Mehr Druck auf Russland
Nach Eklat im Oval Office: Trump trifft Selenskyj beim G7-Gipfel
Nach turbulentem Treffen im Februar im Weißen Haus und versöhnlichem Gespräch im April wollen Trump und Selenskyj wieder persönlich miteinander sprechen.
Kananaskis – Ab Montag wollen sich die Staats- und Regierungschefs der sieben großen westlichen Volkswirtschaften in Kanada über politische und wirtschaftliche Fragen austauschen. Ganz oben auf der Agenda der G7 dürfte der militärische Konflikt zwischen Israel und dem Iran stehen. Auch um den Ukraine-Krieg und den Umgang mit Russland soll es gehen.
US-Präsident Donald Trump will sich am Rande des G7-Gipfels in Kanada mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu einem bilateralen Gespräch zusammensetzen. Das bestätigte ein US-Regierungsvertreter vor dem offiziellen Start des Gipfeltreffens in Kananaskis. Selenskyj wird dort am Dienstag als Gast erwartet.
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Selenskyj fordert vor G7-Gipfel harten Kurs gegen Russland und Putin
Selenskyj hat vor dem G7-Gipfel in Kanada die führenden Industrienationen zu mehr Druck auf Russland aufgerufen. Trotz aller Versprechen von Kremlchef Wladimir Putin gegenüber den USA und anderen Friedenswilligen greift Russland weiterhin zivile Energieanlagen in der Ukraine an, sagte Selenskyj nach einem Treffen mit Militärs.
Für Selenskyj gilt das Treffen als wichtige Plattform, um bei den Verbündeten der Ukraine um weitere militärische und finanzielle Unterstützung im Kampf gegen den Ukraine-Krieg zu werben.
Eklat im Weißen Haus: Trumps Treffen mit Selenskyj endet ohne Rohstoffabkommen
Trump und Selenskyj hatten sich zuletzt Ende April am Rande der Trauerfeier für den verstorbenen Papst Franziskus im Vatikan zu einem Zweier-Gespräch getroffen. Ein Besuch des ukrainischen Präsidenten Ende Februar im Weißen Haus in Washington war in einem Eklat geendet.
Donald Trump und Wolodymyr Selenskyj sind bei ihrem Treffen im Oval Office vor laufenden Kameras aneinandergeraten. Nach dem Eklat verließ der ukrainische Präsident das Weiße Haus vorzeitig. Das geplante Rohstoffabkommen wurde nicht unterzeichnet. Donald Trump sagte damals, Selenskyj könne wiederkommen, „wenn er bereit für Frieden ist“.
Trump will russischen Angriffskrieg beenden – Durchbruch im Ukraine-Krieg bleibt bislang aus
Nach seinem Amtsantritt im Januar hatte Trump einen neuen Kurs gegenüber der Ukraine eingeschlagen und die vorherige gewaltige militärische Unterstützung der Amerikaner für Kiew zurückgefahren. Gleichzeitig nahm er direkte Gespräche mit russischen Präsidenten Wladimir Putin auf und holte den Kremlchef damit im Westen aus der Isolation.
Bislang ist es Trump entgegen großspuriger Ankündigungen jedoch nicht gelungen, ein Ende des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine zu vermitteln, geschweige denn eine längere Waffenruhe durchzusetzen. Der Ukraine-Krieg ist ein wichtiges Thema beim G7-Treffen führender demokratischer Wirtschaftsmächte in Kanada. (dpa/jal)
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