Temperatursturz steht bevor

Mit den Eisheiligen kommt der Temperatursturz – Wetter-Expertin wagt Frost-Prognose

Mit den Eisheiligen kommt ein erneuter Temperatursturz – das sagen zumindest mehrere alte Bauernregeln. Eine Wetter-Expertin wagt die Frost-Prognose für 2026.

„Vor Nachtfrost du nie sicher bist, bis Sophie vorüber ist.“ So lautet eine von vielen Bauernregeln zu den sogenannten Eisheiligen. Dabei handelt es sich um mehrere Namenstage von katholischen Heiligen im Mai. Und laut Volksmund sind an diesen Tagen die letzten kalten Nächte des Frühjahrs möglich. Die Eisheiligen beginnen am 11. Mai. Droht also kommende Woche wieder frostiges Wetter in NRW?

Die Eisheiligen bringen den letzten Frost im Frühjahr – das besagen mehrere Bauernregeln. (Symbolbild)

Laura Umbach, Meteorologin vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Essen, sagt im Gespräch mit wa.de: „In der kommenden Woche werden wir, passend zu den Eisheiligen, eine Abkühlung kriegen.“ Nach aktuellem Stand der Daten sei es wahrscheinlich, dass noch einmal vom Europäischen Nordmeer kalte Luft Richtung Deutschland ziehe. Doch dies bedeute noch lange nicht, dass es in NRW frostig wird, erklärt die Wetter-Expertin.

Noch einmal Frost in NRW? Wetter-Expertin wagt Prognose für die Eisheiligen 2026

Die Höchstwerte würden von 22 bis 24 Grad am Samstag und Sonntag auf maximal 16 bis 18 Grad am Montag und Dienstag abfallen. „Da sind wir nachts trotzdem noch vom Luftfrostbereich entfernt“, so Umbach. Frost in Bodennähe sei vereinzelt möglich, allerdings: „Dafür müsste es schon sehr aufklaren und eher windstill sein.“ Für eine eindeutige Vorhersage sei es zudem noch zu früh. Trotzdem wagt die Meteorologin die Prognose für die Eisheiligen in NRW: „Stand jetzt ist eher weniger von Frost auszugehen.“

Die Eisheiligen gehen vom 11. bis zum 15. Mai. „Pankraz, Servaz, Bonifaz machen erst dem Sommer Platz“, „Vor Nachtfrost du nie sicher bist, bis Sophie vorüber ist“ oder auch „Mamerz hat ein kaltes Herz“ gehören zu den bekanntesten Sprüchen für diesen Zeitraum. Das sind die einzelnen Namenstage:

  • Mamertus – 11. Mai
  • Pankratius – 12. Mai
  • Servatius – 13. Mai
  • Bonifatius – 14. Mai
  • Sophie – 15. Mai

Grundsätzlich muss laut Umbach im Mai mit Spätfrost gerechnet werden – auch unabhängig von den Eisheiligen. „Es gab ein paar Jahre, in denen es auch noch an Pfingsten im Juni Frost in Bodennähe gab“, so die Expertin. Bodenfrost im Mai und Anfang Juni komme nicht häufig vor, sei aber auch keine absolute Seltenheit.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Rolf Poss

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