Verluste im Ukraine-Krieg
Ukraine-Krieg: Notizbuch eines Nordkorea-Soldaten sichergestellt
Die nordkoreanischen Einheiten an der ukrainischen Front erleben Rückschläge. Bislang haben weder russische Behörden noch Medien zu potenziellen Verlusten der Nordkoreaner Stellung bezogen.
Update vom 27. Dezember, 6.43 Uhr: Ein an der Seite Russlands kämpfender Soldat aus Nordkorea ist offenbar von der ukrainischen Armee gefangen genommen worden. „Durch den Echtzeit-Informationsaustausch mit dem Nachrichtendienst eines verbündeten Landes wurde bestätigt, dass ein verletzter nordkoreanischer Soldat gefangen genommen wurde“, erklärte der südkoreanische Geheimdienst. Laut Deutschlandfunk fand die Gefangennahme des Nordkoreaners in der russischen Frontregion Kursk statt.
Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj wurden bereits mehr als 3000 nordkoreanische Soldaten im Krieg zwischen Russland und der Ukraine getötet oder verletzt. Nach ihren Schätzungen seien „etwa 1100“ nordkoreanische Soldaten betroffen, hatte es wiederum vom südkoreanischen Generalstab geheißen.
Ukraine-Krieg: Notizbuch eines Nordkorea-Soldaten sichergestellt
Erstmeldung, Kursk – Die ukrainischen Spezialeinsatzkräfte (SOF) setzen ihre Operationen gegen nordkoreanische Soldaten in der russischen Oblast Kursk fort. Dabei fanden sie unter den persönlichen Gegenständen eines getöteten Soldaten ein Notizbuch mit mehreren Einträgen.
Eine der Notizen soll von Gyeong Hong Jong stammen, der einem Kameraden zum Geburtstag gratulierte. Darin heißt es: „Ich, der meine Heimat verlassen habe und in Russland bin, wünsche meinem besten Freund und Waffenbruder Song Ji Myong (Yong) alles Gute zum Geburtstag und gute Gesundheit, 9. Dezember 2024.“
Details aus dem angeblichen Notizbuch eines getöteten nordkoreanischen Soldaten im Ukraine-Krieg
Die ukrainischen Spezialeinsatzkräfte haben nun laut Angaben den zweiten Teil der Notizen aus dem Notizbuch des getöteten nordkoreanischen Soldaten veröffentlicht. Es dokumentiert unter anderem militärische Taktiken wie Methoden zum Abschuss von Drohnen und zur Vermeidung von Artillerieangriffen, berichtete das Nachrichtenportal Ukrainska Pravda.
„Es ist derzeit unklar, ob diese Taktiken authentisch nordkoreanisch sind oder ob sie den nordkoreanischen Truppen von den Russen beigebracht wurden“, so der Pressedienst der SOF. In den Notizen werde auch eine Strategie beschrieben, bei der Soldaten als Köder eingesetzt werden. Die Echtheit der Bilder, Notizen und Informationen konnte nicht unabhängig verifiziert werden.
Verluste der Nordkorea-Soldaten im Ukraine-Krieg: Entsendung weiterer Truppen möglich
Am 19. Dezember erklärte der südkoreanische Abgeordnete Lee Seong-kweun, dass Geheimdienstberichte den Tod von 100 nordkoreanischen Soldaten und die Verwundung von etwa 1.000 weiteren in der Oblast Kursk bestätigten. Das Pentagon warnte kürzlich vor einer Zunahme der Opferzahlen unter den nordkoreanischen Soldaten in der Region. Berichten zufolge bereitet Nordkorea die Entsendung weiterer Truppen sowie militärischer Ausrüstung vor, darunter Kamikaze-Drohnen, um den Ukraine-Krieg auf Russlands Seite zu unterstützen.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj gab am 24. Dezember bekannt, dass die Zahl der getöteten und verwundeten nordkoreanischen Soldaten in der Oblast Kursk nach vorläufigen Schätzungen mittlerweile 3.000 übersteige. Auch diese Information konnte nicht unabhängig überprüft werden.
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Nordkoreanische Soldaten in Russland: Kim Jong-un unterstützt Putin im Ukraine-Krieg
Pjöngjang hat rund 10.000 nordkoreanische Soldaten nach Russland geschickt, um Moskau im Kampf gegen die Ukraine zu unterstützen. Nach einer kurzen Ausbildung sowie Ausrüstung mit russischen Waffen wurden die nordkoreanischen Kämpfer in die russischen Streitkräfte eingegliedert, die seit einiger Zeit bei Kursk kämpfen.
Ukrainische Truppen waren im Sommer überraschend auf russisches Gebiet bei Kursk vorgedrungen und halten Teile dieser Region seitdem besetzt. Moskau hat knapp 50.000 Soldaten, darunter auch die nordkoreanischen Truppen, zusammengezogen, um diese Landesteile zurückzuerobern. (jal/dpa)
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