„War mein Steckenpferd als Athlet“
Skispringen: Anderes Land, anderer Sport – Neuer Job für Eisenbichler
Viele Jahre prägte Markus Eisenbichler das deutsche Skispringen. Jetzt geht er neue Wege und wechselt nach Österreich. Dort will er sein Wissen in einer anderen Sportart einbringen.
2025 beendete Markus Eisenbichler seine erfolgreiche Karriere im Skispringen. Jetzt überrascht der Siegsdorfer mit einem Wechsel in eine andere Sportart. Künftig wird er für das Team der Nordischen Kombination in Österreich tätig sein.
Wie der Österreichische Skiverband ÖSV in den sozialen Medien bekannt gab, wird Eisenbichler die Kombinierer im Bereich Service und Materialentwicklung unterstützen.
Eisenbichler mit klarem Auftrag – „War mein Steckenpferd als Athlet“
„Ich bin für die Weiterentwicklung des Materials zuständig. Auch im Bereich des Fliegens werde ich die Athleten unterstützen und mein Know-how einbringen. Mein Steckenpferd als Athlet waren Flug und Material. Das muss stimmig sein und spielt eine immer größere Rolle“, sagte Eisenbichler auf dem Instagram-Kanal des Österreichischen Skiverbandes. Dabei stand er an der Bergiselschanze in Innsbruck, wo er 2019 Einzelweltmeister wurde und den größten Erfolg seiner Karriere feierte.
Österreich gehört in der Nordischen Kombination zu den stärksten Nationen und stellte im vergangenen Winter mit Johannes Lamparter den Gesamtweltcupsieger. „Der Athlet ist im Vorderrund und muss es selbst umsetzen. Aber Schuh, Ski und Bindung müssen perfekt auf den Athleten abgestimmt sein. Das war mir früher schon bewusst, und dabei will ich die Athleten unterstützen“, ergänzte der 35-Jährige.
Über ein Jahrzehnt prägte Eisenbichler das deutsche Skispringen entscheidend mit. In seiner Karriere gewann er sechs Goldmedaillen bei Weltmeisterschaften und hält damit den deutschen Rekord. Seinen letzten großen Erfolg feierte der Siegsdorfer bei den Olympischen Spielen 2022 in Peking, wo er mit dem deutschen Team die Bronzemedaille gewann.
Nach seinem Karriereende im Frühjahr 2025 blieb Eisenbichler dem Skispringen in seiner Funktion als Experte und Co-Kommentator beim TV-Sender ‚Eurosport‘ verbunden. Ob er in dieser Position weiterarbeiten wird, ist unklar. (Quelle: chiemgau24.de, truf)