Neuer Freizeitpark
„Es wird knapp“: Wird Karls Erlebnis-Dorf wirklich komplett fertig?
Eine Arbeit gegen die Zeit: Am 15. Juli soll Karls Erlebnis-Dorf in Oberhausen eröffnen. Auf der Baustelle wartet aber noch viel Arbeit.
Das Eröffnungsdatum von Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen ist nicht mehr zu übersehen: Ein riesiges Banner an einem der Centro-Parkhäuser, mehrere große Hinweise im Centro Oberhausen selbst und auch der Zaun am Gelände der Baustelle machen den Termin in knalligem Rot unübersehbar. Am 15. Juli um 11 Uhr geht es los mit dem ersten Erdbeer-Freizeitpark in NRW. Eine klare Ansage. Karls-Chef Robert Dahl sagt im Gespräch mit wa.de aber auch: „Es wird knapp.“
Gleichzeitig macht Dahl deutlich, dass er trotz des engen Zeitplans nicht am Termin zweifelt: „Ich sehe aktuell nichts, was den Eröffnungstermin verhindern könnte.“ Und wenn der Karls-Chef das sagt, spricht er aus Erfahrung. Sieben Karls Erlebnis-Dörfer wurden bereits in Deutschland eröffnet – und auch dort wirkte manches bis kurz vor der Eröffnung noch unfertig. Wenige Tage später gingen jedoch fertige Manufakturen, Spielplätze und Fahrgeschäfte an den Start. Und Bauleiter Maik Schlichting hat bereits im Mai im Gespräch mit wa.de erklärt, wieso die Bauarbeiten bei Karls so zügig voranschreiten.
Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen: Warum Robert Dahl kein Soft-Opening möchte
Immer wieder wird in den Kommentaren unter den Baustellen-Videos, die Karls seit Anfang Juni regelmäßig in den sozialen Medien veröffentlicht, spekuliert, dass die Eröffnung am 15. Juli zwar eingehalten wird – aber den Besuchern noch nicht alles zur Verfügung stehen wird. Von so einem Soft-Opening möchte Robert Dahl aber nichts wissen. „Ich möchte, dass wir ein komplett fertiges Erlebnis-Dorf eröffnen“, sagt der Karls-Chef. Für die Begründung nutzt er ein Zitat von Hermann Hesse: „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.“ Von Tag 1 an sollen die Besucher das uneingeschränkte Karls-Erlebnis geliefert bekommen. Und gerade Besucher, für die das ein Erstkontakt darstellt, sollen nicht enttäuscht nach Hause gehen.
Damit das gelingt, arbeiten derzeit rund 480 Menschen auf der Baustelle. Nach Angaben von Dahl summiert sich das auf etwa 4800 Arbeitsstunden pro Tag. Doch entscheidend ist nicht allein die Zahl der Arbeiter. Vielmehr geht es darum, dass die vielen Bereiche exakt ineinandergreifen. Der Karls-Chef erklärt, dass Elektrik, Gestaltung, Tiefbau und zahlreiche weitere Gewerke parallel laufen. Jedes einzelne Puzzlestück müsse genau dann fertig werden, wenn das nächste anschließen kann.
Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen: Die Baustelle 27 Tage vor der Eröffnung




Und einige „Selbstverständlichkeiten“ hat beim Bau eines Freizeitparks manch ein Außenstehender vielleicht gar nicht auf dem Schirm. Besucher mögen später auf Achterbahnen, Spielplätze und Manufakturen achten. Im Hintergrund entscheiden jedoch oft ganz andere Dinge darüber, ob ein Freizeitpark überhaupt eröffnen kann, wie Strom, Wasseranschlüsse und funktionierendes Internet. „Ohne das können wir nicht wirklich öffnen“, erklärt Robert Dahl.