Explosionen in Wolgograd

Mit Drohnen attackiert die Ukraine: Brand in russischer Raffinerie

In der Tiefe der Nacht erschüttern Detonationen Panik eine russische Raffinerie. Drohnen lösen ein Feuer aus. Moskau verzeichnet weitere Schäden.

Kiew – Die Ukraine hat in der Nacht auf Freitag (31. Januar) offenbar einen Drohnenangriff auf das Gebiet einer Ölraffinerie im russischen Wolgograd durchgeführt. Auch in weiteren russischen Regionen wurden Schäden durch unbemannte Fluggeräte gemeldet. Beide Konfliktparteien nutzen diese im Ukraine-Krieg, um sich mit ständigen Angriffen aus der Luft zu überziehen.

Ukrainische Drohnen haben nach Angaben lokaler Quellen nachts das Gebiet einer Ölraffinerie, eines Wärmekraftwerks und eines Öldepots in Wolgograd angegriffen. Das schreibt BBC News. Vor allem in einer lokalen Gruppe des sozialen Netzwerks ‚VKontakte‘ hätten Anwohner von Explosionen berichtet. „Horror, die ganze Wohnung hat gewackelt“, habe eine Nutzerin geschrieben.

Die Ukraine hat in der Nacht eine Ölraffinerie im russischen Wolgograd angegriffen.

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Der ukrainische Telegramkanal Supernova veröffentlichte Videos mit dem Geräusch eines Drohnenflugs und einer Explosion, die angeblich von einem Anwohner gefilmt wurden. In einer Aufzeichnung gibt er seine genaue Adresse an, die etwa anderthalb Kilometer von der Grenze des riesigen Gebiets der Raffinerie entfernt liegt.

Nach Angaben der russischen Behörden geriet die Raffinerie durch den Angriff in Brand. Sie erstreckt sich über eine Fläche von mehreren Quadratkilometern und ist von einer Industriezone umgeben, zu der ein großes Öldepot, das Wolgograder Wärmekraftwerk und mehrere andere Unternehmen gehören. Die Flammen seien schnell gelöscht, ein Arbeiter aber verletzt worden, teilte Gouverneur Andrej Botscharow mit. Der Mann wurde demnach ins Krankenhaus gebracht.

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Auch in anderen Regionen Russlands wurden nach Drohnenangriffen Schäden festgestellt. „Letzte Nacht wurden 49 ukrainische Drohnen von der diensthabenden Luftabwehr abgefangen und zerstört“, so das Verteidigungsministerium in Moskau. Neben Wolgograd seien auch die grenznahen Gebiete Woronesch, Kursk, Belgorod, Rostow und Krasnodar betroffen gewesen, ebenso wie das nördlich von Moskau gelegene Jaroslawl.

In Woronesch sei ein Fahrzeug beschädigt und dessen Fahrer verletzt worden. Zudem seien die Scheiben eines Industriebetriebs durch herabfallende Drohnentrümmer kaputtgegangen. Ein Wohnhaus und eine bäuerliche Farm erlitten demnach ebenfalls Schäden. Im Gebiet Rostow sei der Mast einer Hochspannungsleitung getroffen worden, teilte Gouverneur Juri Sljusar mit. (tpn mit dpa)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Zoonar.com/Sergeev Sergey

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