Alte Bauernregel

Eisheilige 2026: Meteorologe gibt erste Wetter-Prognose für NRW

An den Eisheiligen kommt es einer alten Bauernregel zufolge zu einem Temperatursturz. Ein Experte erklärt, was an dem Sprichwort dran ist.

Die Eisheiligen stehen bevor – damit sind die Tage vom 11. bis zum 15. Mai gemeint. Dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge hat der Begriff eine Bedeutung, die „historisch gewachsen“ ist. Grundlage ist die Beobachtung, dass es gegen Ende Mai noch einmal zu Kälteeinbrüchen kommen kann. Um dieses Phänomen ranken sich eine ganze Menge alte Bauernregeln – die sind besonders für Landwirte und Gärtner interessant, die ihre Pflanzen vor Spätfrost schützen wollen.

Spätfrost kann für Pflanzen verheerend sein – die Eisheiligen geben einer alten Bauernregel zufolge Aufschluss darüber, wann es sicher ist, zu pflanzen.

Bei den Eisheiligen handelt es sich um Gedenktage an katholische Heilige. Das sind die einzelnen Namenstage:

  • Mamertus – 11. Mai
  • Pankratius – 12. Mai
  • Servatius – 13. Mai
  • Bonifatius – 14. Mai
  • Sophie – 15. Mai

Wer genau wissen will, wann die Pflanzen vor möglichem Spätfrost sicher sind, wird von der einen oder anderen Bauernregel schon einmal etwas gehört haben. „Pankraz, Servaz, Bonifaz machen erst dem Sommer Platz“, „Vor Nachtfrost du nie sicher bist, bis Sophie vorüber ist“ oder auch „Mamerz hat ein kaltes Herz“ gehören zu den bekanntesten Sprüchen. Aber was ist überhaupt dran an den alten Regeln?

Bis Ende Mai ist Frost theoretisch möglich

„Bei den Eisheiligen handelt es sich um eine alte Bauernregel, die eigentlich im Kern nur besagt, dass es im Mai auch noch mal zu Spätfrost kommen kann“, sagt Meteorologe Niklas Weise von Wetteronline im Gespräch mit wa.de. „Das ist aber nicht unbedingt an diese fünf Tage geknüpft, weil die Wetterlage auch davor und danach noch kalt werden kann.“ Daher seien speziell diese Tage nicht wirklich relevant, da es auch noch bis Ende Mai zu Spätfrost kommen kann. Der Meteorologe kann dennoch schon eine erste Prognose für die Eisheiligen geben.

Allgemein gesehen ist das NRW-Wetter in dieser Woche ein wenig kühler, als noch am ersten Maiwochenende, als sommerliche Temperaturen vorherrschten. Am Montag, 4. Mai, und Dienstag, 5. Mai, kommt NRW aber trotzdem noch auf über 20 Grad – zusätzlich dazu gibt es Gewitter- und Starkregengefahr. Dann sinken die Temperaturen zwar noch weiter, sodass am Mittwoch und Donnerstag dann nur noch Höchsttemperaturen von etwa 13 bis 16 Grad drin sind. Aber ein weiterer Temperatureinbruch, der etwa Spätfrost zur Folge hätte, sei für die Eisheiligen nicht zu erwarten, erklärt Weise.

„Der erste Trend sieht nicht nach einem großen Kaltlufteinbruch aus. Die Luftmasse ist eher mild. Und das gilt auch für die Nächte“, so der Meteorologe. Trotzdem lasse sich zum jetzigen Zeitpunkt noch keine genaue Vorhersage machen. Der Experte rät, am kommenden Wochenende einmal die Wettervorhersage zu checken – wenn dann kein Frost angesagt ist, könne man so langsam mit dem Pflanzen anfangen.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Christian Ohde

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