Politik

„Alter Freund“ von Trump spendet 130 Millionen Dollar, um Soldaten während Shutdown zu bezahlen

Trumps Regierung erhält eine Spende in Höhe von 130 Millionen Dollar. Die Spende wirft ethische und rechtliche Fragen zur privaten Finanzierung von Militärgehältern auf.

Das Pentagon hat am Freitag gegenüber Newsweek bestätigt, dass es eine Spende in Höhe von 130 Millionen Dollar angenommen hat, um amerikanische Truppen während des anhaltenden Regierungsstillstands zu bezahlen – eine Zuwendung, von der Präsident Donald Trump sagte, sie stamme von „einem Freund“, der die Militärangehörigen unterstützen wolle.

US-Shutdown: Pentagon nimmt anonyme Millionenspende an. Donald Trump sagte, sie stamme von „einem Freund“. (Symbolbild)

Der Hauptsprecher des Pentagons, Sean Parnell, sagte am Freitag in einer E-Mail an Newsweek: „Am 23. Oktober 2025 hat das Department of War eine anonyme Spende in Höhe von 130 Millionen Dollar basierend auf seiner allgemeinen Befugnis, Geschenke anzunehmen, entgegengenommen. Die Spende wurde unter der Bedingung gemacht, dass sie zur Deckung der Kosten für Gehälter und Zulagen für Militärangehörige verwendet wird.“

130 Millionen Dollar: Trump-Regierung bezahlt Soldaten mit Spende

Das Statement endete mit den Worten: „Wir sind dankbar für die Unterstützung dieses Spenders, nachdem die Demokraten sich entschieden haben, den Sold der Truppen zurückzuhalten.“ Die Bestätigung folgt auf einen Tag, nachdem die Mehrheit der demokratischen Senatoren eine Gehaltszulage für das US-Militär blockiert hatte.

Die Bestätigung der Spende durch das Pentagon erfolgt kurz nachdem es dem Senat nicht gelungen war, über die Freigabe von Mitteln zur Bezahlung von Militärpersonal und wichtigen Mitarbeitern abzustimmen. 54 Senatoren stimmten dafür, 45 dagegen, womit die erforderliche Mehrheit nicht erreicht wurde. Die Abstimmung kam, nachdem Republikaner einen Gesetzentwurf der Demokraten blockiert hatten, der darauf abzielte, alle Bundesangestellten, Militärangehörigen und staatlichen Auftragnehmer zu bezahlen und gleichzeitig verhindern sollte, dass Trump während des Shutdowns zu Massenentlassungen greift.

Rückblick auf die ersten 100 Tage: Trump krempelt die USA um – eine Chronik

Donald Trump
Donald Trump
Amtseinführung Trump
Grenze zu Mexiko
Rückblick auf die ersten 100 Tage: Trump krempelt die USA um – eine Chronik

Shutdown in den USA: Trump verkündet anonyme Spende von „einem Freund“

Die Regierung ist seit dem 1. Oktober geschlossen. Republikaner und Demokraten befinden sich in einer Pattsituation, in der sie sich gegenseitig für den Shutdown verantwortlich machen und versuchen, Unterstützung für Lösungen zur Wiedereröffnung der Regierung zu gewinnen. Die Republikanische Partei hat in sowohl dem Repräsentantenhaus als auch im Senat eine Mehrheit, benötigt jedoch weiterhin die Unterstützung der Demokraten, um zu einer Einigung zu kommen.

Der Sold der Militärangehörigen ist ein zentrales Thema, da etwa 1,3 Millionen Berufssoldaten Gefahr laufen, kein Gehalt zu erhalten. Ausstehende Löhne sollen nach Beendigung des Shutdowns nachgezahlt werden.

Trump gab am Donnerstag bekannt, dass die Spende von „einem Freund“ stammt, der anonym bleiben möchte. Die Bestätigung des Pentagons über die große Summe folgt darauf, dass die meisten Demokraten – bis auf drei – gegen den Vorschlag zur Umverteilung der Mittel gestimmt haben.

Der Beitrag deckt lediglich einen Bruchteil der Milliarden, die für die Gehaltsliste des Militärs benötigt werden. Laut bundesstaatlichen Angaben, die The Washington Post einsehen konnte, gibt das Pentagon etwa 7,5 Milliarden Dollar alle zwei Wochen für Gehälter von Soldaten und Reservisten aus.

Die Spende, die mit der Tradition bricht, dass das Militär in der Regel durch Mittelzuweisungen des Kongresses finanziert wird, wirft rechtliche und ethische Fragen auf. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsweek.com)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Pool/ABACA

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare