Donald Trump besucht Großbrittanien

London: Massenproteste gegen Donald Trump erwartet

Zum Besuch von Donald Trump in London werden Massenproteste erwartet. Der US-Präsident wird deswegen wohl kaum öffentlich auftreten.

London/Windsor – In Großbritannien formiert sich Widerstand gegen den Staatsbesuch von US-Präsident Donald Trump. Die „Stop Trump Coalition“ rechnet am Mittwoch mit Tausenden Teilnehmerinnen und Teilnehmern bei einer Großdemonstration im Zentrum Londons. Der Protestzug steht unter dem Motto „Trump Not Welcome“ und soll am frühen Nachmittag starten. Auch in anderen Städten sind Kundgebungen geplant.

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Donald Trump wird bei seinem Großbritannien-Besuch die Öffentlichkeit meiden

Trump wird heute, am Dienstagabend, in Großbritannien ankommen. Am Mittwoch wird er in Schloss Windsor von König Charles III. empfangen. Außerdem wird er dort das Thronfolgerpaar Prinzessin Kate und Prinz William treffen. Den ganzen Tag wird Trump das Gelände nicht verlassen, auch eine Kutschprozession soll nur auf privaten Grund stattfinden. Das berichtete ntv unter Berufung auf den Programmplan des Buckingham Palace.

Am Donnerstag wird Trump dann von Großbritanniens Premier Keir Starmer auf dessen Landsitz erwartet. Dort werden die beiden Männer Gespräche führen und sich mit Geschäftsleuten treffen. Unter anderem sind Apple-Chef Tim Cook und Open-AI-Chef Sam Altman eingeladen. Mit dem königlichen Pomp hofft Starmer wohl, den US-Präsidenten zu besänftigen – er erhofft sich etwa ein Entgegenkommen im Zollstreit und ein Abkommen zur Zusammenarbeit in den Bereichen Technologie und künstliche Intelligenz.

Anti-Trump Proteste in London und Windsor

Schon für den frühen Dienstagabend wurden Proteste rund um Windsor angekündigt. Der große Protestmarsch wird dann am Mittwoch in London stattfinden, auch wenn Trump nicht dort sein wird. Dazu sagt die „Stop Trump Coalition“: „Warum? Weil er weiß, dass wir gegen ihn protestieren. Stattdessen wird er sich verstecken und ganz allein eine traurige kleine Kutschfahrt in Windsor machen.“

Schon beim ersten Staatsbesuch Trumps gab es Proteste. (Archivbild)

Die „Stop Trump Coalition“ ist ein breites Bündnis verschiedener Organisationen. Sie fordern die Regierung von Premierminister Keir Starmer auf, sich Trump entschlossen entgegenzustellen: „Steht ein für das Vereinigte Königreich. Steht ein für die Demokratie.“

Schon 2019 gab es bei Donald Trumps Besuch Massenproteste

Die Polizei in Windsor erklärte, sie respektiere das Recht auf friedlichen Protest und wolle gesetzlich angemeldete Demonstrationen ermöglichen. Vorrang habe die Sicherheit der Bevölkerung.

Bereits bei Trumps erstem Staatsbesuch 2019 hatte es in London massive Proteste gegeben. Damals war er von Queen Elizabeth II. empfangen worden. Erst am Wochenende hatten sich zudem in der britischen Hauptstadt bis zu 150.000 Menschen zu einer Demonstration der rechten Szene versammelt. Quellen: dpa, ntv, SZ (cdz)

Rubriklistenbild: © Matt Dunham/AP/dpa

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