Parlamentswahl im Ticker

Ungarn nach der Wahl: Magyar attackiert Orbán – „Geplündert, verraten, ruiniert“

16 Jahre regierte Orbán in Ungarn. Bei der Wahl am 12. April zeigt ihm das Volk deutlich, was es von seiner Politik hält. Aktuelle News live im Wahl-Ticker.

Update, 15:19 Uhr: Nach dem Sieg seiner Tisza-Partei hat der ungarische Oppositionsführer Péter Magyar den Beginn einer neuen Zeitrechnung in dem Land angekündigt. „Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um sicherzustellen, dass jetzt tatsächlich eine neue Ära beginnt“, sagte Magyar bei einer Pressekonferenz in Budapest.

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Zudem rief er Staatspräsident Tamas Sulyok dazu auf, das neue Parlament „so schnell wie möglich“ einzuberufen – schließlich hätten die Ungarn für einen „vollständigen Regimewechsel“ gestimmt. „Unser Land hat keine Zeit zu verlieren, denn Ungarn steckt in jeder Hinsicht in Schwierigkeiten – es wurde geplündert, ausgeraubt, verraten, verschuldet und ruiniert“, erklärte Magyar mit Blick auf den amtierenden Ministerpräsidenten Viktor Orbán weiter, dem er immer wieder Korruption vorgeworfen hatte.

Staatspräsident Sulyok steht Orbán nahe und hat nun laut Verfassung 30 Tage Zeit, um das neue Parlament einzuberufen. In der Zwischenzeit führt die Regierung Orban die Amtsgeschäfte weiter. Sulyoks Amtszeit läuft noch bis 2030.

Update, 13:12 Uhr: Die Wahlniederlage des moskaufreundlichen ungarischen Regierungschefs Viktor Orbán hat nach Kreml-Angaben keinen Einfluss auf den weiteren Verlauf des Ukraine-Kriegs. Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte, der Ausgang der Wahl habe keine Auswirkungen auf die Perspektive des Konflikts. „Das sind wohl unterschiedliche Prozesse, daher sehe ich hier keinen Zusammenhang“, betonte er. Russland führt seit mehr als vier Jahren Krieg gegen die Ukraine.

Orbán hatte in der Vergangenheit europäische Hilfen für die Ukraine mehrfach ausgebremst und mit nicht mit EU-Partnern abgesprochenen Moskau-Besuchen für Irritationen gesorgt, ohne dabei Fortschritte in der Vermittlung zu erzielen. Zuletzt berichteten Medien, die ungarische Führung habe den Kreml heimlich über geplante EU-Maßnahmen informiert und sich als dessen Interessenvertreter in Brüssel angeboten. Orbans Niederlage wurde daher von einigen Medien auch als Schlappe für Kremlchef Wladimir Putin gewertet.

Reaktion auf Wahl in Ungarn: Magyar dürfe „nicht enttäuschen“

Update, 11:07 Uhr: Nach der Wahlniederlage ihres Verbündeten Viktor Orbán bei der ungarischen Parlamentswahl haben die Regierungschefs der Slowakei und Tschechiens, Robert Fico und Andrej Babis, dem pro-europäischen Wahlsieger Péter Magyar gratuliert. Fico erklärte am Montag auf Facebook, er sei „bereit zu intensiver Zusammenarbeit mit dem neuen ungarischen Ministerpräsidenten“ und bekundete zugleich seine „Dankbarkeit“ gegenüber Orbán.

Der tschechische Regierungschef Babis erklärte auf X, er respektiere das Wahlergebnis und freue sich auf die Zusammenarbeit. Er versprach, konstruktiv mit „wen auch immer die Wähler wählen“ zusammenzuarbeiten. Magyar dürfe „nicht enttäuschen“.

Update, 10:17 Uhr: Nach dem Wahlsieg von Oppositionsführer Péter Magyar bei der ungarischen Parlamentswahl am Sonntag hat die Ukraine eine Reisewarnung für das Nachbarland aufgehoben. „Das Außenministerium hebt eine frühere Empfehlung auf, von Reisen nach Ungarn abzusehen“, erklärte Außenminister Andrij Sybiha am Montag in Onlinediensten. „Die Wahl der Ungarn hat das Scheitern der politischen Erpressung und der anti-ukrainischen Propaganda“ der Regierung von Viktor Orbán gezeigt, fügte er hinzu. Er hoffe auf eine „Normalisierung der Beziehungen“ zwischen den Nachbarländern.

Die Reisewarnung war im März verhängt worden, nachdem ungarische Behörden sieben Mitarbeiter einer staatlichen ukrainischen Bank festgenommen hatten, die Bargeld zwischen Banken in der Ukraine und Österreich transportiert hatten.

Reaktion auf Wahl in Ungarn: Obama spricht von „Sieg für die Demokratie“

Update, 9:30 Uhr: Der ehemalige US-Präsident Barack Obama hat den Wahlsieg der Tisza-Partei des ungarischen Oppositionsführers Péter Magyar als wichtiges Ereignis für die Demokratie weltweit gewürdigt. „Der Sieg der Opposition in Ungarn gestern ist – wie auch die Wahl in Polen 2023 – ein Sieg für die Demokratie, nicht nur in Europa, sondern weltweit“, schrieb der demokratische Politiker auf der Plattform X. Vor allem sei der Wahlsieg ein Beleg für die Widerstandsfähigkeit und Entschlossenheit der Menschen in Ungarn sowie „eine Mahnung an uns alle, uns weiterhin für Gerechtigkeit, Gleichheit und Rechtsstaatlichkeit einzusetzen“.

Update, 8:20 Uhr: Die Schlappe für Viktor Orbán in Ungarn ist auch ein Rückschlag für rechtsnationalistische Bewegungen weltweit. „Dies ist eine krachende Niederlage für den Autoritarismus, deren Auswirkungen weit über Ungarns Grenzen hinausreichen“, erklärte die Leiterin des Center for American Progress, Neera Tanden. Das Wahlergebnis sei ein „schwerer Schlag für diejenigen, die in Viktor Orbáns korruptem Modell eine Blaupause gesehen haben“, einschließlich US-Präsident Donald Trump, fügte Tanden laut AFP hinzu.

Wahl in Ungarn: Magyar verspricht einen Neuanfang

Update, 6:40 Uhr: Ungarns Oppositionsführer Péter Magyar hat nach seinem spektakulären Sieg bei der Ungarn-Wahl einen Neuanfang versprochen. „Gemeinsam haben wir das Orban-System abgewählt, gemeinsam haben wir Ungarn befreit“, sagte er vor zehntausenden begeisterten Anhängern in Budapest. Ungarn werde wieder ein starker Partner in der EU und in der NATO sein. 

Auf den Straßen von Budapest kannte die Freude über die Abwahl Orbans keine Grenzen.

Dann wandte er sich direkt an die mächtigen Orban-Vertrauten: „Ich fordere alle Marionetten, die uns die (Orban-)Regierung in den Nacken gesetzt hat, zum Rücktritt auf“, rief Magyar in die Menge. Konkret erwähnte er unter anderem den Staatspräsidenten Tamas Sulyok, den Obersten Staatsanwalt Gabor Balint Nagy und die Spitzen des Verfassungsgerichts und der Medienaufsichtsanstalt. Mit der Zweidrittelmehrheit im Parlament wird Magyar die Möglichkeit haben, diese Amtsträger abzusetzen und neue zu wählen. 

Update, 5:55 Uhr: Die Tisza-Partei des ungarischen Oppositionsführers Péter Magyar hat die Wahl in Ungarn klar gewonnen. Ministerpräsident Viktor Orbán gestand seine Niederlage ein. „Was auch immer kommt, wir werden auch in der Opposition der Heimat dienen“, sagte er in Budapest. Mit der Mehrheit kann Magyar Reformen durchführen, die Verfassungsänderungen erfordern. Orbán hat in seiner Regierungszeit seit 2010 einen halbautoritäreren Staat errichtet und sein Land auf einen Konfrontationskurs zur EU gesteuert.

Machtwechsel in Ungarn: Magyar feiert klaren Sieg

Update, 5:05 Uhr: Historischer Machtwechsel in Ungarn: Nach 16 Jahren an der Regierung ist der rechtsnationale Ministerpräsident Viktor Orbán bei der Parlamentswahl am Sonntag von seinen Landsleuten abgewählt worden. Die Tisza-Partei des ungarischen Oppositionsführers Péter Magyar hat sich nach Auszählung fast aller Stimmen die wichtige Zwei-Drittel-Mehrheit sichern können. Die Oppositionspartei kam auf 138 Mandate im 199 Sitze zählenden Parlament in Budapest, wie die Wahlbehörde des Landes mitteilte. Die Fidesz-Partei des rechtsnationalen Ministerpräsidenten Viktor Orbán konnte demnach 55 Parlamentssitze erzielen.

Magyars Partei verzeichnete 53,6 Prozent der Stimmen, während 37,8 Prozent der Wählerinnen und Wähler für Fidesz stimmten. Die Zwei-Drittel-Mehrheit gibt der neuen Regierung genügend Spielraum für wichtige Gesetzesänderungen und die Durchsetzung ihrer Politik. Die international viel beachtete Richtungswahl verzeichnete eine Rekordbeteiligung von 77,8 Prozent.

ParteiProzentSitze
Tisza53,06138
Fidesz38,4355
Mi Hazánk5,836

Update, 22:59 Uhr: Nach seinem überwältigen Sieg bei der Parlamentswahl in Ungarn hat Peter Magyar diesen als eine „Befreiung“ des Landes gefeiert. „Wir haben Ungarn befreit“, erklärte der konservative Oppositionschef am Sonntagabend. Seine Partei Tisza hat vorläufigen Ergebnissen zufolge bei der Parlamentswahl klar über die rechtsnationale Fidesz-Partei des langjährigen Regierungschefs Viktor Orban gesiegt.

Update, 22:37 Uhr: Die Tisza-Partei vom ungarischen Oppositionsführer Péter Magyar hat laut Wahlkommission eine Zweidrittelmehrheit im neuen Parlament errungen. Nach Auszählung von 84,9 Prozent der Stimmen entfallen auf Tisza 138 von 199 Mandaten – das entspricht 69,35 Prozent.

Update, 22:27 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat dem ungarischen Oppositionsführer Peter Magyar zu seinem Sieg bei der Parlamentswahl gratuliert. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit für ein starkes, sicheres und vor allem geeintes Europa“, schrieb Merz am Sonntagabend im Onlinedienst X. Magyar hat bei der Wahl am Sonntag ersten Ergebnissen zufolge klar gegen den seit 16 Jahren in Ungarn regierenden Ministerpräsidenten Viktor Orban gewonnen.

Update, 22:04 Uhr: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat den Sieg der Oppositionspartei bei den Parlamentswahlen in Ungarn begrüßt. „Ungarn hat Europa gewählt“, erklärte von der Leyen am Sonntagabend im Onlinedienst X. Das Land kehre „auf seinen europäischen Weg zurück“. Weiter hieß es von ihr: „Heute Abend schlägt das Herz Europas in Ungarn stärker“, schrieb von der Leyen. „Die Union wird stärker.“ Zuvor hatte der langjährige Regierungschef Viktor Orbán seine Niederlage bei der Parlamentswahl eingestanden. Sein Herausforderer Péter Magyar teilte mit, Orbán habe ihn angerufen und ihm zum Wahlsieg gratuliert.

Ungarn-Wahl: Orbán gesteht Niederlage ein und gratuliert Opposition

Update, 21:36 Uhr: Der ungarische Regierungschef Viktor Orbán hat die Niederlage seiner rechtsnationalistischen Fidesz-Partei bei der Parlamentswahl eingestanden. Die Niederlage sei „schmerzvoll“, erklärte Orbán am Sonntagabend. Zuvor hatte bereits sein Herausforderer Péter Magyar erklärt, dass Orbán ihn angerufen und ihm zum Wahlsieg gratuliert habe.

Update, 21:16 Uhr: Die Auszählung der Stimmen in Ungarn schreitet voran. Bei etwa 40 Prozent ausgezählten Stimmen holt die Oppositionspartei Tisza aktuell 52,5 Prozent der Stimmen, die Partei Fidesz von Premierminister Viktor Orbán hingegen 38,8 Prozent. Mit den bisherigen Teilergebnissen der Wahl gewinnt Tisza 136 der 199 Sitze im Parlament, Fidesz kriegt nur 56 Sitze. Damit hat Tisza Stand jetzt eine Zweidrittel-Mehrheit. Laut Angaben von Tisza-Spitzenkandidat Péter Magyar auf Facebook hat Viktor Orbán der Opposition sogar schon telefonisch zum Sieg gratuliert.

Update, 20:55 Uhr: In Ungarn wurden nun 15,6 Prozent der Stimmen ausgezählt: Demnach hat die Oppositionspartei Tisza die Partei Fidesz von Premierminister Viktor Orbán überholt. Fidesz liegt bei 40,1 Prozent, Tisza hingegen mit deutlichem Vorsprung bei 51,2 Prozent.

Update, 20:22 Uhr: Die ersten Ergebnisse zur Ungarn-Wahl sind nun da. Bislang wurden 2,8 Prozent der Stimmen ausgezählt. Premierminister Viktor Orbans Partei Fidesz liegt mit 48,18 Prozent der Stimmen vorne, während die oppositionelle Tisza mit 43,38 Prozent der Stimmen Fidesz dicht auf den Fersen ist. Die Lücke hat sich seit Beginn der Auszählung schnell zugunsten der Opposition geschlossen. Tisza dürfte Fidesz bald überholen.

Update, 20:02 Uhr: Nach der Parlamentswahl in Ungarn hat sich der Oppositionspolitiker Peter Magyar „vorsichtig optimistisch“ hinsichtlich eines Wahlsieges seiner Partei Tisza geäußert. „Natürlich sind wir im Bilde, wir haben die letzten Umfragen gesehen“, sagte er nach Schließung der Wahllokale am Sonntagabend vor Journalisten. „Auf ihrer Grundlage, zusammen mit den Daten zur Wahlbeteiligung und den Informationen, die wir erhalten haben, sind wir optimistisch - oder besser gesagt: vorsichtig optimistisch.“

Ungarn-Wahl: Orban droht Niederlage nach 16 Jahren an der Macht

Update, 19:33 Uhr: Laut einer Analyse des Wahlforschungsinstituts „21KK“ soll Magyars Tisza 55 Prozent der Stimmen erhalten haben, während Orbans Fidesz auf 38 Prozent kommt. Diese Prognose basiert jedoch nicht auf einer Hochrechnung oder einer Befragung am Wahltag. Vielmehr stützt sie sich auf Umfragen der letzten drei Tage. Die rechtsextreme Partei „Unsere Heimat“ (Mi Hazank) könnte als dritte Kraft mit fünf Prozent der Stimmen ins Parlament einziehen. Aussagekräftige Teilergebnisse der Wahlkommission werden für den späteren Abend erwartet.

Update, 19:11 Uhr: Nachdem die Wahllokale nun geschlossen haben, beginnt die Auszählung der Stimmen. Um 18:30 Uhr erreichte die Wahlbeteiligung 77,80 Prozent. Péter Magyar, der Herausforderer von Viktor Orbán, könnte gute Chancen auf einen Wahlsieg haben. Die endgültigen Ergebnisse werden jedoch erst im Verlauf des Wahlabends feststehen. Gegen 20:00 Uhr wird die erste Hochrechnung erwartet.

Update, 18:20 Uhr: Am Nachmittag um 17:00 Uhr erreichte die Wahlbeteiligung bei der Wahl in Ungarn mehr als 74 Prozent. Dies stellt einen neuen Höchstwert in der Geschichte des Landes dar. Im Jahr 2018 betrug die Wahlbeteiligung zur gleichen Uhrzeit über 63 Prozent. Der bisherige Höchststand wurde vor etwa zwei Jahrzehnten verzeichnet: Bei der Parlamentswahl 2002 lag die Beteiligung bei 73,51 Prozent.

Ablauf der Ungarn-Wahl: Um 19 Uhr schließen die Wahllokale, erste Ergebnisse gegen 20 Uhr

Update, 17:26 Uhr: In Ungarn schließen die Wahllokale um 19:00 Uhr, woraufhin die Wahlhelfer und Wahlhelferinnen mit der Stimmenauszählung beginnen. Ein erstes vorläufiges Ergebnis wird für etwa 20:00 Uhr erwartet. Sollte das Ergebnis knapp ausfallen, könnte sich die Auszählung bis zum kommenden Samstag hinziehen. Insgesamt waren 7,5 Millionen Bürgerinnen und Bürger in Ungarn sowie über 500.000 Wählerinnen und Wähler im Ausland stimmberechtigt.

Update, 16:51 Uhr: Bis zum Nachmittag um 15 Uhr erreichte die Wahlbeteiligung bei der Wahl in Ungarn 66 Prozent, was laut der ungarischen Zeitung Blikk einen Rekord darstellt. Ministerpräsident Orbán richtete sich in einem Video an die unentschlossenen Wählerinnen und Wähler und betonte: „Frieden und Sicherheit Ungarns könnten heute von einer einzigen Stimme abhängen.“ Orbán warnte, dass Ungarn im Falle einer Wahlniederlage ein Krieg drohen könnte. Er rief dazu auf: „Wir müssen Ungarn heute verteidigen, damit kein Patriot heute zu Hause bleibt. Nur Fidesz! Auf zum Sieg!“

Magyar warnt vor „Panikmache und Lügen“ während der Ungarn-Wahl 2026

Update, 15:59 Uhr: Am Wahltag erhob Ungarns Bauminister János Lázár, ein enger Vertrauter von Viktor Orbán, auf Facebook schwere Vorwürfe gegen die Regierungsopposition. Er beschuldigte sie, einen Bürgerkrieg anzetteln zu wollen. Zudem warnte er, dass Kräfte „im Namen Europas“ Ungarn in einen Konflikt mit Russland ziehen würden. Péter Magyar, Orbáns politischer Gegner, wies Lázárs Anschuldigungen entschieden zurück. Er bezeichnete sie als gezielte „Panikmache und Lügen“ der Regierung. Magyar sprach von einer „verzweifelten Kampagne“, um Orbán den Wahlsieg zu sichern.

Update, 14:05 Uhr: Oppositionsführer Péter Magyar hebt auf Instagram die hohe Wahlbeteiligung bei der heutigen Ungarn-Wahl hervor und appelliert an alle Ungarn, noch ihre Stimme abzugeben. „Wir schreiben heute ungarische Geschichte“, schreibt der Orban-Konkurrent. Magyar. Jeder solle auch Freunde und Familie an die Urnen bewegen: „Auf zum Wählen und Gewinnen – Gott segne Ungarn!“

Ungarn-Wahl live: Erste Zahlen da – Rennen zwischen Orban und Magyar führt wohl zu Rekord

Update, 13:20 Uhr: Bei der Ungarn-Wahl zeichnet sich eine Rekord-Wahlbeteiligung ab. Bis 9 Uhr lag sie laut nationalem Wahlamt bei knapp 17 Prozent. Bei der Wahl im Jahr 2022 waren es zur selben Zeit zehn Prozent, berichtet das Nachrichtenportal Telex.

Update, 11:10 Uhr: Die Hauptkandidaten der Ungarn-Wahl, Viktor Orbán und Péter Magyar, haben mittlerweile ihre Stimme abgegeben. Herausforderer Péter Magyar zeigte sich dabei siegesgewiss: „Niemand kann ernsthaft glauben, dass die Tisza-Partei und damit Ungarn die Wahl nicht gewinnen werden“, sagte er nach seiner Stimmabgabe in einem Budapester Kindergarten.

Amtsinhaber Viktor Orbán erklärte in seinem Wahllokal: „Ich bin hier, um zu gewinnen.“ Zugleich deutete er an, eine mögliche Niederlage zu akzeptieren: „Die Entscheidung des Volkes muss respektiert werden.“ Die Grünen warnen vor einer Manipulation der Ergebnisse der Ungarn-Wahl, andere Experten beschwichtigen.

Update, 10:25 Uhr: In Ungarn haben die Wahllokale seit heute Morgen geöffnet. Allmählich geben immer mehr Wahlberechtigte ihre Stimme ab, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet. Der 18-jährige Erstwähler David Banhegyi stimmte in Budapest für die Oppositionspartei Tisza. „Jetzt ist unsere letzte Chance, uns endgültig für den Osten oder den Westen zu entscheiden“, sagte er zur AFP. „Wollen wir eine normale Demokratie sein oder uns nach Osten wenden, und zwar ohne Möglichkeit zur Umkehr?“

Ungarn-Wahl live: Orbán gegen Magyar – Osteuropa-Hilfswerk appelliert an Verlierer

Update, 9 Uhr: Am Tag der Wahl in Ungarn appelliert das Osteuropa-Hilfswerk Renovabis an den Verlierer, seine Niederlage nach Verkündigung der Ergebnisse anzuerkennen. „Eine echte Demokratie macht es aus, dass Machtübergaben von einer auf eine andere Partei friedlich und respektvoll stattfinden“, sagte Renovabis-Hauptgeschäftsführer Thomas Schwartz der Katholischen Nachrichten-Agentur. Ministerpräsident Orban könnte nach 16 Jahren im Amt heute abgewählt werden, Oppositionsführer Peter Magyar liegt in Umfragen vorn.

Update, 6:15 Uhr: In Ungarn hat die international mit großer Spannung verfolgte Parlamentswahl begonnen, bei der Ministerpräsident Viktor Orbán nach 16 Jahren abgewählt werden könnte. Die Wahllokale öffneten am Sonntagmorgen. Sie sollen um 19 Uhr schließen, erste vorläufige Ergebnisse werden gegen 20 Uhr erwartet.

Ungarn-Wahl live: Orbán gegen Magyar – Warten auf das Ergebnis beginnt

An diesem Sonntag findet die Ungarn-Wahl statt und die Abstimmung verspricht ein enges Rennen zwischen Viktor Orbán und Herausforderer Péter Magyar bei der Frage, wer am Ende durch das Ergebnis der Gewinner der ungarischen Parlamentswahl wird. Wenige Tage zuvor hatte der Ministerpräsident die Angriffe auf seine politischen Gegner massiv verschärft und der Opposition vorgeworfen, mit ausländischen Geheimdiensten zu kooperieren und bereits im Vorfeld der Auszählung Proteste zu organisieren. „Das ist ein organisierter Versuch, um mit Chaos, Druckausübung und internationaler Diffamierung die Entscheidung der ungarischen Menschen in Zweifel zu ziehen“, erklärte Orbán.

Rubriklistenbild: © Denes Erdos/Petr David Josek/dpa/Montage

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