Wegen Putin
Abschreckung gegen Wladimir Putin: Details zu Bundeswehr-Manöver in Hamburg bekannt
Hunderte Soldaten in der Hansestadt: Die Bundeswehr plant ein Manöver mitten in Hamburg. Im Zentrum steht eine mögliche Konfrontation mit Wladimir Putin.
Hamburg - Der brutale Ukraine-Krieg und der Imperialismus des Moskau-Autokraten Wladimir Putin veranlassen die Verteidigungsallianz NATO weiter zu Vorkehrungen. Dass Tschechien 44 neue Leopard-2-Panzer in Deutschland gekauft hat, zählt dazu. Und auch, dass die Bundeswehr bald mit hunderten Soldaten mitten in Hamburg eine Übung abhält – doch der Name ist etwas heikel.
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Denn: Das Manöver, das zwischen dem 25. und 27. September in der Hansestadt (rund 1,86 Millionen Einwohner) stattfindet, trägt den Titel „Red Storm Bravo“. Der Begriff „Red“, also Rot, stand in den Jahrzehnten des Kalten Krieges für die Sowjets. Ergo für die aus dem Kreml unter harten Repressionen bis 1991 gesteuerte kommunistische Sowjetunion. „Bravo“ ist ein militärisches Rufzeichen. „Storm“ heißt übersetzt Sturm. Das könnte ein Hinweis auf das Übungsszenario sein.
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Denn: Laut deutscher Bundeswehr trainieren rund 500 Soldatinnen und Soldaten „die zivil-militärische Zusammenarbeit in einem fiktiven Szenario, das große Truppenverlegungen an die Nato-Ostflanke notwendig macht“. An jener Ostflanke stehen an den Grenzen zu Russland und zu dessen Verbündeten Belarus, zwischen Baltikum und Polen, zwischen Estland und der russischen Exklave Kaliningrad vier Kampfverbände des Militärbündnisses, Nato-Battlegroups genannt.
Eine in Estland (unter Kommando der Briten), eine in Lettland (unter Kommando der Kanadier), eine in Litauen (unter Kommando der Bundeswehr) und eine Polen (unter Kommando der Amerikaner). Sie alle sollen mit je rund 1000 bis 1800 Soldatinnen und Soldaten Wladimir Putin vor weiteren imperialistischen Wagnissen abschrecken, den russischen Machthaber, der die Ukraine im Februar 2022 völkerrechtswidrig mit hunderttausenden Soldaten überfallen ließ.
Bei „Red Storm Bravo“ soll nun getestet werden, wie schnell über Norddeutschland Nato-Truppen in Richtung Baltikum gebracht werden können. Bundeswehr-Oberstleutnant Jörn Plischke erklärte laut NDR: „Die Übung dient vor allem der internen Vernetzung, dass man schon im Frieden weiß, wen man anrufen soll, wenn es düster wird.“ Einmal mehr wird Putins Regime als möglicher Aggressor nicht ausgeschlossen. Zuletzt hatten russische Drohnen über Polen für mächtig Aufregung gesorgt.
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Mehrere dieser Drohnen hatten laut Welt mutmaßlich den polnischen Militärflughafen Rzeszow angesteuert, eine weitere ging laut Radiosender RMF24 neben einer Kaserne südwestlich von Warschau nieder. In einem Bündnisfall werde Deutschland zur „zentralen europäischen Drehscheibe für die Verlegung von Truppen und Material in das Bündnisgebiet“, erklärte der Kommandeur des Landeskommandos Hamburg, Kurt Leonards, laut Nachrichtenwebsite des NDR.
So sollen „Truppen mit ihrer Ausrüstung und ihren Waffensystemen im Hamburger Hafen ankommen und von dort auf Straße und Schiene weiter Richtung Osten transportiert werden“. Im Mittelpunkt der militärischen Übung stünde demnach das Hamburger Hafengebiet. Um das öffentliche Leben in diesem Bereich der Hansestadt so wenig wie möglich zu beeinträchtigen, findet der Großteil der Übungen Ende September nachts statt. Auch Einsatzkräfte der Polizei, der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks (THW) sind beteiligt. (Quellen: NDR, Welt) (pm)
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