelte. 

Von Maduro bis Milei: Die lange Liste der Populisten Lateinamerikas

Javier Milei (seit dem 10. Dezember 2023 Präsident Argentiniens) inszeniert sich als populistischer Revolutionär mit der Kettensäge als Symbol seiner radikalen Sparpolitik.
Nicolás Maduro ist seit 2013 Präsident Venezuelas und führt das Erbe von Hugo Chávez fort.
Kämpferisch: Venezueles Präsident Hugo Chavez.
Jair Bolsonaro war von 2019 bis 2023 Präsident Brasiliens und wird als rechtsgerichteter Nationalist und Populist charakterisiert.
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Bericht: US-Präsident Trump bricht diplomatische Gespräche mit Maduro ab

Zudem sei Trump zunehmend frustriert darüber, dass der autoritär regierende Maduro den Forderungen der USA nicht nachkomme, freiwillig die Macht abzugeben, schreibt die New York Times. Auch ärgere Trump, dass venezolanische Regierungsvertreter weiterhin behaupteten, sie seien nicht am Drogenhandel beteiligt. Der US-Präsident habe deshalb vergangenen Donnerstag angeordnet, die diplomatischen Bemühungen einzustellen. 

Auch direkte Gespräche mit Trumps Sondergesandten Richard Grenell und Maduro sollten abgebrochen werden, so die Zeitung. „Dieser Schritt ebnet den Weg für eine mögliche militärische Eskalation gegen Drogenhändler oder die Regierung von Nicolás Maduro“, schreibt die New York Times. (Quellen: dpa) (frs)

Rubriklistenbild: © Pedro Mattey/afp

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