Wut in Washington
Trump rastet aus: Israel-Iran-Waffenruhe vor Nato-Gipfel gebrochen
Der Waffenstillstand im Israel-Iran-Krieg hält nicht lange. Trump reagiert vor dem Nato-Gipfel zornig. Seine Wortwahl ist nicht gerade diplomatisch.
Washington, DC – „What the fuck“ – mit diesem derben Ausdruck kommentierte US-Präsident Donald Trump öffentlich die unklare Situation rund um die Waffenruhe im Konflikt zwischen Iran und Israel. Vor seinem Abflug zum Nato-Gipfel zeigte sich Trump über den Nahost-Konflikt deutlich verärgert.
Angriff trotz Abmachung: US-Präsident kritisiert beide Kriegsparteien für anhaltende Gewalt
Im Gespräch mit Journalisten in Washington kritisierte er die anhaltenden Kämpfe der beiden Staaten und stellte ihre Handlungen infrage. „Wir haben zwei Länder, die so lange und so hart gekämpft haben, dass sie nicht wissen, was zum Teufel sie da tun“, so der US-Präsident (wörtlich: „They don’t know what the fuck they‘re doing“).
Trump slams Israel and Iran says they “don’t know what the fuck they’re doing….”
— Harry Cole (@MrHarryCole) June 24, 2025
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Zuvor hatte Trump erklärt, er er sei sowohl mit dem Iran als auch mit Israel unzufrieden, nachdem der Iran trotz eines neuen Waffenstillstandsabkommens einen Angriff auf Israel beschlossen hatte und Israel Vergeltungsmaßnahmen angekündigt hatte. „Wir müssen Israel beruhigen, denn sie sind heute Morgen auf eine Mission gegangen“, so Trump. Unweiter: „Ich muss Israel jetzt beruhigen.“
Trump flucht über Israel-Iran-Krieg: Waffenruhe bröckelt vor dem Nato-Gipfel in Den Haag
Dabei hätte alles anders laufen sollen. Als Trump in den Regierungsflieger Richtung Europa steigt, ist er in seinem Kopf bereits der Gewinner des Nato-Gipfels. Stunden vorher hat Trump eine Waffenruhe zwischen Iran und Israel angekündigt. Doch es läuft dann doch nicht so, wie er will. Die Waffenruhe wackelt. Der US-Präsident ist offensichtlich sauer und flucht in aller Öffentlichkeit.
Von Trump bis Washington: alle US-Präsidenten in der Übersicht




Nicht wenige haben den Republikaner gerade deshalb gewählt, weil er im Wahlkampf versprochen hatte, sich aus Konflikten herauszuhalten, um sich stärker um die Probleme im eigenen Land zu kümmern. Mit den Angriffen gegen Iran ging Trump ein Risiko ein.
Trump unter Erfolgsdruck: Waffenstillstand soll Lage im Iran-Israel-Krieg vorerst beruhigen
Mit der Waffenruhe löst sich für Trump vorerst ein Problem, das er im Reisegepäck gehabt hätte: Die Ungewissheit, wie der Gegenschlag Irans aussehen würde, nachdem die USA am Wochenende in den Krieg an der Seite Israels eingetreten waren – zumindest, wenn sie nicht weiter gebrochen wird.
Der Gipfel im niederländischen Den Haag markiert für den Republikaner aber so oder so einen Triumph: Die Nato-Verbündeten werden ihre Verteidigungsausgaben erheblich nach oben schrauben. Daran hatte Trump schon in seiner ersten Amtszeit gearbeitet, immer wieder Druck gemacht – jetzt fährt er die Ernte ein. Die USA hatten den Ton schon vor Tagen gesetzt: Der Gipfel werde „historisch“ sein, so US-Nato-Botschafter Matthew Whitaker im Vorfeld. (tpn mit dpa)
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