Angriffe im Feuchtgebiet

Ukraine-Partisanen attackieren Putins Truppen auf russischem Boden

Im Verlauf des Ukraine-Kriegs führt Kiew Operationen auf russischem Territorium durch. Nun griffen offenbar 100 Partisanen Putins Streitkräfte an.

Brjansk – Eine ukrainische Partisanengruppe hat laut Medienberichten eine russische Kommandogruppe in den Feuchtgebieten Westrusslands angegriffen. Nun sucht die russische Polizei die ukrainischen Saboteure in der zerklüfteten und dünn besiedelten Region der Brjansker Wälder.

Was da in Rahmen des Ukraine-Kriegs genau vorgefallen ist, ist bisher undurchsichtig. Laut dem russischen Militärblogger Vladimir Romanov haben ukrainische Sicherheitskräfte eine russische Kommandogruppe in einem abgelegenen Gebiet des Bezirks Wygonitschki angegriffen.

100 ukrainische Partisanen auf Sabotageaktion in Westrussland?

Die Kämpfer seien Teil einer 100 Mann starken Partisaneneinheit gewesen, die vom ukrainischen Kommando für Spezialoperationen (SSO) eingesetzt worden sei, um Aufklärungs- und Sabotageaktionen tief hinter den russischen Linien durchzuführen, hieß es in den sozialen Medien und von Romanow.

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Laut einem Bericht der Kyiv Post geriet eine zehnköpfige russische Einheit zwischen den Dörfern Subbotino und Myakishevo in einen Hinterhalt und brach den Kontakt zur Funkstelle ab. Wie genau der Zusammenstoß der russischen und ukrainischen Kämpfer ablief, ist unklar. Es kursieren Informationen darüber, dass sich die Einheit weiter ins Landesinnere zurückzog, andere Quellen sprechen davon, dass die Kommandoeinheit ihre ukrainischen Angreifer tötete.

Die Behörden sperrten im Rahmen einer Rasterfahndung die Zufahrtsstraßen zu den beiden Dörfern und errichteten Kontrollpunkte auf den Autobahnen, wie die unabhängige Nachrichtenagentur Astra berichtet. Auch rund um die Stadt Wygonitschi, 40 Kilometer nördlich vom Ort des mutmaßlichen Feuergefechts, seien die Straßen von der Polizei gesperrt worden, hieß es in dem Bericht.

„Ruhe bewahren, keine Panik, vertrauen Sie zuverlässigen Quellen, nicht Gerüchten!“

Übungen für Militärfreiwillige im Rahmen des Programms „Contract 18-24“. Ein Soldat geht mit einem Gewehr durch den Wald während der Ausbildung für Militärfreiwillige, die sich im Rahmen des Projekts „Contract 18-24“ zum Militärdienst verpflichtet haben, Region Kiew, Ukraine, 15. April 2025. /Symbolbild

Die russische Nachrichtenplattform Posushano Klintsy berichtete, dass eine kiewtreue „Räubergruppe“ in der Nähe von Wygonitschi unterwegs sei, versicherte aber, die Behörden hätten die Lage unter Kontrolle. In einer Erklärung an die Leser hieß es: „Ruhe bewahren, keine Panik, vertrauen Sie zuverlässigen Quellen, nicht Gerüchten!“

Der Gouverneur der Region Brjansk, Alexander Bogomaz, erklärte auf seinem Telegram Kanal: „Ukrainische Einheiten versuchen gezielt, die staatlichen Kommunikationseinrichtungen der Russischen Föderation zu zerstören, aber die Spezialisten der Zentralregierung versuchen mit Unterstützung der Grenzschutzbeamten, alle Schäden schnell zu beseitigen und eine unterbrechungsfreie Übertragung sicherzustellen.“ (lm)

Rubriklistenbild: © IMAGO/DANYLO ANTONIUK

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