Juniwetter
Bauernregel im Juni: Wenn es an diesem Tag regnet, bleibt es wochenlang nass
Einer uralten Bauernregel zufolge soll ein Tag im Juni das Wetter der kommenden Wochen bestimmen. Dabei spielt Regen eine große Rolle.
Ein Heiliger, der vor rund 1500 Jahren lebte, soll verraten, wie das Wetter im Juni wird. Klingt weit hergeholt? Vielleicht. Und doch will eine alte Bauernregel das Wetter der kommenden paar Wochen vorhersagen.
Am 8. Juni wird des heiligen Medardus gedacht. Und an diesem Tag lohnt ein Blick aus dem Fenster – zumindest wenn man alten Volksweisheiten Glauben schenken möchte. Medardus gilt als Schutzpatron der Bauern, Winzer und Bierbrauer. Sein Namenstag ist ein wichtiger Lostag im Bauernjahr – also ein Kalendertag, an dem Bauern durch Wetterbeobachtung versuchten, Schlüsse auf die kommende Witterung zu ziehen.
Sankt Medardus soll Aufschluss über Juniwetter geben
Eine Fassung der Regel lautet: „Wie‘s wittert auf Medardustag, so bleibt‘s sechs Wochen dann danach.“ Die Botschaft scheint eindeutig: Was das Wetter am 8. Juni macht, soll Zeichen setzen – für gut vier bis sechs Wochen. Laut dem Wetterportal wetter.de soll ein Blick auf die Statistik zeigen: Falle am Medardstag Regen, liege die Wahrscheinlichkeit bei immerhin 64 Prozent, dass auch der restliche Juni nasser ausfalle als üblich.
Meteorologisch sei das durchaus plausibel: Wetterlagen neigten im Sommer dazu, sich über mehrere Wochen zu halten. Großwetterlagen, die Mitte Juni für Regen sorgen, könnten sich demnach tatsächlich über längere Zeit festsetzen, heißt es bei wetter.de. Umgekehrt gelte allerdings: Bleibt der 8. Juni trocken, sage das wenig bis gar nichts über den weiteren Juni aus. Der Monat bleibe dann statistisch völlig offen.
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Wie genau das Wetter an diesem Tag in NRW ausfällt, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht klar vorhersagen. Einen Trend gibt es aber doch schon, wie Meteorologin Annika Jacob von Wetteronline auf Nachfrage von wa.de erklärt. „Zum Wochenende könnte ein Hoch wieder wetterbestimmend für uns werden und sonnigeres und trockeneres Wetter bringen. Das setzt sich voraussichtlich dann in der kommenden Woche fort“, erklärt sie. Demnach könnte der 8. Juni durchaus trocken und warm ausfallen – für Landwirtschaft und Natur eher kontraproduktiv.
Wie alle Bauernregeln basiert auch jene um den Medardstag auf jahrzehntelangen Beobachtungen und bäuerlichem Erfahrungswissen. Die Regeln spiegeln Muster wider, die sich über Generationen hinweg wiederholt haben – ohne dabei wissenschaftlich präzise zu sein. Für zuverlässige Wettervorhersagen sorgen letztlich nur professionelle Meteorologinnen und Meteorologen.
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