Sichere Anlage in Krisenzeiten?
Krisenstimmung durch Trump: Gold erreicht Rekordhoch und beschert Anlegern Gewinne
Aktuell erreicht der Goldpreis immer neue Rekorde. Was die Banken raten, welche Länder das meiste Gold besitzen und wieso der Preis bald erneut steigen könnte.
31 Gramm Gold – das Gewicht von etwa zwei Esslöffeln Zucker – sind aktuell über 3030 Euro wert. Ein neues Rekordhoch für die Feinunze Gold. Das Edelmetall gehörte zuletzt zu einer der beliebtesten Anlagen. Vor 2020 lag der Preis mehrere Jahre lang zwischen 1000 und 1400 Euro pro Feinunze, seitdem steigt der Kurs ständig.
Nationale Währungen verlieren in Krisen an Wert: Aktuell etwa der Dollar
Ökonomen erklärten die Entwicklung der letzten fünf Jahre unter anderem damit, dass in unruhigen Zeiten Gold immer schon als sichere Anlage gilt. In der Corona-Pandemie, die wirtschaftlich schwere Folgen hatte. Oder als Russland den Angriffskrieg auf die Ukraine startete. Und als der Nahostkonflikt zwischen Israel und Palästina eskalierte. Hinzu kam schließlich: die Präsidentschaft von Donald Trump in den USA.
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Trumps Politik, insbesondere in Hinblick auf auferlegte Einfuhrzölle, schwächt nicht nur Unternehmen. Seit seinem Amtsantritt Ende Januar 2025 ist der US-Dollar um 0,10 Euro im Wert gesunken. Eine Sorge, die Anleger in den USA umtreibt: mögliche Inflation. Trump, der niedrige Zinsen bei der US-Notenbank Fed durchsetzen will, könnte am Freitag (5. September) nochmal nachlegen. Dann werden die aktuellen Zahlen vom US-Arbeitsmarkt präsentiert. Fallen diese schwach aus, könnte der Zins weiter gesenkt werden. Und das wiederum den Goldpreis nochmal höher treiben – der liegt in den USA aktuell bei über 3500 Dollar.
Sollten Sie in Gold investieren: Das raten Ihnen deutsche Banken
Lohnt es sich nun, in Gold zu investieren? Zu dem Thema gibt es von Finanzinstituten keine klare Empfehlung. Banken wie die Sparkasse, die Volksbanken-Raiffeisenbanken oder die Hypovereinsbank weisen auf das Risiko hin, dass Gold starken Kursschwankungen unterliegt. Zudem ist teilweise die Anlagedauer entscheidend, denn erst nach feinem Jahr lassen sich etwa physische Goldanlagen – also Barren und Münzen – so verkaufen, dass der Gewinn steuerfrei einbehalten werden kann. Vorher gilt auch darauf die Abgeltungssteuer von 25 Prozent. „Wer von der Goldentwicklung 2025 profitieren will, braucht mehr als ein gutes Bauchgefühl“, heißt es in einer Übersicht der Sparkasse.
In diesen Ländern gibt es das meiste Gold als Staats-Reserve
Gold dient im Übrigen nicht nur Privatanlegern als sichere Rücklage. Goldreserven wurden in der Vergangenheit von Ländern vorrangig zur Deckung der eigenen Währung genutzt. Heute dienen Edelmetallreserven auch für Staaten als finanzielle Rücklage in Krisenzeiten. Seit der Finanzkrise 2008 bauen auch Banken ihre Rücklagen wieder auf.
Insgesamt gab es 2022 weltweit einen Goldbestand von rund 35.500 Tonnen. Eine Tonne ist nach aktuellem Preis über 1,12 Milliarden Dollar wert. Die größten staatlichen Goldreserven haben die USA mit etwa 8100 Tonnen. Auf Platz zwei befindet sich Deutschland. Allerdings mit großem Abstand zum Listenersten: 3355 Tonnen Gold sind laut Vergleichsportal Verivox im Besitz der Bundesrepublik. Wobei ein Großteil davon in den USA und in England gelagert wird.
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