Die „Epstein Files“

Trump unter Druck: Epstein-Nachlass will pikantes Geburtstagsbuch veröffentlichen

Das berüchtigte Geburtstagsbuch für Epstein könnte Trump Ärger einhandeln. Der US-Kongress erhält das Buch und weitere Dokumente angeblich am 8. September.

Washington, D.C. – Präsident Donald Trump gerät aufgrund seiner einst engen Verbindung mit dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein in jüngster Vergangenheit immer wieder in den Fokus der Öffentlichkeit. Er selbst hatte in seinem Wahlkampf noch versprochen, die „Epstein-Files“ vollständig zu öffnen. Doch das könnte ihm nun zum Verhängnis werden.

Denn auch Trumps Name tauchte rund um die Epstein-Affäre immer wieder auf. Gleichzeitig lässt die vollständige Veröffentlichung der Akten auf sich warten, was Spekulationen über Trumps Involvierung in Epsteins Vergehen anheizt. Zuletzt hatte ein Geburtstagsbuch für Wirbel gesorgt, in das Trump für Epstein eine anzügliche Grußbotschaft geschrieben haben soll.

Druck für Trump: Epstein-Nachlass soll das angeblich pikante Geburtstagsbuch freigeben

Nun verkündete der kalifornische Demokrat Robert Garcia am Freitag (29. August): Die für den Nachlass Epsteins Verantwortlichen werden dem US-Kongress eben dieses berüchtigte Geburtstagsbuch übergeben. Sie werden „uns tatsächlich dieses Buch und eine Reihe anderer Dokumente geben“, erklärte Garcia laut Bericht des Nachrichtenportals The Daily Beast.

„Wir werden diese Dokumente unseres Wissens am 8. September erhalten“, sagte Garcia gegenüber dem Fernsehsender MSNBC zudem. Das Buch, das Epsteins Vertraute Ghislaine Maxwell 2003 zusammenstellte, enthält laut Wall Street Journal angeblich einen vulgären Brief Trumps mit der Zeichnung einer nackten Frau. Der Brief soll mit den Worten enden: „Alles Gute zum Geburtstag – und möge jeder Tag ein weiteres wunderbares Geheimnis sein“.

Trump unter Druck: Der Nachlass des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein wird dem US-Kongress übergeben.

Epstein-Nachlass könnte Trump in Bredouille bringen: US-Kongress soll weitere Dokumente erhalten

Trump weist die Anschuldigungen scharf zurück. Er habe nie in seinem Leben ein Bild gezeichnet, behauptete der US-Präsident gegenüber dem Wall Street Journal. Diese pauschale Aussage wurde demnach jedoch schnell widerlegt, als mehrere seiner Zeichnungen von New Yorker Gebäuden auftauchten. Trump verklagte die Zeitung daraufhin auf zehn Milliarden Dollar wegen Verleumdung.

Garcia betonte, dass die Untersuchung primär den Opfern dienen soll. Diese Woche kommen viele Opfer Jeffrey Epsteins zum Kapitol, sagte er laut The Daily Beast. Die Abgeordneten wollen mit ihnen sprechen: „Wir müssen die Opfer in den Mittelpunkt stellen“, erklärte der Abgeordnete.

Trumps angeblich pikanter Gruß bald öffentlich? Epstein-Nachlass übergibt US-Kongress Geburtstagsbuch

Die Epstein-Nachlassverwaltung war von Garcia bereits mit unbequemen Fragen konfrontiert worden: „Und nochmals fragen wir: Wo sind die restlichen Dokumente? [...] Was versteckt Donald Trump? Beendet die Vertuschung, lasst uns zur Wahrheit gelangen“, forderte er demnach.

Das Geburtstagsbuch soll neben Trumps angeblichem Beitrag auch Nachrichten von anderen prominenten Persönlichkeiten wie Bill Clinton und Alan Dershowitz enthalten. Die Herausgabe der Dokumente könnte neue Erkenntnisse über Epsteins Netzwerk liefern und die Forderung nach vollständiger Offenlegung der Epstein-Akten unterstützen.

Die lange Liste Jeffrey Epsteins: Donald Trump, Prinz Andrew und viele mehr

Foto von Jeffrey Epstein nach seiner Verhaftung
Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell
Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell
Palm Beach
Die lange Liste Jeffrey Epsteins: Donald Trump, Prinz Andrew und viele mehr

Weitere Dokumente im Trump-Epstein-Skandal: Berüchtigtes Geburtstagsbuch soll veröffentlicht werden

Erst kürzlich hatte das US-Justizministerium Aufzeichnungen von Verhören mit Ghislaine Maxwell, der Ex-Partnerin Epsteins, veröffentlicht. Die Generalstaatsanwaltschaft hatte Maxwell Ende Juli nochmals zu der Affäre um Epstein befragt und damals angekündigt, das Justizministerium werde zu gegebener Zeit weitere Informationen zu den Erkenntnissen verkünden.

Die mehrere 100 Seiten umfassenden Dokumente dokumentieren Gespräche mit ihr unter der Leitung des stellvertretenden Generalstaatsanwalts Todd Blanche von Ende Juli. Maxwell war 2022 in New York zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Sie hatte eine zentrale Rolle beim Aufbau eines Rings zum sexuellen Missbrauch von Mädchen gespielt. Seither sitzt sie im Gefängnis. (nana/dpa)

Rubriklistenbild: © Kevin Dietsch/Imago

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