Abschied am Holmenkollen
NoKo-Star Rydzek beendet seine aktive Zeit mit Sektdusche und als bester Deutscher
Johannes Rydzek hat in Oslo seine beeindruckende Laufbahn beendet. Der Abschied im Zielraum wurde zu einer emotionalen Familienangelegenheit.
Mit ausgebreiteten Armen genoss Johannes Rydzek die Sektdusche im Zielraum von Oslo. Der zweimalige Olympiasieger hat seine beeindruckende Karriere als Nordischer Kombinierer mit einem starken achten Platz beim Weltcup-Finale beendet. Teamkollegen und Wegbegleiter herzten den 34-Jährigen ausgiebig, nachdem er als bester Deutscher über die Ziellinie gefahren war.
Während der Österreicher Johannes Lamparter den Sieg holte und sich damit den Gesamtweltcupsieg sicherte, war das sportliche Ergebnis an diesem Tag Nebensache. Emotional wurde es bereits vor dem Start. Rydzeks Schwester Coletta, die erst vor Kurzem bei den Winterspielen in Italien Bronze im Langlauf-Teamsprint gewonnen hatte, winkte ihren Bruder bei seinem letzten Karrieresprung auf der Großschanze mit der Fahne ab.
Johannes Rydzek Karriereende: Vier Medaillen und sieben WM-Titel für NoKo-Star
Der Allgäuer blickt auf eine der erfolgreichsten Laufbahnen im deutschen Wintersport zurück. In seiner Karriere nahm er an insgesamt fünf Olympischen Winterspielen teil und sammelte dabei vier Medaillen, darunter die unvergessenen zwei Goldmedaillen von 2018. Hinzu kommen sieben Weltmeistertitel, die ihn zu einer echten Ikone der Nordischen Kombination machten.
Rydzek betonte nach seinem letzten Rennen, dass er seiner Sportart treu bleiben wolle, auch wenn die genaue Form seiner künftigen Tätigkeit noch offen sei. „Die Ski werden mich immer begleiten“, kündigte Rydzek in der ARD an. Neben beruflichen Plänen freut sich der NoKo-Star nun vor allem auf mehr Zeit mit seinen Liebsten. Es gebe noch viele familiäre Träume und Ziele, die er nun ohne den harten Weltcup-Alltag verfolgen könne.
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Johannes Rydzek geht erhobenen Hauptes und voller Dankbarkeit in den sportlichen Ruhestand. Der achte Platz in Oslo war noch einmal ein Beweis für seine Klasse, die ihn über anderthalb Jahrzehnte in der Weltspitze hielt. Nach den emotionalen Momenten am Holmenkollen wird sich der Allgäuer nun erst einmal zurückziehen. Sicher ist jedoch schon jetzt: Der Wintersport wird die sympathische Kämpfernatur aus Oberstdorf vermissen, wenn im nächsten Winter die Fahnen wieder wehen. (mah)
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