Eggeweg

Ein stiller Wanderpfad in NRW: Route verbindet gleich mehrere malerische Regionen

Gleich mehrere Teile in Deutschland verbindet der Eggeweg. Über 70 Kilometer bietet er viel Abwechslung – sowohl sportlich als auch in der Natur.

Der Eggeweg ist ein klassischer Fernwanderweg in Nord- und Mittelwestdeutschland, der zu den ersten vom Deutschen Wanderverband mit dem Gütesiegel „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ ausgezeichneten Routen zählt.

Etliche Wege, kurz und lang, schwer und leicht, laden im Teutoburger Wald rund um die Externsteine zum Wandern ein.

Über rund 70 Kilometer folgt der Weg dem Höhenrücken des Eggegebirges, zunächst direkt an den gewaltigen Sandsteinformationen der Externsteine bei Horn-Bad Meinberg und stetig weiter nach Süden bis in das Diemeltal bei Marsberg. Dabei verläuft er überwiegend naturnah durch Buchen- und Mischwälder, auf schmalen Pfaden und oft ohne große Siedlungsnähe. Der Eggeweg ist zudem Teil des Europäischen Fernwanderwegs E1 und Teil des Wanderprojekts Hermannshöhen, das nördlich im Teutoburger Wald mit dem Hermannsweg verbunden wird.

Wandernde sollten Ausdauer und Trittsicherheit mitbringen

Das Profil des Weges ist mittel: Wandernde sollten Ausdauer und Trittsicherheit mitbringen, denn im Verlauf sammeln sich Auf- und Abstiege, und die Etappen sind eher substanzielle Tagesstrecken. Einkehrmöglichkeiten liegen nicht durchgängig direkt am Weg, daher empfiehlt sich das Mitnehmen von Verpflegung und eine gute Tagesplanung. Diese Tagesetappen gibt es:

  1. Externsteine – Iburg (ca. 21 km, ca. 6 h): Die erste Etappe setzt direkt bei den markanten Externsteinen an, deren Sandstein-Felsformationen auch kulturell und geologisch reizvoll sind. Vom Tal des Silberbachs führt der Pfad stetig hinauf auf den Kamm des Eggegebirges, vorbei an Mischwäldern und Feldfluren, bis zur Iburg oberhalb von Bad Driburg. Unterwegs wechseln sich Waldabschnitte mit aussichtsreichen Wegstücken ab. Die Distanz dieser Tagesetappe ist konditionell anspruchsvoll, aber machbar für Wandernde mit etwas Tourenerfahrung.
  2. Iburg – Bierbaums Nagel (ca. 23 km, ca. 6 h): Auf der zweiten Tagesetappe geht es weiter über den Höhenrücken, vorbei an kleineren Aussichtspunkten und kulturhistorischen Orten. Ein besonderes Ziel dieser Etappe ist der Aussichtspunkt Bierbaums Nagel, ein historischer Turm, der in den 1840er-Jahren errichtet wurde und heute markant über der Landschaft thront. Diese Strecke führt dicht am Kamm entlang, der hier immer wieder Einblicke in das umliegende Landschaftsbild erlaubt, und ist geprägt von Waldwegen, teils mit leichten An- und Abstiegen.
  3. Bierbaums Nagel – Marsberg/Diemeltal (ca. 28 km, ca. 8 h): Die längste Etappe des Eggewegs setzt die Wanderung weiter nach Süden fort und führt schließlich ins Diemeltal, wo der Fernwanderweg in Marsberg endet. Der Weg verläuft weiterhin über naturnahe Pfade, durch Waldgebiete, über Höhen und entlang kleinräumiger Landschaften, bis hinab in die Flusstäler. Auf dieser Tagesetappe ist die Distanz deutlich spürbar – sie macht den Abschnitt zum herausforderndsten Teil der Wanderung. Am Ziel wartet in Marsberg eine Auswahl an Übernachtungs- und Einkehrmöglichkeiten, die eine wohlverdiente Erholung nach der Tour bieten.

Je nach Tempo und persönlichen Vorlieben kann der Eggeweg auch in vier Tagesetappen aufgeteilt werden, indem einzelne Abschnitte noch einmal geteilt werden.

Von hier aus ist NRW am schönsten: Die besten Aussichtspunkte im Überblick

Zu sehen ist der Aussichtspunkt an den Externsteinen im Teutoburger Wald.
Blick von den Externsteinen auf den Wiembecketeich und den Teutoburger Wald.
Zu sehen ist das Herrmannsdenkmal bei Detmold im Teutoburger Wald.
Zu sehen ist die Landschaft rund ums Herrmannsdenkmal bei Detmold im Teutoburger Wald.
Von hier aus ist NRW am schönsten: Die besten Aussichtspunkte im Überblick

Der Eggeweg bietet eine Mischung aus ruhigen Waldabschnitten, weiten Ausblicken und historischen Punkten entlang eines traditionellen Höhenpfads. Durch seine Position über dem Eggegebirge sind die Perspektiven abwechslungsreich, die Routen markiert und auch über mehrere Tage gut planbar. Für Wandernde, die klare Etappen, naturnahe Wege und eine Verbindung aus Landschaft und Geschichte suchen, ist dieser Fernwanderweg ein solides Ziel.

Rubriklistenbild: © IMAGO/imagebroker

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