Drohnen-Krieg in der Ukraine

Wunder-Drohne „Hornet Queen“ fügt Putins Infranteristen schwere Verluste zu

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Ukraine-Krieg: Drohnenpiloten der Spezialeinheit Omega des ukrainischen Militärs trainieren in der Region Donezk (Archivbild)

Die „Hornissen-Königin“ soll weiterentwickelt werden. Erst seit Mai ist die Drohne im Einsatz. Bei einem neuen Test nimmt sie russische Stellungen unter Beschuss.

Kiew – Seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022 hat die Ukraine die heimische Drohnenproduktion massiv ausgebaut. Beteiligt an den Fortschritten bei der Entwicklung und dem Bau der Drohnen in der Ukraine sind auch freiwillige Gruppen. „Wild Hornets“ ist eine dieser Organisationen. Eine ihrer neusten Entwicklungen – die Hornet Queen – ist bereits seit Mai an der Front in der Ukraine im Einsatz. Nun soll die Entwicklergruppe die Drohe jedoch noch einmal um eine Funktion erweitert haben.

Mittlerweile werden Berichten zufolge über 100 Exemplare der „Hornet Queen“ an der Front genutzt. Auf Social-Media-Plattformen kursierte jüngst ein Video, auf denen ein Angriff auf dem zu sehen ist, wie russische Stellungen im Donbass angegriffen werden. Das Besondere in diesem Fall: Laut Bericht von Kyiv Post soll die Drohne erstmals mit einer automatischen Schusswaffe ausgestattet gewesen sein, welche die russischen Stellungen in der Region unter Beschuss nahm.

Ukraine entwickelt „Hornet Queen“ weiter und beschießt russische Stellungen mit Drohnen

„Unser Militär entwickelt die Hornet Queen weiter, die mit automatischen Waffen ausgestattet ist. Diesmal wurde der erste Kampfeinsatz durchgeführt – eine Position mit russischen Streitkräften ins Visier genommen“, heißt es in dem Kommentar der Drohnen-Entwickler zu dem Video.

Die „Queen Hornet“ könne „zu Recht als die größte ukrainische FPV-Drohne bezeichnet werden“, schrieb Defence Express im Juli über die Drohne. Sie habe gegenüber anderen Drohnen einen Vorteil, heißt es in einem Forbes Bericht. Die „Hornissen-Königin“ habe genug Schlagkraft, um einen Bunker mit einem Schlag zu zerstören. Sie könne unter anderem dazu genutzt werden, Minen zu legen und verfüge über eine starke Batterie. Somit könne sie tiefer über die Fronten hinaus operieren und „Kamikaze-Angriffe auf wertvolle Ziele durchzuführen“. Die „Hornet Queen“ könne ebenso dazu genutzt werden, um leichtere Drohnen zu transportieren.

Drohnen im Ukraine-Krieg: „Hornet Queen“ stehe noch vor Herausforderungen

Ein ukrainischer Luftaufklärer erklärte gegenüber Kyiv Post: „Dies ist einer der ersten Schritte bei der Schaffung von Systemen, die Ziele aus der Luft zerstören können. Die Technologie hat Potenzial, aber mehrere Faktoren, die die Wirksamkeit solcher Waffen beeinflussen, müssen angegangen werden.“ Die Entwickler stünden laut Post-Bericht noch vor Herausforderungen. Gegenüber der Zeitung erklärte das Mitglied des ukrainischen Militärs weiter: „Zu den größten Herausforderungen gehört die Gewährleistung einer präzisen Zielerfassung, die zusätzliche Zielausrüstung erfordert, sowie der Umgang mit begrenzter Munition und die Sicherstellung eines schnellen Nachladens.“

Im Ukraine-Krieg spielen Drohnen eine entscheidende Rolle. „Die Kämpfe in der Ukraine sind mehr als jeder andere Konflikt in der Geschichte der Menschheit ein Drohnenkrieg“, schrieb die New York Times im Jahr 2023 über den Einsatz von Drohnen im Ukraine-Krieg. Laut Bericht der US-Denkfabrik Atlantic Council habe die Ukraine in den vergangenen zwei Jahren mehr als 200 Unternehmen gegründet, die Drohnen herstellen.

Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz.
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben.
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bardley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechende Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren.
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Die Wild Hornets sollen bereits an einer neuen Version der „Hornet Queen“ arbeiten. Diese Version soll unter anderem über verbesserte Kommunikation sowie die doppelte Kampfnutzlast von etwa 18 Kilogramm verfügen. Über den Versuch, die Drohen mit einer automatisch feuernden Waffe zu kombinieren, zeige laut Entwicklergruppe „die Richtung auf, in die dieses Projekt voranschreiten sollte“. (pav)

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