Daten zu den Neuwahlen

Wahlergebnisse von AfD bei Bundestagswahl: Wer wählte die Partei von Alice Weidel

Alice Weidel sieht die AfD nach der Bundestagswahl auf dem Weg zur stärksten Partei Deutschlands. Daten zeigen, wer die Partei wählt.

Berlin – AfD-Chefin Alice Weidel gibt sich optimistisch. Ihre Partei habe nach der Bundestagswahl „die besten Voraussetzungen, die CDU innerhalb der nächsten Jahre für die nächste Wahl zu überholen, also stärkste Kraft zu werden“, sagte Weidel am Montag (24. Februar) in Berlin. Die AfD sei dann in der Lage, „den Regierungsauftrag für die nächsten Bundestagswahlen mitzunehmen“.

Die in Teilen rechtsextreme AfD wurde bei der Bundestagswahl mit 20,8 Prozent zweitstärkste Kraft – hinter der Union mit 28,6 Prozent. Weidel nannte dies einen „historischen Erfolg“. Die AfD habe das Ergebnis „innerhalb von drei Jahren seit der letzten Bundestagswahl verdoppeln“ können. „Wir sind Volkspartei“, betonte Weidel.

Die AfD-Spitze im Wandel der Zeit: von Bernd Lucke bis Alice Weidel

Die AfD liegt in den Umfragen zur Bundestagswahl 2025 an zweiter Stelle.
Auf dem Parteitag wurde Parteichefin Alice Weidel zur Kanzlerkandidatin gekürt.
AfD-Bundesparteitag in Riesa
AfD Parteitag 2013 in Berlin
Die AfD-Spitze im Wandel der Zeit: von Bernd Lucke bis Alice Weidel

Wahlergebnisse der AfD bei der Bundestagswahl: Wer die Weidel-Partei wählte

Weidel hob zudem hervor, dass die AfD bei den jungen Wählerinnen und Wählern „sehr stark“ abgeschnitten habe. Die Parteichefin nannte dies einen „Indikator, dass wir die Partei der Zukunft sind“. Tatsächlich haben sich laut Infratest dimap 20 Prozent der 18- bis 24-Jährigen für die AfD entschieden, bei den unter 30-Jährigen liegt sie bei 21 Prozent. Besser war hier jeweils nur die Linke (25 und 24 Prozent). 

Ein weiterer Faktor für den Erfolg der AfD könnte sein, dass immer mehr Menschen in Deutschland die AfD als „normale“ Partei wahrnehmen. Zwar meinen laut Infratest dimap 74 Prozent der Deutschen, die AfD distanziere sich nicht ausreichend von rechtsextremen Positionen, doch die Antwort auf eine andere Frage ist wichtiger: 84 Prozent derjenigen, die ihr Kreuzchen bei der AfD machen, sind der Ansicht, die Partei stehe „in der politischen Mitte und nicht rechts“.

Alice Weidel (Mitte), Tino Chrupalla (links), Kristin Brinker und Björn Höcke bejubeln das Wahlergebnis bei der Bundestagswahl.

Wahlergebnisse der AfD bei der Bundestagswahl: Auch Weidel verbessert

Diese Wahrnehmung der AfD könnte maßgeblich auf ihre Spitzenkandidatin Alice Weidel zurückzuführen sein. Sie hat sich zuletzt stark als das „bürgerliche Gesicht“ der AfD präsentiert, vor allem in TV-Debatten vor der Wahl. Selbst der umstrittene Auftritt mit dem US-Milliardär Elon Musk, bei dem sie Adolf Hitler zum Kommunisten erklärte, scheint die Wahrnehmung vieler Menschen nicht zu ändern.

So sind 24 Prozent der Deutschen mit Weidels politischer Arbeit zufrieden, zehn Prozentpunkte mehr als 2021. Immerhin 45 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass Weidel in vielen Punkten klar ausspreche, was Sache sei. Zudem werden der AfD vor allem in der Flüchtlingspolitik inzwischen ähnlich hohe Kompetenzwerte zugeschrieben wie der Union. Und 55 Prozent sind der Meinung, dass sie besser als andeer Partein verstanden habe, dass sich die Menschen nicht sicher fühlen. (cs)

Rubriklistenbild: © Sören Stache/dpa

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