„Sie wissen, warum“
Nächste Entgleisung vor US-Wahl: Trump vergleicht Migranten mit Hannibal Lecter
Bei seiner Hetze gegen Migranten kennt Trump im US-Wahlkampf keine Grenzen. Jetzt verglich er Einwanderer mit dem Psychopathen und Kannibalen Hannibal Lecter.
Oaks, Pennsylvania – Hass schüren gegen Migranten im US-Wahlkampf, das ist wenige Wochen vor der Wahl am 5. November Donald Trumps Spezialdisziplin. Und seine Worte werden immer krasser. Jetzt verglich der Republikaner Migranten, die in den USA leben, mit dem berühmten Psychopathen und Kannibalen Hannibal Lecter, bekannt aus dem Horror-Schocker „Das Schweigen der Lämmer“.
Donald Trump, der bei der US-Wahl für die Republikaner kandidiert und zum zweiten Mal US-Präsident werden will, fällt schon seit längerem durch eine gewisse Obsession zu Hannibal Lecter auf. In seinen Reden erwähnt er den Kult-Serienmörder immer wieder.
Trump spricht vor US-Wahl immer wieder über Hannibal Lecter – als sei es ein Insiderwitz
Auf einer Kundgebung am 3. August in Atlanta sagte Trump beispielsweise, die Medien würden es hassen, „wenn ich Dr. Hannibal Lecter benutze. Den verstorbenen, großartigen Hannibal Lecter“. Und als er beim Parteitag der Republikaner als Präsidentschaftskandidat nominiert wurde, sagte Trump in seiner Dankesrede: „Hat irgendjemand ‚Das Schweigen der Lämmer‘ gesehen? Der verstorbene, großartige Hannibal Lecter. Er würde Sie gerne zum Abendessen einladen. So ist das in Irrenanstalten.“
Weshalb er immer wieder Hannibal Lecter in seinen Reden erwähnt, blieb bisher weitgehend ein Rätsel. Trump machte jedoch kleine Andeutungen – so als ob es sich um als eine Art sehr speziellen Insiderwitz handle.
So sagte Trump im Mai bei einer Kundgebung in New Jersey: „Der verstorbene, großartige Hannibal Lecter. Er ist ein wunderbarer Mann. … Erinnern Sie sich an die letzte Szene?“ Trump fuhr, scheinbar recht zusammenhanglos, fort: „Wir haben Leute, die in unser Land entlassen werden, die wir nicht in unserem Land haben wollen.“
Trump vergleicht Migranten vor US-Wahl mit Hannibal Lecter – „sie kommen als Teroristen“
Deutlicher wurde Trump aber jetzt, wenige Wochen vor der US-Wahl, die seine Rückkehr ins Weiße Haus markieren soll. Bei einer Bürgerversammlung in Oaks in Pennsylvania am Montag (14. Oktober) antwortete Trump auf eine Frage zur Inflation mit einem Exkurs über den Kannibalen Hannibal Lecter. Er offenbarte dabei, dass er Einwanderer als ähnliche Monster sieht wie die fiktive Figur aus Thomas Harris‘ Geschichte.
Trump führte aus: „Sie sagen: ,Hannibal Lecter, warum sollte er ihn erwähnen?‘ Nun, Sie wissen, warum – weil er ein kranker Welpe war, und wir haben kranke Welpen, die in unser Land kommen. Ich denke, das ist besser, als viele Worte zu verschwenden.“ Die Nennung des Kannibalen aus dem Horrorfilm könne man als eine Art Codewort benutzen, um Migration abzulehnen, so Trump: „Man sagt einfach: ,Hannibal Lecter, wir wollen ihn nicht.‘“
Er selbst verwende den Namen Hannibal Lecter, „weil wir einige sehr schlechte Menschen in unser Land lassen. Und sie kommen als Terroristen“, so der Ex-US-Präsident.
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Trump hetzt gegen Migranten und will sie bei Wahlsieg massenhaft abschieben
Trump setzt in seiner Kampagne kurz vor der US-Wahl 2024 voll auf Hetze gegen Migranten: Bei einem Wahlkampfauftritt in Aurora, Colorado, hat der Republikaner die USA als von einer „kriminellen Macht“ besetzt beschrieben und versprach seinen Anhängern, dass der 5. November der „Tag der Befreiung“ sein werde. Einwanderer stellte er als Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA dar, sie seien „Wilde“ und „Tiere“. Mit der „Operation Aurora“ wolle er Migranten nach der US-Wahl massenhaft abschieben. (smu)
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