„Müssen sofort wegziehen“
Radikales Vorgehen geplant: Trump will „schmutzige“ Obdachlose vertreiben – notfalls mit der Nationalgarde
Trump plant in Washington eine harte Offensive gegen Obdachlose und Kriminelle. Mit möglichem Einsatz der Nationalgarde. Bürgermeisterin Bowser widerspricht.
Washington, D.C. – US-Präsident Donald Trump hatte schon öfter für Aufsehen mit teils wirren Ideen gesorgt. Nun will er nach eigenen Angaben radikal in der Hauptstadt Washington durchgreifen. Gegen Kriminelle und laut Medienberichten vor allem auch gegen Obdachlose. Für sein Vorhaben erntet er scharfen Widerstand von der Washingtoner Bürgermeisterin.
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„Die Obdachlosen müssen SOFORT wegziehen“, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. „Wir werden euch Unterkünfte geben, aber WEIT weg von der Hauptstadt. Die Kriminellen müssen nicht wegziehen. Wir werden euch ins Gefängnis stecken, wo ihr hingehört.“ Weiterhin schrieb Trump, man werde nicht mehr „der nette Herr“ sein. „Wir wollen unsere Hauptstadt ZURÜCK“, so der amerikanische Präsident.
In einem weiteren Beitrag schrieb Trump: „Kriminalität, Brutalität, Schmutz und Abschaum werden VERSCHWINDEN.“ Er werde die US-Hauptstadt „wieder großartig machen“.
Nationalgarde-Einsatz in Washington möglich – Entscheidung noch offen
Zur Umsetzung der Pläne bereitet die Regierung einem US-Vertreter zufolge die Entsendung von Hunderten Mitgliedern der Nationalgarde vor. Eine endgültige Entscheidung sei jedoch noch nicht gefallen, meldet ntv.
Kritik hagelt es von vielen Seiten: Die Washingtoner Bürgermeisterin Muriel Bowser, Demokratin und seit Jahren eine scharfe Kritikerin des Präsidenten, wies die Darstellung zurück. „Wir erleben in der Hauptstadt keinen Anstieg der Kriminalität“, sagte Bowser gegenüber dem Sender MSNBC.
Den Daten der städtischen Polizei zufolge sei die Gewaltkriminalität in den ersten sieben Monaten 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 26 Prozent gesunken, die Gesamtkriminalität um sieben Prozent. Es stimme zwar, dass es 2023 einen schlimmen Anstieg gegeben habe, so Bowser. „Aber wir haben nicht mehr 2023.“
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