Wegen Massenprotesten

Trumps heikler Staatsbesuch bei den Royals – aus Sicherheitsgründen abseits der Öffentlichkeit

Der US-Präsident reist auf Einladung von Premierminister Keir Starmer nach Großbritannien zu König Charles. Doch der Besuch gilt als heikel.

London/Windsor/Washington D.C. – US-Präsident Donald Trump ist zwar ein bekennender Fan der Royals, doch sein Staatsbesuch in Großbritannien und damit auch eine Visite bei König Charles gilt als heikel. Der Grund: Angekündigte Massenproteste. Deswegen plant Trump, einen Auftritt in der Öffentlichkeit zu meiden. Dies geht aus dem Programm hervor, das der Buckingham-Palast für seinen mehrtägigen Aufenthalt im Vereinigten Königreich in der kommenden Woche veröffentlicht hat.

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Eingeladen wurde Trump vom Premierminister Keir Starmer, der um dessen Begeisterung für die Royals weiß, und der mit der Einladung Trump schmeicheln will. Der US-Präsident und seine Frau Melania Trump sollen am Dienstagabend (16. September) in Großbritannien ankommen. Am Mittwoch besuchen sie Schloss Windsor, wo sie von Prinz William und Prinzessin Kate empfangen und zu König Charles III. und Königin Camilla geleitet werden.

Wegen Massenprotesten: Royal-Trump-Treffen auf Gelände von Schloss Windsor beschränkt

Den gesamten Tag über sollen die US-Gäste das weitläufige Gelände von Windsor Castle nicht verlassen. Geplant sind unter anderem eine Kranzniederlegung am Grab von Elizabeth II., eine prunkvolle Kutschfahrt mit militärischem Geleit, eine Militärzeremonie mit Überflug von Militärflugzeugen und ein Staatsbankett.

Die Kutschprozession zu Ehren von Trump und First Lady Melania wird aber ausschließlich auf dem privaten Gelände von Schloss Windsor stattfinden. Diese Vorsichtsmaßnahme ist nicht unbegründet. Laut der britischen Nachrichtenagentur PA werden in London und Windsor Massenproteste erwartet. Eine breite Koalition verschiedener Organisationen hat für den kommenden Mittwoch zu einer Demonstration unter dem Motto „Trump Not Welcome“ in London aufgerufen.

Es ist bereits der zweite Staatsbesuch Trumps in Großbritannien. Schon während seiner ersten Amtszeit wurde ihm der rote Teppich ausgerollt. (Archivfoto)

Herausfordernder Balanceakt für Starmer: König Charles sauer über Trumps Annexions-Pläne für Kanada

Mit Spannung wird auch das Treffen zwischen Trump und dem britischen Premierminister Starmer am Donnerstag (18. September) erwartet. Trump wird Starmer auf dessen Landsitz in Chequers erwarten. Nach einem Gespräch zwischen den Regierungschefs treffen sie sich mit Geschäftsleuten. Anschließend geben sie eine Pressekonferenz.

Überblick: Ablauf von Trumps Staatsbesuch bei den Royals

Dienstag, 16. SeptemberAnkunft in Großbritannien
Mittwoch, 17. SeptemberBesuch Schloss Winsor
Treffen mit Thronfolgerpaar Prinz William und Prinzessin Kate sowie König Charles III. und Königin Camilla
Kutschprozession zu Ehren Trumps und First Lady Melania Trump nur auf dem privaten Gelände von Schloss Windsor
Donnerstag, 18. SeptemberTreffen mit Premierminister Keir Starmer auf dessen Landsitz in Chequers

Der Besuch gilt nicht nur wegen der erwarteten Proteste als heikel. Trumps Äußerungen über eine mögliche Annexion Kanadas hatten König Charles III., der auch Kanadas Staatsoberhaupt ist, verärgert. Starmer hofft jedoch wohl, den unberechenbaren US-Präsidenten mit dem Pomp des Königshauses zu besänftigen und eine Einigung im Zollstreit. Für Starmer dürfte dies ein herausfordernder Balanceakt werden. (Quellen: dpa) (bg)

Rubriklistenbild: © Victoria Jones/PA Wire/dpa

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