Neue Berichte

Donald Trump unter Druck: Riesen-Zahl zu Chinas Drohnen genannt

China fertigt militärische Drohnen in riesigem Umfang. Die US-Streitkräfte Donald Trumps sind offenbar nur überschaubar auf diese Gefahr eingestellt.

Peking - Es ist eine brisante Ausgangslage im Indopazifik. China erhebt unumwunden Ansprüche auf Taiwan. Die USA gelten auch unter Präsident Donald Trump wiederum als Schutzmacht des Inselstaates. Droht deshalb sogar ein offener militärischer Konflikt zwischen den Weltmächten? Die Experten sind sich uneins. Jetzt kursiert ein neuer Bericht, wonach die Amerikaner mit der schieren Anzahl chinesischer Drohnen Probleme bekämen.

China und Taiwan: Darum geht es in dem Konflikt

Taiwans F-16-Kampfjet (links) überwacht einen der beiden chinesischen H-6-Bomber, die den Bashi-Kanal südlich von Taiwan und die Miyako-Straße in der Nähe der japanischen Insel Okinawa überflogen.
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Unter anderem der Business Insider (BI) schreibt in diesen Tagen, dass die Chinesen die Amerikaner im Falle eines möglichen Aufeinandertreffens mit ihren Drohnen regelrecht überwältigen könnten. In dem Bericht ist davon die Rede, dass Peking plane, bis 2026 eine Drohnen-Armee mit bis zu einer Million Drohnen aufzustellen. Drohnen-Schwärme, die gleichzeitig agieren, könnten demnach zur Herausforderung werden.

US-Streitkräfte unter Donald Trump: Chinesische Drohnen sind ein Problem für die USA

Die US-Denkfabrik Center for a New American Security (CNAS) kommt in einer aktuellen Analyse hingegen zum Schluss, dass das US-Militär auf eine Drohnenbedrohung im großen Umfang nicht vorbereitet sei. In der aktuellen CNAS-Analyse untersuchen die Autoren Stacie Pettyjohn und Molly Campbell die Verteidigungsausgaben eines Jahrzehnts sowie ein Planspiel, das möglichen militärischen Konfrontationen zwischen der chinesischen Volksbefreiungsarmee und den US-Streitkräften nachgeht, deren Oberbefehlshaber Trump als Präsident ist.

Brisant: Die CNAS-Autorinnen fordern das US-Verteidigungsministerium in dem Schreiben direkt auf, „rasch Fähigkeiten zur Drohnenabwehr zu entwickeln, um in künftigen Konflikten nicht erhebliche Verluste zu riskieren“. Demnach kämen „die Autoren zu dem Schluss, dass die USA (...) verwundbar und unvorbereitet sind“. Der Studie zufolge sollen ausreichend Kapazitäten zur Drohnenabwehr fehlen.

Chinesische Soldaten üben mit kleinen Drohnen. (Archivfoto)

Ein Kritikpunkt: US-Truppen müssten zur Abwehr viel günstigerer Drohnen Luftabwehrraketen einsetzen, die je Stück Hunderttausende oder gar Millionen Dollar kosten. Es wird auf Erfahrungen aus dem Nahen Osten verwiesen, womit zum Beispiel Auseinandersetzungen mit den Huthi-Rebellen aus dem Jemen gemeint sein könnten. Diese hatten wiederholt US-Kriegsschiffe im Roten Meer mit Drohnen attackiert.

Spannungen unter Donald Trump: US-Analysten warnen vor Vielzahl chinesischer Drohnen

„Dies ist weder ein kosteneffizienter noch ein nachhaltiger Ansatz gegen eine größere Drohnenbedrohung“, heißt es in der Analyse des Think Tanks aus Washington. „Amerikas Gegner“, wie es drastisch weiter heißt, würden dagegen „mittlerweile Millionen kleiner, billiger Drohnen“ produzieren. So könnten „Chinas Drohnenvorräte in einem hypothetischen zukünftigen Konflikt zwischen den USA und China eine Bedrohung für die US-Streitkräfte darstellen“, meinen die Analysten aus der US-Hauptstadt in ihrer Zusammenfassung.

Staatliche chinesische Nachrichtenagenturen hatten in der jüngeren Vergangenheit Fotos verbreitet, wie ganze Kompanien mit kleinen Drohnen trainieren. Trump hatte indes zuletzt gefordert, dass alle Nato-Staaten deutlich höhere Zölle auf chinesische Exporte erheben. Dies steht auch im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg, in dem das Peking-Regime Xi Jinpings als Unterstützer des Moskau-Regimes von Wladimir Putin gilt. Der chinesische Außenamtssprecher Lin Jian sprach daraufhin von einem „typischen Fall einseitiger Schikane“.

Konflikt um Taiwan: Immer wieder Drohgebärden aus China gegen US-Partner

Während der Verbündete Putin russische und belarussische Soldaten die Drohnen-Abwehr üben lässt, entwickelt die Volksrepublik immer neuer Modelle. Unlängst machten etwa Berichte die Runde, dass China mückengroße Kampfdrohnen für mögliche Gefechte entwickle. Unverhohlen droht der Machtapparat um Xi Jinping dem benachbarten Inselstaat Taiwan indes mit einem möglichen Einmarsch. So sollen die Chinesen zum Beispiel Invasionsfrachter für eine etwaige Anlandung an flachen Küstenabschnitten getestet haben. (Quellen: CNAS, Business Insider) (pm)

Rubriklistenbild: © IMAGO / CFOTO

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