Umfragen zu Trump
Umfrage-Desaster für Trump: 55 Prozent Ablehnung – Experte sieht Warnsignale für 2026
Seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus sinken Trumps Zustimmungswerte. Seine Basis bleibt treu, doch die Demokraten feiern überraschende Erfolge.
Washington, DC – Seit dem 20. Januar sitzt Donald Trump wieder im Weißen Haus. Vom ersten Augenblick an verfolgt er dort einen radikalen Kurs: Mit seiner Machtpolitik untergräbt er den Rechtsstaat, Gewaltenteilung und Menschenrechte stehen unter Beschuss. Selbst die bisher sakrosankte Verfassung ist vor Angriffen nicht sicher.
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Die Kritik an Trump war von Beginn an nicht zu überhören. „Die Institutionen sollen den Ring küssen. Wer sich weigert, wird öffentlich gedemütigt. Oder inhaftiert. So zerstört man eine demokratische Kultur – langsam, aber wirkungsvoll“, sagte Faschismusforscher Jason Stanley über Trump schon Anfang April im FR-Interview. „Schweigen ist keine Option mehr.“
Schlechte Umfragewerte für Trump nach knapp sieben Monaten im Amt
Aber wie sehen eigentlich die Menschen in den USA die Politik von Donald Trump? Nach knapp sieben Monaten im Amt ist er mal wieder mit schlechten Umfragen konfrontiert. Ein Blick auf die Zahlen zeigt ein recht einheitliches Bild: Trump kommt fast überall nur auf dürftige Werte.
In einer Umfrage der Quinnipiac University etwa äußerten sich nur 37 Prozent der Befragten zufrieden mit der bisherigen Arbeit des US-Präsidenten, 55 Prozent zeigten sich dagegen unzufrieden. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Gallup kam Trump immerhin auf einen Zustimmungswert von 40 Prozent (37 Prozent im Juli), während sich dafür 56 Prozent der Befragten unzufrieden äußerten. Die Tabelle zeigt vier aktuelle Umfragen im Überblick:
| Institut | Zufrieden (in %) | Unzufrieden (in %) |
| Quinnipiac University | 37 | 55 |
| AP-NORC | 45 | 53 |
| Reuters/Ipsos | 40 | 54 |
| Gallup | 40 | 56 |
Der aufgrund sämtlicher Umfragen von der New York Times ermittelte Durchschnittswert macht ebenfalls deutlich, dass Trumps Zustimmung im Volk deutlich unter 50 Prozent liegt:
- Positiv: 43 %
- Negativ: 53 %
Trump-Zustimmung auf ähnlichem Niveau wie in erster Amtszeit
Klar ist, dass Trumps Werte noch immer hauptsächlich von seiner Basis getragen werden. Hier kann Trump immer mit Applaus rechnen – vor allem dann, wenn er Dinge sagt, wie am 26. August: „Ich habe das Recht, alles zu tun, was ich will. Ich bin der Präsident der Vereinigten Staaten.“
Das war übrigens auch schon in seiner ersten Amtszeit so. Zum Vergleich: Den niedrigsten Zustimmungswert, den Gallup damals gemessen hatte, lag bei 34 Prozent (15. Januar 2021), der höchste Wert bei 49 Prozent (fünfmal im Jahr 2020). Trumps Ansehen in den USA scheint sich also in den vergangenen Jahren kaum verändert zu haben.
Experte sieht in Trumps niedriger Zustimmung ein Warnsignal für US-Wahl 2026
Sind die niedrigen Werte also überhaupt ein Problem für Trump? Robert Y. Shapiro glaubt an einen negativen Effekt. Der Professor von der Columbia University sieht Trumps Unvermögen, die Mauer der Ablehnung zu durchbrechen, als ein Hindernis für die Zukunft. „Das ist ein Warnsignal für die Zwischenwahlen 2026“, sagte Shapiro dem Nachrichtenportal Newsweek. Dabei verwies er auch auf die überraschenden Siege der Demokraten in dieser Woche bei Sonderwahlen in Wahlkreisen, in denen Trump bei der US-Wahl 2024 noch absolut dominiert hatte.
Vor allem der Erfolg von Catelin Drey im Senatsbezirk 1 von Iowa mit einem Vorsprung von mehr als zehn Prozentpunkten gegenüber dem Republikaner Christopher Prosch machte den Demokraten Mut. Für Shapiro ist klar: Die bisherigen Erfolge der Opposition im Jahr 2025 deuten seiner Meinung nach darauf hin, dass Trumps Politik am Ende „den Republikanern auf breiterer Ebene schaden könnte“. (cs)
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