Nach No-Kings-Day

Unabhängigkeitstag 4. Juli: US-weite Anti-Trump-Proteste geplant

Protest zum Tag der Erde gegen die Trump-Regierung
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Demonstration gegen Trump in New York (Archivbild).

Für das Wochenende um den 4. Juli sind zahlreiche Demonstrationen gegen Trump angekündigt. Die Organisatoren rufen das „Free America Weekend“ aus.

Washington, D.C. - In den USA sollen an diesem Wochenende mehrere Veranstaltungen unter dem Motto „Free America“ stattfinden, um gegen die Regierung von US-Präsident Donald Trump zu protestieren. Die Veranstaltungen folgen auf zahlreiche Großdemonstrationen der vergangenen Wochen gegen die Trump-Regierung und ihre Politik, die von der 50501-Bewegung - kurz für 50 Proteste, 50 Staaten, eine Bewegung - und anderen Anti-Trump-Gruppierungen seit dessen Amtsantritt im Januar dieses Jahres organisiert wurden.

Mehrere Millionen Menschen gingen am 14. Juni für die „No Kings“-Proteste auf die Straße. Ihre Wut richtete sich vor allem gegen die großangelegte Militärparade anlässlich des 250-jährigen Bestehens der US-Armee, zufälligerweise fand an diesem Tag auch Trumps 79. Geburtstag statt.

Proteste gegen Trump: „Free America Weekend“ mit zahlreichen Veranstaltungen

Das nun anstehende „Free America Weekend“ wird von der feministischen Gruppierung Women‘s March organisiert. 2017 gründete sich die Gruppe als Reaktion auf Trumps Sieg bei den Präsidentschaftswahlen im Jahr zuvor. Women‘s March ruft dazu auf, während des anstehenden Wochenendes - am 4. Juli findet in den USA einer der wichtigsten Feiertage, der Unabhängigkeitstag, statt - große Gemeinschaftsveranstaltungen zu organisieren oder sich daran zu beteiligen.

Auf der Website von Women‘s March heißt es dazu: „An diesem 4. Juli, wenn die USA den Unabhängigkeitstag feiern, werden wir uns im ganzen Land versammeln - auf Veranden, Plätzen, Hinterhöfen und Straßen - um für echte Freiheit einzutreten und die Vision eines freien Amerikas Stein für Stein aufzubauen.“

Brennende Autos, Tränengas, Nationalgarde: Proteste in L.A. gegen Trump eskalieren

Alles begann mit einer Razzia der US-Einwanderungsbehörde ICE, jetzt brennen Autos und die Nationalgarde ist im Einsatz. In Los Angeles demonstrieren seit Samstag Menschen überwiegend friedlich, teils gewaltsam, gegen die das ICE. Im Foto steht ein Demonstrant auf einem brennenden Waymo-Taxi in der Nähe des Metropolitan Detention Center in der Innenstadt von Los Angeles.
Die US-Behörde „Immigration and Customs Enforcement“ (ICE) ist eine Strafverfolgungsbehörde in den Vereinigten Staaten von Amerika.
Polizeibeamte aus Los Angeles patrouillieren in der Nähe des Metropolitan Detention Center in der Innenstadt. Demonstranten protestierten gegen Operationen der Bundeseinwanderungsbehörde ICE am 7. Juni, bei der sie Dutzende von Menschen festgenommen hatte.
Eine Frau schwenkt die mexikanische Flagge, als während einer Demonstration in der Innenstadt von Los Angeles Flammen aus einem brennenden Müllcontainer auflodern.
Brennende Autos, Tränengas, Nationalgarde: Proteste in L.A. gegen Trump eskalieren

Und weiter: „Ein freies Amerika ist da, wo wir sind. Ein freies Amerika ist das, was wir daraus machen. Veranstalten Sie am 4. Juli eine Aktion für ein freies Amerika oder nehmen Sie daran teil - Kundgebungen, Grillfeste, Märsche, Kunstwerke, Straßenfeste und mehr, um echte Freiheit zu feiern.“

„Big Beautiful Bill“: Proteste am Independence Day könnten Trumps „Sieg“ stören

Pünktlich zum US-amerikanischen Nationalfeiertag will Trump im Weißen Haus auch das umstrittene Steuergesetz „Big Beautiful Bill“ unterzeichnen. Der US-Präsident hatte seinen Parteikollegen Druck gemacht, damit diese das Gesetzespaket noch am Donnerstag durch das Repräsentantenhaus schleusen. Am Donnerstagmorgen verabschiedeten die Abgeordneten nach einer Mammut-Sitzung mit knapper Mehrheit das Gesetz – rechtzeitig zur Unterzeichnung am Indipendence Day.

Das Weiße Haus sprach am Donnerstag von einem „Sieg“ für Trump, der mit dem Gesetz zentrale Wahlversprechen umsetzen will: Steuersenkungen sowie mehr Geld für Grenzschutz und Verteidigung. Zur Finanzierung sind neue Schulden sowie Einschnitte bei der Sozialversicherung vorgesehen. Dass, ausgerechnet an diesem Tag Proteste gegen ihn geplant sind, dürfte dem US-Präsidenten sicherlich nicht gefallen.

Demonstrationen gegen Trump: Mindestens 170 Demos im ganzen Land geplant

Rund 170 „Free America“-Veranstaltungen sind bislang geplant, mehrere in New York, Kalifornien, Texas und Florida, viele weitere könnten noch dazukommen. In dem sozialen Netzwerk X, ehemals Twitter, schrieb die Organisation: „Protest ist die patriotische Art, den 4. Juli zu verbringen; er liegt im Herzen des Unabhängigkeitstages und ebnet unseren Weg nach vorne! Wenn Sie an diesem 4. Juli eine Blockparty oder ein BBQ veranstalten, helfen Sie uns, die Demokratie mit fröhlichem Widerstand zu schützen!“

Zusätzlich hat die Gruppierung Indivisible - zu Deutsch unteilbar - für den 4. Juli „No Kings 2.0“-Proteste angekündigt. Und auch in den Tagen und Wochen danach soll es weitere Demonstrationen gegen Trump geben. Für den 17. Juli sind Proteste unter dem Motto „Good Trouble Lives On“ angekündigt. Der Slogan ist eine Anspielung auf den verstorbenen Kongressabgeordneten und Bürgerrechtler John Lewis. Die Demonstrationen sollen auf die Angriffe der Trump-Regierung „auf unsere Bürger- und Menschenrechte“ aufmerksam machen, heißt es von den Organisatoren. (fmü)

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