Washington Post

Nach Oval-Office-Eklat: Selenskyj kleidet sich für Trump neu ein

Beim letzten Treffen verspottete Trump Selenskyj, als dieser in Militäruniform im Weißen Haus erschien. Dieser hat die Botschaft offenbar verstanden.

Washington D.C. – Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erschien am Montag (18. August) im Oval Office zum Ukraine-Gipfel in einer schwarzen Jacke und einem schwarzen Hemd mit Kragen. Er hatte offenbar bei seinem letzten Besuch in Washington im Februar die Botschaft verstanden, als Präsident Donald Trump sich vor ihrem Treffen über seine Kleiderwahl lustig machte.

Ukraine-Verhandlungen in Washington: Trump-Gipfel mit Merz und Co. in Bildern

Wolodymyr Selenskyj ist zurück im Weißen Haus.
Gipfel im Weißen Haus zum Ukraine-Krieg
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Ukraine Gipfel in Washington
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Seit dem ersten Tag des Ukraine-Kriegs trägt Selenskyj militärische Kleidung, oft ein grünes T-Shirt oder einen schwarzen Pullover mit dem ukrainischen Wappen, um seine Solidarität mit den Truppen an der Front zu zeigen. Sein Stil veränderte sich in den letzten Jahren kaum, egal ob er sich mit Staats- und Regierungschefs oder verwundeten Soldaten traf.

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Das Outfit kam im Februar nicht gut an und veranlasste Trump zu der spöttischen Bemerkung, Selenskyj sei „heute ganz schick angezogen“ – und zu einem noch schärferen Kommentar eines Reporters des rechtsgerichteten Medienunternehmens Real America‘s Voice.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und Präsident Donald Trump beantworten am Montag im Oval Office Fragen der Presse.

„Warum tragen Sie keinen Anzug?“, fragte Brian Glenn. „Sie bekleiden das höchste Amt dieses Landes und weigern sich, einen Anzug zu tragen. Besitzen Sie überhaupt einen Anzug? Viele Amerikaner haben ein Problem damit, dass Sie die Würde dieses Amtes nicht respektieren.“ Selenskyjs Antwort in gebrochenem Englisch war in diesem Moment nicht gerade hilfreich: Er antwortete, dass er nach Kriegsende einen „Anzug“ tragen werde.

Gründe für den Oval-Office-Eklat: Selenskyjs Kleiderwahl sahen Trump-Anhänger als Respektlosigkeit

Die Spannungen wegen Selenskyjs Kleiderwahl wurden weithin als einer der Gründe für das katastrophale Treffen angesehen, das darauf folgte. Trump und seine Anhänger sahen darin ein Zeichen der Respektlosigkeit seitens des Staatschefs des kleinen Landes. Denn Selenskyj war eigentlich ins Weiße Haus gekommen, um finanzielle und militärische Hilfe bei der Verteidigung der Ukraine gegen Russland unter Wladimir Putin zu erbitten.

Ukraine-Gipfel in den USA: Die Teilnehmer
Donald TrumpUS-Präsident
Wolodymyr SelenskyjUkrainischer Präsident
Friedrich MerzBundeskanzler
Emmanuel MacronFranzösischer Präsident
Keir StarmerBritischer Premierminister
Georgia MeloniItalienische Ministerpräsidentin
Alexander StubbFinnischer Präsident
Mark RutteNato-Generalsekretär
Ursula von der LeyenEU-Kommissionspräsidentin

Das Treffen endete damit, dass Trump Selenskyj vorwarf, er sei undankbar für die Hilfe der USA und „spiele mit dem Dritten Weltkrieg“. Die weiteren bilateralen Termine des Tages wurden abgesagt. Selenskyj wurde gebeten, das Gelände zu verlassen.

Lob und Gespräch auf Augenhöhe: Erneutes Trump-Selenskyj-Treffen wird Gegenbild zum Oval-Office-Eklat

Das Treffen am Montag (18. August) war in gewisser Weise das Gegenbild zum Eklat vom 28. Februar, bei dem viele der gleichen Personen an den gleichen Orten anwesend waren. Trump lobte Selenskyjs Kleiderwahl. Vizepräsident JD Vance, der Selenskyj damals „Undankbarkeit“ für die Hilfe der USA vorgeworfen hatte, sagte nichts. Glenn machte eine weitere Bemerkung zu Selenskyjs Kleidung – diesmal eine positive.

Das Treffen zwischen Selenskyj und Trump am 28. Februar verlief nicht gut – und er wurde für seine Kleiderwahl kritisiert.

„Zunächst einmal, Präsident Selenskyj, sehen Sie in diesem Anzug fabelhaft aus“, sagte Glenn. „Sie sehen gut aus.“ Trump fügte hinzu, dass er Selenskyj dasselbe gesagt habe. „Ist das nicht nett? Das ist derjenige, der Sie letztes Mal angegriffen hat.“ Selenskyj hatte eine schlagfertige Antwort parat. „Aber Sie tragen denselben Anzug“, sagte er zu Glenn, während die anderen in Gelächter ausbrachen. „Sehen Sie, ich habe mich umgezogen. Sie nicht.“

Zum Autor

Cleve R. Wootson Jr. ist Reporter im Weißen Haus für die Zeitung „The Washington Post“.

Wir testen zurzeit maschinelle Übersetzungen. Dieser Artikel wurde aus dem Englischen automatisiert ins Deutsche übersetzt.

Dieser Artikel war zuerst am 19. August 2025 in englischer Sprache bei der „Washingtonpost.com“ erschienen – im Zuge einer Kooperation steht er nun in Übersetzung auch den Lesern der IPPEN.MEDIA-Portale zur Verfügung.

Rubriklistenbild: © Tom Brenner/ The Washington Post

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