Naturwunderwahl 2025
Wahl zum Naturwunder des Jahres: NRW ist mit zwei besonderen Orten dabei
Die Wahl zum heimischen Naturwunder 2025 läuft noch bis Ende September. Unter den Bewerbern finden sich auch zwei beeindruckende Naturphänomene aus NRW.
Köln – Gemeinsam mit dem Deutschen Wanderverband sucht die Heinz Sielmann Stiftung das „Naturwunder des Jahres 2025“. Die Stiftung setzt sich seit mehr als drei Jahrzehnten für den Erhalt von Lebensräumen heimischer Pflanzen- und Tierarten ein. Alle Naturliebhaber werden in der Publikumswahl dazu aufgerufen, unter neun Kandidaten das Naturwunder des Jahres zu wählen – zwei davon befinden sich in Nordrhein-Westfalen.
Naturwunderwahl 2025: Diese Orte gehen für NRW ins Rennen
- Der malerische Obersee der Rurtalsperre ist Teil der Eifeler Seenplatte, die aus dem Rursee, Obersee und der Urfttalsperre besteht. Der Obersee beeindruckt mit verzweigten Gewässern, die sich durch idyllische Buchenwälder, Moore und freie Flächen schlängeln. Rund um den Obersee bieten gut markierte Wanderwege Blicke auf die Landschaft, die Wasser, Wald und Wiesen zu einem echten Naturwunder vereint. Wanderer können neben einem vielfältigen Naturraum auch seltene Tiere wie Biber, Eisvögel oder Schwarzstörche entdecken, die die Umgebung des Obersees zu ihrem Rückzugsort gemacht haben.
- Die imposanten Externsteine im Teutoburger Wald ragen 40 Meter in die Höhe und sind umgeben von einem rund 127 Hektar großen Naturschutzgebiet. Die majestätischen Sandsteinformationen zählen zu den bekanntesten Natur- und Kulturdenkmälern Deutschlands. Entstanden sind die beeindruckenden Relikte vor rund 80 Millionen Jahren. Gesicherte Pfade und Treppen ermöglichen Besuchern spektakuläre Ausblicke auf die einzigartigen Felsformationen und die malerische Landschaft des Teutoburger Waldes. Auf speziellen Naturerlebnispfaden kann auf eigene Faust die Region erkundet werden. Auch einer der schönsten Höhenwege Deutschlands verläuft durch den Teutoburger Wald. Der Hermannsweg, dessen letzte Etappe zu den Externsteinen führt, ist eines der vorgestellten Ausflugsziele im Ratgeber Heimatperlen NRW.
Nordrhein-Westfalens „Heimatperlen“
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Welche Naturphänomene für 2025 zur Wahl stehen
- Die Breitachklamm in den Allgäuer Alpen in Bayern gilt als eine der eindrucksvollsten Felsschluchten Mitteleuropas. Eine Kombination aus imposanten Felswänden, die sich teils über 100 Meter in die Höhe auftürmen, und rauschendem Gewässer, das sich mit Kraft seinen Weg durch die Enge bahnt.
- Der Blautopf in der Schwäbischen Alb, Baden-Württemberg, ist eine türkisblaue Karstquelle, aus der der Fluss Blau entspringt. Unter dem Blautopf verbirgt sich eines der größten Höhlensysteme Deutschlands, von dem weite Teile noch unerforscht sind.
- Der ehemalige Staatsbruch Lehesten in Thüringen imponiert mit ruhigen Wasserflächen, Pionierwäldern und steilen Felswänden, an denen Moos und Flechten wuchern. Das einstige Industrieareal ist eingebettet in ein Naturschutzgebiet und heute Lebensraum für verschiedene Tierarten.
- Der Dreimühlen-Wasserfall in der Eifel gilt als einziger „wachsender Wasserfall“ Deutschlands. Einst entstanden durch Kalkablagerungen wächst er durch die selbigen kontinuierlich weiter: Im angesiedelten Moos lagern sich sogenannte „Kalksinter“ ab, wodurch der Wasserfall bis zu zehn Zentimeter pro Jahr ins Tal wächst.
- Die Buchenwälder von Serrahn im Müritz-Nationalpark, Mecklenburg-Vorpommern, sind UNESCO-Welterbe und eines der ältesten Laubwaldgebiete Deutschlands. Neben Baumriesen, majestätischen Rotbuchen und alten Kiefern bereichern auch Seen und Moore den vielfältigen Lebensraum und bieten so ideale Bedingungen für zahlreiche Pflanzen-, Pilz- und Tierarten.
- Beim Wasserbaum Ockensen in Niedersachsen handelt es sich um ein sogenanntes Tuffgebilde. Das entsteht durch die langsame Ablagerung von Kalksinter – also Ablagerungen, die sich über Jahrzehnte aus kalkhaltigem Quellwasser zu dem baumförmigen Gebilde angereichert haben. Aus dem „Baumstamm“ sprudelt außerdem beständig Wasser – ein Phänomen, das jedes Jahr viele Schaulustige anlockt.
- Die Lange Anna ist ein rund 47 Meter hoher Küstenfelsen auf der Insel Helgoland in Schleswig-Holstein. Er besteht aus 25.000 Tonnen rotem Buntsandstein und formt sich durch die starke Brandung stets weiter. Der imposante Felsen gilt als Wahrzeichen der Insel.
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Wunderbare Orte in Deutschland entdecken – mit den „Heimatperlen“
Abstimmen für das Naturwunder des Jahres kann man über die Website der Heinz Sielmann Stiftung. Die Abstimmung läuft vom 11. August bis 28. September. Zwischen allen Teilnehmenden werden außerdem Preise verlost. Darunter sind beispielsweise Bücher, Reiseführer, Wanderrucksäcke oder eine Safari samt Übernachtung in der Döberitzer Heide.
Nicht nur in Nordrhein-Westfalen gibt es schöne Orte in der Natur zu entdecken. Im Ausflugsmagazin Heimatperlen zeigen wir zahlreiche schöne Orte zum Beispiel in Bayern oder vielfältige Ausflugsziele in Hessen. In der PDF-Bibliothek von wa.de können Sie die Ausflugsmagazine kostenlos herunterladen.
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