Gefallen im Krieg gegen Moskau

Gegen Wladimir Putin: Ukraine gibt bittere Verlustzahlen bekannt

Wladimir Putins Regime und die Ukrainer übergeben einander die Leichname im Krieg getöteter Soldaten. Die genannten Zahlen sind erschütternd.

Kiew – Die Verhandlungen zwischen dem Moskau-Regime und Kiew um eine mögliche Waffenruhe im Ukraine-Krieg stocken offenbar komplett. Und so geht das Blutvergießen zwischen der Oblast Charkiw, dem Donbass und der südlichen Region Saporischschja enthemmt weiter. Mit bitteren Verlusten für die russische, aber auch für die ukrainische Seite. Darauf deutet ein neuer Bericht zum Ukraine-Krieg hin.

Ukraine-Krieg: Die Ursprünge des Konflikts mit Russland

Menschen in Kiews feiern die Unabhängigkeit der Ukraine von der Sowjetunion
Budapester Memorandum
Ukrainedemo, München
Orangene Revolution in der Ukraine
Ukraine-Krieg: Die Ursprünge des Konflikts mit Russland

Wie die unabhängige russische Moscow Times (MT) unter Verweis auf RBC News schreibt, hat Russland der Ukraine die Leichname von 1000 gefallenen Soldaten zurückgegeben. Im Gegenzug habe die russische Seite die Leichname von 24 getöteten Soldaten erhalten. Dies habe Shamsail Saralijew mitgeteilt, ein Abgeordneter der russischen Staatsduma.

Verluste im Ukraine-Krieg: Putins Russland hat hunderttausende Soldaten verloren

Auch die ukrainische Seite hat laut MT am Donnerstag (18. September) den Austausch der Leichen getöteter Soldaten bestätigt. Im Krieg des Kreml-Autokraten Wladimir Putin sollen mittlerweile hunderttausende Soldaten gefallen sein. Das Moskauer Regime und Kiew hatten sich bei direkten Gesprächen im Juni auf einen Austausch von Leichen verständigt. Es war eines der wenigen Ergebnisse der festgefahrenen Verhandlungen.

Beide Länder hatten bereits im Juli und im August vom Austausch von Leichnamen berichtet. Aktuell wird etwa von heftigen Verlusten an der Donbass-Front bei Pokrowsk berichtet, wo die russische Armee eine neue Taktik anwenden soll. Nachdem etliche Versuche gescheitert sind, die ukrainische Bastion zu umzingeln. Russische Verluste wurden zudem wieder von der Krim vermeldet, wo sich die ukrainischen Angriffe in den vergangenen Monaten noch verringert hatten.

Gräber für gefallene ukrainische Soldaten auf dem Friedhof der Kiewer Vorstadt Browary.

Mitte Juni hatte der britische Geheimdienst die russischen Verluste auf eine Million getöteter oder verwundeter Soldaten geschätzt. 250.000 russische Soldaten gelten laut dieser Einschätzung Großbritanniens als tot oder vermisst, 400.000 bis 500.000 seien unwiderruflich verwundet und nicht mehr kampffähig. Die US-Denkfabrik Center for Strategic and International Studies (CSIS) hatte Putins Verluste Anfang Juni ebenfalls auf bis zu 250.000 getötete russische Soldaten beziffert.

Verluste für Russland: Unter Wladimir Putin ließen hunderttausende Soldaten ihr Leben

Aber auch die ukrainischen Verluste haben es in sich. Das CSIS veröffentlichte Anfang Juni eine Analyse, in der von bis zu 400.000 verwundeten oder getöteten ukrainischen Soldaten die Rede war. Zwischen 60.000 und 100.000 ukrainische Soldaten sollen dieser Analyse zufolge gegen Putins russische Armee gefallen sein.

Auch die Unterstützer der Ukraine sind gewarnt. Wegen der Bedrohung durch Putins russisches Regime in Europa wird die deutsche Bundeswehr Ende September ein Manöver mitten in Hamburg durchführen. Es ist eine von mehreren Reaktionen der Verteidigungsallianz NATO in diesen Tagen, während in der Ukraine das Blutvergießen ungebremst weitergeht. (Quellen: Moscow Times, RBC News, CSIS) (pm)

Rubriklistenbild: © IMAGO / NurPhoto

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