Verkehrsunfall
Lkw von Zug gerammt: Nach Frontalcrash zweier Autos folgt weiterer Unfall
Ein schwerer Unfall legte den Berufsverkehr in Münster lahm. Während der Rettungsarbeiten kam es zu einem weiteren Crash – zwischen einem Lkw und einem Zug.
Münster - Auf der Warendorfer Straße in Münster kam es am Dienstagmorgen, 4. Februar, zu gleich zwei Unfällen. Diese sorgten für massive Verkehrseinschränkungen. Bei den Vorfällen wurden drei Personen verletzt, zwei von ihnen schwer.
Frontalcrash auf Warendorfer Straße: Drei Verletzte und Verkehrschaos
In Höhe der Brücke über den Dortmund-Ems-Kanal krachten gegen 5.47 Uhr zwei Autos im Baustellenbereich frontal ineinander, wie die Feuerwehr Münster mitteilt. Die Ursache des Unfalls ist bislang unbekannt. Noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr leisteten Ersthelfer den Unfallbeteiligten Unterstützung. Insgesamt wurden drei Personen bei dem Unfall verletzt: In einem der Fahrzeuge erlitt ein 71-jähriger Insasse leichte Verletzungen, während in dem anderen Fahrzeug zwei Fahrgäste, ein 60-Jähriger und eine 57-Jährige, schwer verletzt wurden. Eine der schwer verletzten Personen musste mit hydraulischen Rettungsgeräten befreit werden.
Doch damit nicht genug: Der Unfall führte zu einer Vollsperrung der Warendorfer Straße. Der Berufsverkehr kam zum Stillstand. Im entstandenen Rückstau kam es zu einem weiteren Verkehrsunfall auf dem Bahnübergang Warendorfer Straße. Ein LKW blieb auf den Gleisen stehen und wurde von einem herannahenden Zug erfasst. Hierbei entstand ein Sachschaden, so die Feuerwehr. In dem Zug saßen laut Polizei zu dem Zeitpunkt 27 Personen, fünf von ihnen erlitten leichte Verletzungen. Die übrigen Fahrgäste des Zuges wurden in einen Bus der Stadtwerke begleitet und betreut.
Bahnstrecke vorübergehend gesperrt
Durch die Unfälle kam es in Münster zu Einschränkungen im Verkehr: Die Warendorfer Straße war bis zum Mittag gesperrt, so die Polizei. Laut zuginfo.nrw war auch die Regionallinie RB 67 davon betroffen, da die Strecke vorübergehend gesperrt war, die Sperrung dauerte bis 18.30 Uhr an. „In der Folge kommt es zu Verspätungen, Teilausfällen und Ausfällen auf dem gesamten Laufweg“, heißt es. Ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet.
Auch in Hamm kam es kürzlich innerhalb weniger Stunden zu drei Unfällen an derselben Stelle. Ein technisches Versagen soll nicht der Grund für die Unfall-Serie sein.
Rubriklistenbild: © Helmut P. Etzkorn / dpa

